Niederlande-Coach Frank de Boer zurückgetreten

Frank de Boer

Nach Achtelfinal-Aus bei der EURO

Niederlande-Coach Frank de Boer zurückgetreten

Zwei Tage nach dem überraschenden Aus in der EURO gegen Außenseiter Tschechien hat Bondscoach Frank de Boer einen Schlussstrich gezogen. Zwei Gründe führte er dabei an.

Frank de Boer hat seine Konsequenzen aus dem blamablen Achtelfinal-Aus der niederländischen Fußball-Nationalmannschaft gezogen und ist als Bondscoach zurückgetreten. Das teilte der Verband KNVB am Dienstag (29.06.2021) mit.

"Ziel wurde nicht erreicht"

"Im Vorgriff auf die Auswertung habe ich mich entschieden, nicht als Nationaltrainer weiterzumachen. Das Ziel wurde nicht erreicht, das ist klar", sagte de Boer. "Als man an mich herangetreten ist, um Nationaltrainer zu werden, habe ich es als Ehre und Herausforderung empfunden. Aber ich war mir auch des Drucks bewusst, der ab dem Moment meiner Ernennung auf mich ausgeübt werden würde. Dieser Druck wird jetzt nur noch größer, und das ist weder für mich noch für die Auswahl eine gesunde Situation im Vorfeld eines so wichtigen Spiels für den niederländischen Fußball auf dem Weg zur WM-Qualifikation", erklärte der 51-Jährige weiter.

Nachfolger von Ronald Koeman

De Boer hatte die "Elftal" nach dem Abgang von Erfolgstrainer Ronald Koeman zum FC Barcelona erst im September 2020 übernommen. Unter dem Coach hatten die Niederländer souverän die EM-Gruppenphase mit drei Siegen überstanden, unterlagen aber am Sonntag in Budapest den als Underdog gehandelten Tschechen mit 0:2. "Trotz aller Bemühungen von Frank ist das Ziel, mindestens das Viertelfinale zu erreichen, nicht erreicht worden", betonte Nico Jan-Hoogma, der seit 2018 als Sportdirektor beim KNVB tätig ist: Wir hatten uns eine bessere Europameisterschaft zum Ziel gesetzt, was nicht gelungen ist. Ich muss jetzt, nach entsprechender interner Beratung, einen Nachfolger finden."

Anfang November in der WM-Quali in Norwegen

Bereits am 1. September geht es für die "Elftal" im wichtigen WM-Qualifikationsspiel in Norwegen weiter. "Wir werden jetzt weiter evaluieren, das Profil schärfen, die Arbeit machen, die hier von uns erwartet werden kann", so Hoogma.

sid | Stand: 29.06.2021, 17:25

Darstellung: