Trophäe der FIFA Klub-Weltmeisterschaft

FIFA Klub-WM ab 2025 mit 32 Teams

Stand: 16.12.2022 12:13 Uhr

Die FIFA richtet die Klub-WM künftig im Vier-Jahres-Rhythmus mit 32 Teams aus. Das gab FIFA-Präsident Gianni Infantino am Freitag (16.12.2022) bekannt. Über den Austragungsort und weitere Details sei auf der Sitzung des Councils des Fußball-Weltverbandes am Freitag "noch nicht gesprochen" worden. Auch eine Klub-Weltmeisterschaft für Frauen sei "in Planung".

Zuletzt fand die Klub-WM jedes Jahr in einem Format mit sieben Teams statt, so auch bei der Klub-WM 2022, die im Februar 2023 in Marokko gespielt werden soll. Ab 2025 sollen dann 32 Teams mitspielen, das Turnier soll im Vier-Jahres-Rhythmus stattfinden. Eigentlich sollte 2021 erstmals eine vergrößerte Klub-WM in China stattfinden. Die Coronavirus-Pandemie verhinderte das Turnier jedoch, der Sommer 2021 wurde für die verschobenen Turniere der EM und der Copa Libertadores gebraucht.

FIFA und UEFA in der Diskussion um die Auswahl der Teams

Eine vergrößerte Klub-WM ist vor allem für die UEFA und ihre Champions League eine starke Konkurrenz. Nach Informationen der Sportschau diskutierten UEFA und FIFA zuletzt darüber, welcher der beiden Verbände die teilnehmenden Teams aus Europa bestimmen darf - die UEFA pochte auf ihr Recht.

Auch für nationale Ligen könnte die Klub-WM ein großes Problem werden. Rund eine Milliarde Euro erhoffte sich die FIFA für das erste Turnier. Die hohen Preisgelder würden bei Topteams landen, was die Ungleichheit in den Ligen vergrößern könnte.

Mit der Klub-WM tritt zudem ein weiterer Wettbewerb im Kampf um TV-Geld an - was zum Nachteil aller anderen Wettbewerber wie der UEFA, dem DFB oder der DFL sein werden könnte.

Turnier-Investor sollte viel Macht bekommen

Beispiellos waren bei der Vorbereitung des verhinderten Turniers in China die Rahmenbedingungen im Hintergrund: Die FIFA suchte einen Investor, der ihr die Rechte an dem Turnier zu einem großen Teil abkaufen und ein ungewöhnlich großes Mitspracherecht bekommen sollte.

Der Investor sollte für sein Geld bei künftigen Auflagen des Turniers laut Medienberichten Vorschläge für alternative Turnierparameter unterbreiten können, "einschließlich der Häufigkeit, des Formats, der Qualifikationsmodalitäten und der beteiligten Teams".

Neue Länderspielfenster, neues weltweites Turnier

Je größer ein Turnier, desto mehr Zeit braucht es für die Austragung. Dabei ist schon jetzt wenig Platz in einem Sportjahr, immer mehr Spiele erwarten die Profis - nun kommen noch mehr dazu, und auch die Reisestrapazen steigen. Infantino betonte dennoch, dass es wichtig sei, den Spieler genügend Pausen zwischen einzelnen Partien und für Urlaube einzuräumen.

Dafür strukturiert die FIFA auch teilweise die Länderspielphasen um, aus zwei Perioden mit zwei Spielen eine mit vier Partien machen. Dadurch seien die sportlichen Strapazen gleich, der Aufwand für Reisen werde jedoch abgesenkt. In EM- und WM-Jahren soll es aber auch eine Art Freundschaftsspielturnier geben, die Infantino "FIFA World Series" nennt, geben, bei der Mannschaften aus unterschiedlichen Kontinenten aufeinander treffen sollen.