Großer Jubel in Berlin - Union zieht in die Europa League ein

Sportschau 16.05.2022 09:34 Min. Verfügbar bis 30.06.2022 Das Erste Von Stephanie Baczyk

Union Berlin - VfL Bochum 3:2

Union Berlin zittert sich gegen Bochum in die Europa League

Stand: 16.05.2022, 00:01 Uhr

Der 1. FC Union Berlin hat sich in der Fußball-Bundesliga gegen den VfL Bochum die große Chance nicht entgehen lassen und mit einem knappen Sieg die Europa League erreicht.

Der 1. FC Union Berlin gewann am Samstag (14.05.2022) am 34. Spieltag der Fußball-Bundesliga mit 3:2 gegen den VfL Bochum machte die Teilnahme an der Europa League perfekt. Durch Freiburgs Niederlage in Leverkusen sprang Union sogar noch Platz fünf.

Somit übertrafen die Berliner in ihrer dritten Saison im Oberhaus den Erfolg aus dem vergangenen Jahr, als die Mannschaft von Trainer Urs Fischer die Conference League erreicht hatte. Aufsteiger Bochum beendet die Saison auf einem respektablen 13. Platz.

Union dominant - aber nur im ersten Durchgang

Grischa Prömel beruhigte mit dem frühen Führungstreffer (5. Minute) die Nerven der Berliner im Fernduell mit dem 1. FC Köln um den Einzug in die Europa League. Schon bei einem Berliner Unentschieden hätten die Kölner mit einem Sieg in Stuttgart vorbeiziehen können. Doch Taiwo Awoniyi schickte Union mit dem zweiten Treffer (25.) per Elfmeter schon vor dem Wechsel weiter auf Kurs in Richtung Europa League.

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Awoniyi lässt Union jubeln

Simon Zoller schaffte nach dem Seitenwechsel den Anschluss für Bochum und feierte zugleich sein Tor-Comeback nach langer Verletzungspause. Nach dem Ausgleichstreffer durch Eduard Löwen (79.) begann das große Zittern an der Alten Försterei - bis Awoniyi (88.) mit dem 3:2-Siegtor für Jubel bei Union sorgte.

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Prömel trifft beim Abschiedsspiel an der Alten Försterei

Dabei musste Union mehrere Ausfälle verkraften und unter anderem auf Timo Baumgartl verzichten, der die Saison aufgrund einer Hodenkrebserkrankung vorzeitig beendet hatte. Die Mannschaft trug beim Aufwärmen rote T-Shirts mit der Zahl 25, der Trikotnummer des Innenverteidigers.

Vor dem Anpfiff verabschiedete Union unter tosendem Applaus außerdem ein Quintett aus seinen Reihen. Neben Prömel, der sich der TSG Hoffenheim anschließen wird, werden Jakob Busk, Bastian Oczipka, Anthony Ujah und Suleiman Abdullahi den Verein verlassen. Vor allem Prömel wurde von den Fans lautstark gefeiert. Und der 27-Jährige ließ die Anhänger kurz nach Beginn der Partie gleich wieder jubeln. Nach einer Flanke von Genki Haraguchi traf Prömel aus kurzer Distanz per Kopf.

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Union hatte das Spiel zunächst im Griff. Bochum war um eine Antwort bemüht, fand aber gegen konzentriert verteidigende Unioner offensiv kaum Lösungen.

Sheraldo Becker, der zuvor nach zwei Aktionen bereits liegen geblieben war, musste schließlich verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Für den Stürmer kam in der 19. Minute Sven Michel, der direkt einen Handelfmeter für die Gastgeber herausholte. Robert Tesche bekam den Schuss von Michel an den Arm. Schiedsrichter Marco Fritz zeigte nach Ansicht der Videobilder auf den Punkt, Awoniyi verwandelte.

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Nervöse Schlussphase nach Bochums Ausgleich

Wirklich gefährlich wurde in der Folge zunächst keine der beiden Mannschaften. Nach der Pause wurde Bochum etwas aktiver und Zoller gelang der Anschlusstreffer per Kopf. Awoniyi vergab die mögliche Vorentscheidung für Union und scheiterte an Esser (66.), der auch die anschließende Ecke entschärfte.

Stattdessen kam Bochum kurz vor Schluss zum Ausgleich - und der Europa-League-Einzug der Berliner geriet in Gefahr: Köln brauchte in Stuttgart zu diesem Zeitpunkt nur noch einen Treffer, um an Union vorbeizuziehen. Doch Awoniyis Siegtor kurz vor dem Ende beseitigte alle Zweifel - die "Eisernen" schafften es aus eigener Kraft ins Ziel.

Quelle: red/sid/dpa

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