Rudi Völler zum Karriereende: "Ich freu mich ein bisschen drauf"

Sportschau 26.01.2022 09:19 Min. Verfügbar bis 26.01.2023 Das Erste

Fußball | Bundesliga

Rudi Völlers Abschied: Tante Käthe, das Lama und die Weißbier-Wut

Stand: 13.05.2022, 13:17 Uhr

Rudi Völler verlässt am Samstag (14.05.2022), dem letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga in dieser Saison die große Bühne. In 45 Jahren im Profi-Fußball hat er zwar nicht alle Titel, aber dafür viele Fans gewonnen.

Von Dirk Burkhardt

Am Samstag wird Rudi Völler als Geschäftsführer Sport von Bayer 04 Leverkusen im Rahmen des Heimspiels gegen den SC Freiburg in den finalen Ruhestand verabschiedet. Dann werden sicher einige seiner schönsten und wichtigsten der 362 Profi- und Länderspieltore zwischen 1977 und 1996 gezeigt.

Auch wird man Völler mit dem WM-Pokal 1990 oder 1993 im Trikot von Olympique Marseille mit dem Champions-League-Pott sehen. Aber es sind andere Szenen, die das beschreiben, was Rudi Völlers 45 Jahre im Profi-Fußball ausmachen.

Völler zwischen Brutalo-Foul, Spuckattacke und Wutrede

Rudi Völler, wie er 1985 als Stürmer von Werder Bremen von Bayern-Verteidiger Klaus Augenthaler so derbe im Vollsprint gefoult wird, dass er nach dem Meisterschaftsduell mit dem FC Bayern fünf Monate ausfällt.

Rudelbildung beim Spiel Deutschland gegen die Niederlande: Rijkaard hatte Rudi Völler angespuckt

Van Rijkaard (r.) und Völler

Rudi Völler, wie er 1990 im WM-Achtelfinale gegen die Niederlande zu Unrecht die Rote Karte sieht, von Gegenspieler Frank Rijkaard angespuckt wird und wenige Tage später den gewinnbringenden Elfmeter im Finale gegen Argentinien herausholt, den Andreas Brehme zum WM-Triumph veredelt.

Rudi Völler im Leverkusen-Trikot, wie er 1996 den weinenden Brehme tröstet, nachdem Bayer 04 am letzten Spieltag ein 1:1 im Duell mit dem 1. FC Kaiserslautern reicht, um den Abstieg zu vermeiden und Brehmes Pfälzer in die 2. Liga zu schicken.

Rudi Völler, wie er 2003 im Sportschau-Interview mit Waldemar Hartmann als deutscher Teamchef mit seiner legendären "Weißbier-Wutrede" ein müdes 0:0 der Nationalmannschaft in Island verteidigt.

"Scheißdreck, Weizenbier, unterste Schublade" - Völlers Wutrede als DFB-Teamchef

WDR 12.12.2003 11:17 Min. Verfügbar bis 30.12.2099 WDR

Streitbar und versöhnlich

Diese Szenen beschreiben sehr gut, warum der heute 62-jährige Völler Kult geworden und geblieben ist. In seinem öffentlichen Fußballleben war Völler auf und neben dem Feld geradlinig und manchmal mit den Beinen oder dem Mund schneller, als gut für ihn war.

Aber neben der Fähigkeit, wieder aufzustehen, konnte er auch eingestehen, wenn er über das Ziel hinaus geschossen war. TV-Moderator Hartmann bekam noch im TV-Studio eine Entschuldigung für den Ausbruch.

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