Tom Bartels wird das WM-Finale in Katar kommentieren.

Fußball | WM WM 2022: Tom Bartels kommentiert Endspiel

Stand: 06.05.2022 16:27 Uhr

Tom Bartels wird für das ARD-Fernsehen das Finale der Fußball-WM Ende des Jahres in Katar kommentieren. Mit Christina Graf ist erstmals ein Frau bei WM-Spielen live im Ersten im Einsatz.

Bartels hatte für die ARD auch das Endspiel 2014 in Rio de Janeiro mit dem 1:0-Sieg des DFB-Teams gegen Argentinien durch das Tor von Mario Götze als Kommentator begleitet.

Mit Christina Graf erstmals eine Frau live am WM-Mikro

Geplant ist zudem eine ARD-Premiere: Christina Graf kommentiert als erste Frau WM-Spiele live im Ersten. Der Südwestrundfunk ist bei der diesjährigen WM federführend für die ARD-Berichterstattung aus und über Katar. Die Endrunde findet vom 21. November bis zum 18. Dezember statt.

Christina Graf wird als erste Frau WM-Spiele in der ARD kommentieren

Wie der SWR am Freitag in Mainz weiter mitteilte, wird für den Hörfunk ebenfalls erstmals in der ARD-Geschichte eine Frau live das Finale kommentieren. Wer das sein wird, steht noch nicht fest. Im vergangenen Juli hatte Julia Metzner vom SWR als erste Frau für den öffentlichen-rechtlichen Hörfunk vom EM-Finale in London live berichtet. Eine Endspiel-Kommentatorin bei einer Männer-WM oder -EM hatte es in Deutschland bis dahin nur im Privatradio gegeben.

Die ARD richtet bei der WM ein gemeinsames Sendezentrum samt Studio mit dem ZDF in Mainz ein, auch um Kosten zu sparen. Weniger Mitarbeiter als früher müssten zur WM reisen. Schon bei früheren Sport-Großereignissen hatten ARD und ZDF eng zusammengearbeitet.

SWR kündigt kritische Berichterstattung zu Katar an

Der SWR wird die WM kritisch begleiten. So wird es im Vorfeld eine Reportage mit Ex-Profi Thomas Hitzlsperger und einen Beitrag in der Reihe "Story im Ersten" geben. Wegen der Menschenrechtslage und den Bedingungen für ausländische Arbeiter steht Katar als Gastgeber in der Kritik.

"Jenseits des grünen Rasens ergeben sich gerade in Katar ganz viele Dinge, die überaus kritisch zu bewerten sind. Und die dürfen nicht hinten runterfallen", sagte Intendant Kai Gniffke. Bei großen Sportereignissen sähen es Veranstalter häufig gerne, dass nur über "das Bunte, Schöne, Sportliche" berichtet werde. "Dieser Versuchung werden wir nicht erliegen."