Tingyu Gao freut sich nach dem Rennen

Olympia | Eisschnelllauf Eisschnelllauf: Gao holt im 500-Meter-Sprint viertes Gold für China

Stand: 12.02.2022 11:03 Uhr

Die starken asiatischen Eissprinter haben das Finale der Männer über die 500 Meter dominiert. Neuer Olympiasieger ist der Chinese Tingyu Gao, Joel Dufter aus Inzell landete auf Rang 26.

Von Wolfram Porr

China vor Südkorea und Japan - die Dominanz der Asiaten über die Sprintdistanz ist augenfällig. Der Sieger kommt etwas überraschend aus dem Gastgeberland China: Tingyu Gao war vor Olympia nicht unbedingt als Anwärter auf die Goldmedaille gehandelt worden. Mit neuem olympischen Rekord (34,32 Sekunden) distanzierte der Bronzemedaillengewinner von Pyeongchang die Konkurrenz und sorgte so für die vierte Goldmedaille für sein Land.

Silber gewann wie schon vor vier Jahren der Südkoreaner Cha Min Kyu. Um sieben Hundertstelsekunden verpasste er Gold. Dritter wurde der Japaner Watariu Morishige (+ 0,17 Sekunden).

Olympiasieger und Weltmeister klar geschlagen

Der Olympiasieger von 2018, Havard Lorentzen aus Norwegen, hatte schon beim Start Probleme, kam nie aufs Tempo und belegte mit 0,60 Sekunden Rückstand auf den Sieger einen enttäuschenden 15. Platz. Auch Weltmeister Laurent Dubreuil (Kanada), der im letzten der 15 Duelle an der Reihe war, verpasste als Viertplatzierter (+ 0,20) Edelmetall, genauso wie die hoch gehandelten Japaner Yuma Murakami (+ 0,25) und Tatsuya Shinhama (+ 0,80).

Dufter auf Platz 26 hinter den Erwartungen

Bester Europäer wurde überraschend Piotr Michalski aus Polen als Fünfter (+ 0,20). Joel Dufter aus Inzell dagegen erfüllte die in ihn gesetzten Erwartungen nicht: Der 26-Jährige, vor vier Jahren in Pyeongchang 29. über diese Distanz, verlor seinen Lauf gegen den Esten Marten Liiv, kam nur auf eine Zeit von 35,37 Sekunden und beendete den Wettbewerb als 26. von 30 Startern.

Joel Dufter während eines Rennens

Der deutsche Eisschnellläufer Joel Dufter