Krestowski-Stadion in St. Petersburg

Krestowski-Stadion in St. Petersburg

EM-Spielorte

Krestowski-Stadion in St. Petersburg

Bei der Fußball-WM in Russland war das Krestowski-Stadion in St. Petersburg bereits Spielort, nun gastiert die Europameisterschaft auch dort. Drei Spiele der Gruppe B und ein Viertelfinale der EM werden in dem Stadion ausgetragen.

Daten zum Krestowski-Stadion
Kapazität68.134 Plätze
Eröffnung22. April 2014
ArchitektenKishō Kurokawa Architect & Associates
HeimmannschaftZenit St. Petersburg
Kostenca. 930 Mio. €

"Nice to know"

Unrühmliche Vorwürfe ranken sich um den teuersten Stadion-Neubau Russlands zur WM 2018. Trotz geschätzter Kosten von mindestens 800 Mio. Euro berichtete man von undichten Dächern und möglichen Sklavenarbeitern aus Nordkorea. Dieses Mal erntete St. Petersburg Kritik, weil man zusätzlich alle Gruppenspiele aus Dublin übernehmen darf. Grund der UEFA-Absage an Dublin: Die Spiele hätten voraussichtlich ohne Zuschauer stattgefunden.

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Vor allem aus der Luft wirkt die Arena wie eine fliegende Untertasse mit ausfahrbarem Dach, und das ist so gewollt: Die Konstruktion soll an ein Raumschiff erinnern, das am finnischen Meerbusen landet. Weniger futuristisch, dafür mindestens genauso wertvoll, sind die Kunstschätze der Stadt.

Die Eremitage ist ein weltweit bekanntes Museum und beherbergt circa drei Millionen Kunstwerke und Artefakte. Schon von außen ist die Eremitage ein Blickfang. Nebenbei ist St. Petersburg auch als "Venedig des Nordens" bekannt, viele hundert Brücken verbinden die Stadt. Besonders das Ein- und Ausklappen der Zugbrücken ist ein Spektakel, das viele Touristen anlockt.

Größtes Spiel

Der teure Fußball-Tempel spielte zur WM 2018 selbstverständlich eine tragende Rolle. Hier durfte Belgien den dritten Platz feiern, nachdem man zuvor im selben Stadion gegen Frankreich das Finale verpasst hatte. Das überlegene belgische Team fertigte ausgelaugte Engländer mit 2:0 ab, Thomas Meunier und Eden Hazard schossen die Tore zum größten WM-Erfolg der Nation.

Deutsche Fans kennen das Stadion noch gut vom Gewinn des Confederations Cups 2017, in dem man Chile 1:0 schlug. Sollten die Deutschen Gruppe F gewinnen, könnte man im Viertelfinale wieder in St. Petersburg aufspielen.

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