FIFA arbeitet an automatisierter Abseits-Erkennung

Lars Stindl (3.v.l.) - aktiv im Abseits, trotzdem zählte Gladbachs Tor.

Einsatz bereits bei der WM 2022?

FIFA arbeitet an automatisierter Abseits-Erkennung

FIFA-Entwicklungsdirektor Arsene Wenger glaubt schon für die Fußball-WM 2022 in Katar an automatisierte Abseits-Entscheidungen.

"Es gibt eine große Chance, dass dies schon im kommenden Jahr passiert. Mehr kann ich jetzt nicht sagen, aber das wird die nächste große Entwicklung bei den Schiedsrichtern", sagte Wenger bei einem Pressegespräch in Paris.

Die FIFA hatte bereits im August erklärt, an einer Technologie zu arbeiten, die "ähnlich wie die Torlinientechnologie" eingesetzt werden soll - also keine Entscheidungen trifft, aber in kürzester Zeit dem Schiedsrichter Beweise liefern kann. Laut Wenger könnte die Entwicklung auf den Beginn der WM 2022 abgestimmt werden.

Änderung der Abseitsregel möglich

Wenger hatte zuletzt bereits angedeutet, eine Änderung der Abseitsregel zu befürworten. Demnach soll künftig keine Abseitsposition mehr vorliegen, wenn ein Körperteil, mit dem Tore erzielt werden dürfen, hinter oder auf gleicher Höhe mit dem Gegenspieler ist.

In der Bundesliga werden die Abseitslinien anhand der Fernsehbilder manuell im "Kölner Keller" gezogen, was gerade bei knappen Entscheidungen für Diskussionen sorgt.

sid | Stand: 13.10.2021, 07:20

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