Elf des Spieltags - VfB-Stürmer gegen Schwäbe - Stuttgart gewinnt!

Beim Abstiegskrimi in Stuttgart lieferten sich die VfB-Angreifer ein packendes Duell mit Kölns Keeper. Am Ende jubelten die Schwaben. Die Elf des 34. Spieltags in der Bundesliga hat es in sich.

Kölns Marvin Schwäbe hält den Elfmeter von Sasa Kalajdzic

Tor - Marvin Schwäbe (1. FC Köln): Stuttgart hatte das entscheidende Fernduell mit Hertha vor Augen, für den FC war die Saison schon vor dem letzten Spieltag als eine erfolgreiche verbucht. Entsprechend waren die Spielanteile verteilt. Und dass der VfB die Sache nicht schon zum Pausenpfiff entschieden hatte, lag einzig und allein an FC-Keeper Schwäbe. Der parierte nicht nur einen hart getretenen Elfmeter von Sasa Kalajdzic, sondern brachte den VfB mit drei weiteren beinahe nicht zu fassenden Paraden zur Verzweiflung. Das setzte sich im zweiten Abschnitt nahtlos fort - bis Wataru Endo kam.

Tor - Marvin Schwäbe (1. FC Köln): Stuttgart hatte das entscheidende Fernduell mit Hertha vor Augen, für den FC war die Saison schon vor dem letzten Spieltag als eine erfolgreiche verbucht. Entsprechend waren die Spielanteile verteilt. Und dass der VfB die Sache nicht schon zum Pausenpfiff entschieden hatte, lag einzig und allein an FC-Keeper Schwäbe. Der parierte nicht nur einen hart getretenen Elfmeter von Sasa Kalajdzic, sondern brachte den VfB mit drei weiteren beinahe nicht zu fassenden Paraden zur Verzweiflung. Das setzte sich im zweiten Abschnitt nahtlos fort - bis Wataru Endo kam.

Abwehr - Wataru Endo (VfB Stuttgart): Wenn man in der Nachspielzeit einer gewöhnlichen Bundesliga-Partie den Siegtreffer markiert, gilt man gemeinhin als Held. Als was darf man dann den Stuttgarter Kapitän Endo bezeichnen? Als Super-Helden? Möglicherweise trifft es das, denn der Japaner katapultierte die Schwaben mit seinem Kopfballtreffer Sekunden vor dem Abpfiff auf den rettenden 15. Tabellenplatz. Und er überzeugte mit Laufstärke und dem Ankurbeln der Offensive.

Abwehr - Willi Orban (RB Leipzig): Der Innenverteidiger ist so etwas wie die "Bank" in der Abwehr RB Leipzigs. Auch in Bielefeld war das nicht anders: An Orban prallten Arminias Angriffe ab. Dass Orban aber auch vorn funktioniert, bewies er in der Schlussphase der Partie. Er traf aus dem Gewühl zum 1:1 und sicherte seinem Klub damit den nächsten Einzug in die Champions League.

Abwehr - Josip Stanisic (Bayern München): Stanisic brachte nicht nur den Rekordmeister in Führung, er war vor allem auch defensiv zuverlässig. Er gewann knapp drei viertel seiner Zweikämpfe und hatte die zweitmeisten Ballkontakte (108). Dazu lief er über elf Kilometer.

Mittelfeld - Paulinho (Bayer Leverkusen): Paulinho ist erst 21 Jahre alt - er spielt aber schon wie ein alter Hase. Konzentriert, fokussiert, abgezockt. Auch gegen Freiburg zeigte der ehemalige Vasco-da-Gama-Spieler seine außergewöhnliche Klasse auf der linken Außenbahn. Er zog immer wieder mit Tempo über seine Seite und dann oft nach innen - um selbst torgefährlich zu werden. Da hat Leverkusen einen Diamanten im Kader.

Mittelfeld - Grischa Prömel (1. FC Union Berlin): Prömel verlässt Union Berlin in Richtung Hoffenheim - das ist schon seit einigen Wochen klar. Was den laufstarken Mittelfeldspieler allerdings nicht daran hinderte, in seinem letzten Pflichtspiel für die Berliner noch einmal eine bärenstarke Leistung abzuliefern. Sehenswert sein Kopfballtor zum 1:0, sehenswert danach aber vor allem seine leidenschaftlichen Zweikämpfe und taktischen Finessen. Ganz stark!

Mittelfeld - Exequiel Palacios (Bayer Leverkusen): Der argentinische Lenker im defensiven Mittelfeld Leverkusens überzeugte gegen den SC Freiburg, legte 12,4 Kilometer zurück. Die meisten aller Akteure. Hart aber fair mit einer guten Zweikampfquote (73 Prozent), außerdem passsicher - 83 Prozent seiner Zuspiele erreichten die Kollegen. Und nicht nur die Pässe fanden ihr Ziel: Palacios erzielte quasi mit Abpfiff aus dem Mittelkreis traumhaft den Siegtreffer.

Mittelfeld - Santiago Ascacibar (Hertha BSC): Hertha zeigte in Dortmund das, was sich alle Anhänger von den Berlinern erhofft hatten: Sie kämpften! Und in dieser Kategorie haben die Berliner mit Ascacibar einen Spezialisten in ihren Reihen. Der kleine Terrier klebte an den Waden der Dortmunder Stars und störte sie immer wieder ganz empfindlich. Auch bei ihm ließen am Ende etwas die Kräfte nach, was angesichts des Aufwands in den ersten 70 Minuten auch kaum verwunderlich war.

Angriff - Taiwo Awoniyi (1. FC Union Berlin): Kreuzgefährlich agierte Awoniyi aufseiten der "Eisernen". Der nigerianische Angreifer markierte gegen Bochum ein Tor, hatte mit seiner umtriebigen Art noch eine weitere Handvoll sehr starker Aktionen. Awoniyis größte Trümpfe sind seine Schnelligkeit auf den ersten Metern und seine unverwüstliche Art in den Zweikämpfen.

Angriff - Jonas Hofmann (Bor. Mönchengladbach): Die Gladbacher Borussia verabschiedete sich mit einem hohen Sieg gegen Hoffenheim aus der Spielzeit. Und spielte erfrischend munter auf. Besonders Hofmann, der gleich zwei Treffer selbst erzielte, das Tor von Breel Embolo chirurgisch präzise vorbereitete und an vielen weiteren günstigen Situationen beteiligt war. In einer in großen Teilen enttäuschenden Gladbacher Saison einer der wenigen Lichtblicke - das zeigte er auch am letzten Spieltag.

Angriff: Sasa Kalajdzic (VfB Stuttgart): Kalajdzic, immer wieder Kalajdzic. Der VfB Stuttgart spielte gegen den 1. FC Köln erfrischenden Angriffsfußball. Und immer mittendrin: der österreichische Sturmtank der Schwaben. Kalajdzic verschoss einen Elfmeter gegen Schwäbe, netzte aber Sekunden später nach einem Eckball nervenstark per Kopf ein. Bis zum Schluss der Spieler, der den Unterschied machte.

Die Elf des 34. Spieltags in der Übersicht

Stand: 15.05.2022, 09:42 Uhr

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