Fußball-Bundesliga: Elf des Spieltages mit "Rabona-Trickser" und Dauerläufer

Ein "Rabona-Trickser", ein Dauerläufer und ganz viele Torschützen haben es am 20. Spieltag der Fußball-Bundeliga in die Elf des Spieltages geschafft.

Sascha Burchert

Tor - Sascha Burchert  (SpVgg Greuther Fürth): Nach der frühen Führung der Fürther drängte Mainz 05 mit Macht auf den Ausgleich. Burchert hatte aber für alles eine Lösung, und falls nicht, hatte er das Glück des Tüchtigen. Gleich zweimal trafen die Mainzer nur die Latte. Burchert musste beim 2:1-Sieg des Tabellenletzten erst in der Nachspielzeit hinter sich greifen.

Tor - Sascha Burchert  (SpVgg Greuther Fürth): Nach der frühen Führung der Fürther drängte Mainz 05 mit Macht auf den Ausgleich. Burchert hatte aber für alles eine Lösung, und falls nicht, hatte er das Glück des Tüchtigen. Gleich zweimal trafen die Mainzer nur die Latte. Burchert musste beim 2:1-Sieg des Tabellenletzten erst in der Nachspielzeit hinter sich greifen.

Abwehr - Timo Hübers (1. FC Köln): Beim Spiel in Bochum war er der Kölner mit der höchsten Passquote (88,1 Prozent), mit den meisten Ballkontakten (73) und gemeinsam mit Jonas Hector auch der Kölner mit den meisten gewonnenen Zweikämpfen (66,7 Prozent). Seine herausragende Abwehrleistung krönte Hübers mit dem Treffer zum 1:0 – es war sein erstes Bundesligator.

Abwehr – Willi Orban (RB Leipzig): André Silva hat es versucht, Christopher Nkunku natürlich auch – und zum Schluss auch Yussuf Poulsen: Sie alle haben sich schwer getan mit der Wolfsburger Abwehr. Doch dann war es Abwehrrecke Orban, der RB Leipzig gegen Wolfsburg durch seinen Treffer auf die Siegerstraße brachte. Seinen eigentlichen Job, die Leipziger Abwehr zu führen und zusammenzuhalten, erledigte er nebenbei gewohnt souverän. Deshalb gewannen die Sachsen am Ende auch zu null.

Abwehr - Benjamin Hübner (TSG Hoffenheim): Hübner schaffte es nicht wegen starker Zweikampfwerte oder einer hohen Passquote in die Elf des Spieltages, sondern durch die Tatsache, dass er nach 574 Tagen gegen Borussia Dortmund in die Hoffenheimer Startelf zurückkehrte. Eine komplizierte Sprunggelenksverletzung hatte dem 32-Jährigen zu schaffen gemacht. Er musste extrem lange pausieren, wurde im Sommer aber trotzdem als Kapitän der Kraichgauer bestätigt. In der Sinsheimer  Arena gab es sehr viel Applaus für den Abwehrspieler. "Jeder weiß jetzt, was uns da in den letzten eineinhalb Jahren gefehlt hat. Deshalb bin ich super froh, dass er wieder da ist", sagte Trainer Sebastian Hoeneß.

Mittelfeld - Alessandro Schöpf (Arminia Bielefeld): Der Großteil der Spieler in der Fußball-Bundesliga läuft so um die neun oder zehn Kilometer pro Spiel. Schöpf lief beim Bielefelder Auswärtssieg bei Eintracht Frankfurt satte 13,69 Kilometer – und damit mehr als jeder andere Akteur in dieser Saison. Diesen Rekord krönte er dann auch noch mit dem Treffer zum 2:0-Endstand.

Mittelfeld - Kevin Schade (SC Freiburg): Schade glänzte beim Sieg gegen den VfB Stuttgart vor allem als Vorbereiter. Er legte seinen Kollegen die meisten Torschüsse aller Spieler der Partie vor (4) und traf mit seinem einzigen Versuch zum 2:0-Endstand. Er legte außerdem die meisten Sprints (33) hin und war auch von allen Akteuren am schnellsten unterwegs (34,3 Km/h).

Mittelfeld - Joshua Kimmich (FC Bayern München): Kimmich war im Mittelfeld der Bayern der souveräne Chefstratege. Zweimal hatte er wegen Quarantäne, dann wegen einer Lungeninfiltration als Folge seiner Corona-Erkrankung gefehlt. Zuletzt hatte er zweimal als Außenverteidiger ausgeholfen. Bei Hertha BSC spielte er jetzt erstmals wieder auf seiner Lieblingsposition im Mittelfeld und glänzte dort als Ballverteiler, der seine Kollegen in Szene setzte. "Es macht wirklich Spaß, wieder auf dem Platz zu stehen", sagte Kimmich nach dem souveränen 4:1: "Wir haben es 90 Minuten kontrolliert."

Mittelfeld - Moussa Diaby (Bayer Leverkusen): Diaby legte beim Sieg gegen den FC Augsburg den ersten Dreierpack für Bayer Leverkusen hin. Dabei gab er gerade mal vier Torschüsse ab. Die Augsburger Abwehr bekam den schnellen Franzosen die komplette Partie über nicht in den Griff. Der hatte dabei stets den Blick für seine Mitspieler und vergaß auch seine Defensivaufgaben nicht.

Angriff - Patrick Wimmer (Arminia Bielefeld): Fast im Alleingang entzauberte Wimmer die Eintracht aus Frankfurt - und bescherte der Arminia wichtige Punkte im Tabellenkeller. Beim überraschenden 2:0 Auswärtssieg  glänzte der Österreicher mit einem Tor und einer technisch höchst anspruchsvollen Vorarbeit – dem "Rabona-Trick". Seine Flanke, bei der er das Schussbein hinter das Standbein zog, landete präzise bei Alessandro Schöpf, der den Ball mit der Brust über die Torlinie lenkte. Wimmers Begründung: "Ich hatte kein Vertrauen in meinen linken Fuß."

Angriff - Max Kruse (Union Berlin): Keine Gnade mit dem Ex-Verein. Kruse bewies beim Sieg in Mönchengladbach einmal mehr, dass er ein Unterschiedsspieler sein kann. Für seine beiden Tore brauchte er zwei Torschüsse – das nennt man Effizienz. Den Strafstoß gegen Yann Sommer, der zuletzt als Elfmetertöter geglänzt hatte, verwandelte er eiskalt, dann behielt er frei vor dem Tor die Ruhe. Für Kruse war es der erste Doppelpack in dieser Bundesliga-Saison.

Angriff - Donyell Malen (Borussia Dortmund): Das nennt man dann wohl mannschaftsdienlich. Malen glänzte beim Sieg in Hoffenheim mit drei Vorlagen und war damit an jedem Tor der Dortmunder beteiligt. Die beiden ersten Treffer legte er gekonnt auf, dann erzwang auch noch das Eigentor von David Raum. Damit war Malen der entscheidende Spieler auf dem Feld. Der Niederländer gewann zudem starke 60 Prozent seiner Zweikämpfe.

Die Sportschau-Elf des 20. Spieltags der Fußball-Bundesliga.

Stand: 23.01.2022, 16:18 Uhr

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