EM-Tagebuch - Ausfahrt durch Niegehört

Straßenschilder in Mittelfranken

Vor Ort in Herzogenaurach

EM-Tagebuch - Ausfahrt durch Niegehört

Von Marcus Bark

EM-Geschichten rund ums deutsche Team und die Fußball-Europameisterschaft: Sportschau-Reporter Marcus Bark ist unterwegs in und um Herzogenaurach. Das EM-Tagebuch - Folge 1.

Erste Ausfahrt in Mittelfranken. Viel Wind, viel Feld, viele Weiher. Zu Hause heißen die Tümpel. Dondörflein. Höfen. Zweifelsheim. Kirchfernbach. Langenzenn.

Schöne, kleine Dörfer, die auch Niegehört heißen könnten. Dann geht es links ab nach Neustadt an der Aisch. Aber woher nochmal? Verdammt, woher? Ach ja. Julian Gressel.

Der deutsche Fußballer, der in den USA mal Meister wurde. Der kommt daher. Sein Opa hat da einen Betrieb, der hat die Telefonnummer auch sofort rausgerückt. Mehr als ein Jahr ist das her.

Wie erleben deutsche Fußballer, die in Deutschland kaum einer kennt, im Ausland Corona? Joan Oumari in Japan, Robert Moewes in Chile, Julian Gressel in den USA?

Gressels Schwiegermutter verlor sofort den Job. Hat ihn zum Glück wieder. Hat er ein Jahr später erzählt. Weitere Nachricht: Er betreibt jetzt einen Podcast. Zusammen mit Fabian Herbers, auch Deutscher, kickt für Chicago Fire, Gressel für DC United.

Irgendwann kommen sie auf Schienbeinschoner zu sprechen, und dass die bei manchen nur so groß sind wie zwei Sammelbilder für die EURO. Warum gibt es die noch? Dann müsste es auch einen Schutz für den Kopf, für die Knöchel, für die Achillessehne geben.

Gibt es aber nicht. Gutes Thema irgendwann mal. Eines dieser Themen, die für gut befunden werden, dann aber irgendwo im Kopf versickern. Das Straßenschild Neustadt an der Aisch hat es wieder hervorgekramt.

SMS von zu Hause. Eriksen. Was? Nächste SMS: "Wiederbelebt." Puh. Ausfahrt beendet. "Eriksen ist stabil und wach." Puh. Das Spiel wird fortgesetzt. Was?

Stand: 12.06.2021, 22:36

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