Lindström überragt gegen Schalke Eintracht Frankfurt ist jetzt erster Bayern-Verfolger

Stand: 21.01.2023 20:08 Uhr

Gegen Eintracht Frankfurt hat der FC Schalke 04 in der Fußball-Bundesliga nicht wie ein Tabellenletzter gespielt und doch verloren, schon wieder. Die Eintracht ist nach dem 3:0 (1:0)-Erfolg am Samstag (21.01.2023) und Toren von Jesper Lindström (21. Minute), Raffael Borré (84.) und Aurélio Buta (90.+1) nun der erste Bayern-Verfolger.

Henning Matriciani schaute verdutzt, dann stolperte er. Im Spiel des FC Schalke gegen Eintracht Frankfurt am 16. Spieltag lief die 21. Minute, als Frankfurts Jesper Lindström das Tempo anzog, einen Übersteiger andeutete und Matriciani das Gleichgewicht verlor. Es stand in diesem Moment nicht gut um Schalke, das wird auch der fallende Matriciani geahnt haben.

Der Frankfurter Lindström, 22, ist eine der Entdeckungen dieser Saison. Er ist schnell, sehr schnell sogar, und er versteht sich auf das Eins-gegen-eins. Abschluss kann er auch, diesmal schoss er platziert ins lange Eck. Es war Lindströms siebter Saisontreffer und der Führungstreffer für die Eintracht.

Lindström, Matriciani und der feine Unterschied

Und es war auch die Szene des Spiels. In ihr zeigten sich die feinen Unterschiede, zwischen Frankfurtern und Schalkern und zwischen Lindström und Matriciani.

Der jubelnde Lindström stand natürlich für die Eintracht, die nach dem neunten Sieg im 16. Bundesligaspiel auf 30 Punkte kommt, Platz zwei hinter den Bayern. In einer Frankfurter Mannschaft, die sich beständig weiterentwickelt, steht Lindström für die Weiterentwicklung.

Der fallende Matriciani, 22, war an diesem Nachmittag hingegen ein Symbol für eine Schalker Mannschaft, die nur selten wie ein Tabellenletzter spielte und doch verlor. Es haben schon Schalker schlechter verteidigt als Matriciani, aber in den entscheidenden Momenten waren Lindströms Frankfurter dann eben doch einen Schritt schneller. Oder zwei.

Und so wartet Schalke auch nach dem 16. Spieltag der Fußball-Bundesliga auf den dritten Saisonsieg. Schon elf Niederlagen, aber nur neun Punkte, Platz 18. Es sind keine einfachen Zeiten für alle, die es mit dem FC Schalke halten.

Frankfurts Jesper Lindström lässt Schalkes Henning Matriciani stehen (r.)

Frankfurts Jesper Lindström lässt Schalkes Henning Matriciani stehen (r.)

Schalke trifft nur den Pfosten, aber nicht ins Tor

Dabei gab es gegen Frankfurt einige Momente, die Schalkern Hoffnung machen könnten. Etwa jene drei Minuten in der ersten Hälfte, in denen Schalke zweimal Aluminium traf, aber nicht ins Tor: Erst köpfte Simon Terodde nach Vorlage von Danny Latza, aber Frankfurts Torhüter Kevin Trapp lenkte den Ball mit den Fingerspitzen an den Außenpfosten (29.). Dann schoss Soichiro Kozuki aus spitzem Winkel, auch er traf nur den Pfosten (32.).

Christian Adolph, Sportschau, 21.01.2023 18:33 Uhr

Im Sommer hatte Schalke den Japaner Kozuki, 22, vom Regionalligisten 1. FC Düren verpflichtet, eingeplant war er für die Reservemannschaft. Weil er dort in 14 Spielen acht Tore erzielte und fünf Vorlagen gab, durfte er im Winter mit der Bundesligamannschaft von Trainer Thomas Reis ins Trainingslager und überzeugte auch dort. Kozuki ist schnell, er dribbelt gerne und scheut das Risiko nicht. Spieler wie er sind selten beim FC Schalke.

Man sah das auch gegen Frankfurt. Natürlich, der Pfostentreffer, aber das Bundesligadebüt von Kuzuki war auch sonst kein schlechtes. Einmal, es lief die 47. Minute, köpfte er wuchtig aufs Tor, aber Trapp riss gerade noch rechtzeitig den Arm hoch. Ein Tor gelang auch Kozuki nicht, es blieb bei Schalkes Niederlage. Zumal Frankfurt noch zweimal traf.

Christian Adolph, Sportschau, 21.01.2023 18:35 Uhr

Erst trifft Borré, dann Buta - Frankfurt sorgt für die Entscheidung

Erst jubelte Frankfurts Joker Rafael Borré, ausgerechnet er. In der vergangenen Saison war der Kolumbianer noch Stammspieler gewesen, nun ist er oft nur Joker und nicht immer zufrieden. Gegen Schalke traf er erst zum zweiten Mal in dieser Saison, die Vorlage kam von Lindström.

Sein erstes Tor für Frankfurt erzielte dann auch noch Aurélio Buta. Der Portugiese war im Sommer zur Eintracht gewechselt, er war lange verletzt, gegen Schalke spielte er zum ersten Mal Bundesliga. Und dann gleich ein Tor, nicht schlecht für einen Rechtsverteidiger.

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Sportschau

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