Youssoufa Moukoko (Deutschland) jubelt über sein Tor gegen Polen während der U21-EM-Quali

Fußball | EM-Qualifikation Dank Moukoko - U21 siegt auch in Polen

Stand: 08.06.2022 10:35 Uhr

Für die EM hatte sich das deutsche U21-Nationalteam schon vor der Partie in Polen qualifiziert - aber auch das "Schaulaufen" gestaltete die DFB-Elf dank eines Doppelpackers erfolgreich.

Von Christian Hornung

Der deutsche U21-Nationaltrainer Antonio Di Salvo hatte die Partie am Dienstag (07.06.2022) in Lodz unter das Motto gestellt, bereits für das EM-Turnier im Juni 2023 Eigenwerbung zu betreiben. Das gelang seinen Schützlingen beim 2:1 (1:1) zunächst nur bedingt - doch das Aluminium und Dortmunds Sturmjuwel Youssoufa Moukoko trugen am Ende zum etwas schmeichelhaften Erfolg bei.

"Youssoufa ist noch sehr jung, dafür macht er seine Sache überragend", lobte Mitspieler Patrick Osterhage. "Er hat in jedem Spiel getroffen, das ist schon Wahnsinn." Di Salvo urteilte: "Insgesamt geht der Sieg in Ordnung. Wir wollten unseren Job erledigen, und das haben wir getan. Heute genießen wir einfach den Tag, wir haben neun von zehn Spielen gewonnen."

Führung durch Moukoko

Sehr glücklich kam auch bereits die Führung für Deutschland zustande. Nach einem langen Ball von Armel Bella-Kotchap stand Moukoko im Abseits, und er griff nach der missratenen Kopfballklärung von Ariel Mosór auch aktiv ins Spiel ein. Mangels Video Assistant Referee durfte der Dortmunder aber erfolgreich abschließen - wie er das in der 25. Minute aus zwölf Metern per Direktschuss ins kurze Eck machte, war aber auch technisch hochwertig.

Die Polen, die auch schon mit viel Druck begonnen hatten, ließen sich vom Rückstand aber nicht nachhaltig beeindrucken. Der Wolfsburger Bartosz Biatek traf zunächst mit einem Kopfball nur das Außennetz (27. Minuzte), durfte dann aber acht Minuten später das 1:1 bejubeln: Nach einem Stellungsfehler von Malick Thiaw köpfte Biatek gegen die Laufrichtung von Torhüter Nico Mantl ins lange Eck.

Biatek sehr gefährlich

Biatek war auch nach der Pause ein ständiger Unruheherd, den die deutsche Abwehr nicht unter Kontrolle bekam. Die Großchance zur inzwischen längst verdienten Führung vergab dann aber sein Kollege Michal Skóras, der den Ball nach einer Rechtsflanke an die Latte jagte (53.) - Mantl hätte keine Chance gehabt.

Als die Polen, die einen Sieg zum Weiterkommen gebraucht hätten, immer weiter aufrückten, ergaben sich für das DFB-Team aber wieder gute Konterchancen. Mehrfach agierte Moukoko etwas zu eigensinnig, in der 79. Minute hatte er aber auch Pech, als ihm ein Treffer wegen Handspiels aberkannt wurde.

Gute Chancen auf beiden Seiten

Für die Fans in Lodz war die letzte halbe Stunde jedenfalls spektakulär. Das Mittelfeld wurde von beiden Teams zügig überbrückt, die Deutschen verpassten durch Bella-Kotchap, Josha Vagnoman und Jonathan Burkardt gute Möglichkeiten, aber auch die Polen hatten durch Kacper Kozlowski und Michal Skóras Chancen auf den Sieg.

Als dann alles schon nach einer Punkteteilung aussah, rettete Moukoko doch noch den Dreier für das DFB-Team: Von der Strafraumgrenze zog er flach und platziert ab und traf unhaltbar ins linke Eck zum Sieg. Den Polen blieb das Pech bis weit in die Nachspielzeit treu: In der 97. Minuten scheiterten sie mit einem Gewaltschuss von Lukasz Poreba erneut am Aluminium.