Hat als sicherer Rückhalt der Freiburger überzeugt: Mark Flekken

Fußball | Bundesliga

Fußball-Bundesliga: Von Flekken bis Burkardt - Aufsteiger und Newcomer der Saison

Stand: 13.05.2022, 14:20 Uhr

Wer hat in der Bundesliga überrascht, wer ist nach oben gekommen, wer war schon top und hat nochmal einen richtigen Sprung gemacht? Die Sportschau nominiert die Aufsteiger und Newcomer der Fußball-Saison.

Von Christian Hornung

Mark Flekken, SC Freiburg: Mal ehrlich, wer hat gewusst, dass der Torwart der Breisgauer Niederländer ist? Vielen Fans in der Bundesliga wurde das erst bewusst, nachdem ihn Louis van Gaal überraschend für die Elftal nominierte - und seine ersten zwei Fußball-Länderspiele gegen Deutschland (1:1) und Dänemark (4:2) absolvierte Flekken mit Bravour. Dass Freiburg sicher europäisch spielt, ist auch mit sein Verdienst.

SC-Freiburg-Verteidiger Nico Schlotterbeck könnte gegen Eintracht Frankfurt ausfallen.

Nico Schlotterbeck

Nico Schlotterbeck, SC Freiburg: Apropos Nationalelf-Debüt. Auch Flekkens direkter Vordermann spielt jetzt regelmäßig für sein Land und hat vielleicht den größten Aufstieg aller Profis in dieser Spielzeit hinter sich. Schlotterbeck hat eine herausragende Saison in der Innenverteidigung gespielt, vier Tore erzielt und beschert seinem Verein jetzt 20 Millionen Euro Ablöse aus Dortmund.

Jeremie Frimpong jubelt nach einem Tor von Bayer Leverkusen.

Jeremie Frimpong

Jeremy Frimpong, Bayer Leverkusen: Der niederländische Blitz auf der rechten Abwehrseite hat inzwischen allen Bayer-Anhängern bewiesen, dass er die 11 Millionen locker wert war, die Leverkusen für ihn an Celtic Glasgow überwiesen hat. Mit seinem Top-Tempo überläuft er immer wieder die gegnerischen Spieler und hat mit seinen präzisen Hereingaben sechs Tore direkt vorbereitet.

Gladbachs Jonas Hofmann bejubelt seinen Treffer

Jonas Hofmann

Jonas Hofmann, Borussia Mönchengladbach: Gladbach hat insgesamt eine miserable Saison gespielt, aber neben Keeper Yann Sommer verhinderte vor allem Hofmann noch Schlimmeres. Zehn Tore und vier Assists sind persönlicher Rekord für den Offensivallrounder, dazu ist er Stammspieler bei Hansi Flick geworden - der Bundestrainer hat ihn dabei als Rechtsverteidiger völlig neu erfunden.

Anton Stach von Mainz 05

Anton Stach

Anton Stach, 1. FSV Mainz 05: Als Reporter-Sohn war der Sechser der Mainzer schon dem ein oder anderen geläufig, aber dass er es nach seinem Wechsel aus Fürth so schnell in die Nationalelf schaffen würde, überraschte dann doch. Auch seinem Coach Bo Svensson ging das offenbar etwas schnell, er erinnerte "Stachi junior" gleich nach seinem DFB-Debüt daran, dass er "aber noch ganz viel zu lernen" habe. Was nicht heißt, dass er nicht auch schon sehr viel kann, vor allem umsichtig vor der der Abwehr aufräumen und auch nach vorn Akzente setzen.

Stach, Raum, Schlotterbeck, Knauff - die Gewinner der Saison

Sportschau 12.05.2022 03:15 Min. Verfügbar bis 12.05.2023 Das Erste Von Alexander Lorenz


Hoffenheims David Raum bejubelt einen Treffer

David Raum

David Raum, TSG 1899 Hoffenheim: Auf der linken Seite hat Hansi Flick in der Nach-Jonas-Hector-Zeit einiges ausprobiert, jetzt scheint er eine Dauerlösung gefunden zu haben: Raum ist schnell, defensiv und offensiv sehr stark und schlägt auch noch hervorragende Flanken: 13 direkt aufgelegte Tore (dazu noch drei selbst erzielt) sind ein herausragender Wert für einen Außenverteidiger.

Ansgar Knauff in Jubelpose.

Ansgar Knauff

Ansgar Knauff, Eintracht Frankfurt: Dass Borussia Dortmund für diesen Spieler keine Verwendung hatte, ist eigentlich unvorstellbar, wenn man ihn nach der Ausleihe ab dem 20. Spieltag in Frankfurt - vor allem auch auf europäischer Bühne - hat auftrumpfen sehen. Der rechte Flügelspieler brachte noch mehr Tempo in das Spiel der Glasner-Elf, war auf Anhieb eine Top-Verstärkung und erzielte entscheidende Tore. Beim BVB hatte er es vorher nur auf 109 Einsatzminuten gebracht und war sogar mal in die 3. Liga abgeschoben worden.

Leipzigs Christopher Nkunku feiert sein Tor zum 1:0 gegen den 1. FC Köln

Christopher Nkunku

Christopher Nkunku, RB Leipzig: Ein Newcomer ist der französische Angreifer allenfalls bei der Équipe Tricolore, bei der ihn Coach Didier Deschamps sehr lange sehr hartnäckig ignoriert hat. Erstaunlich war die lange Zeit der Nichtbeachtung deshalb, weil der schnelle und trickreiche Stürmer nicht nur Tore am Fließband schießt (20 in dieser Saison), sondern auch noch ein herausragendes Auge für seine Nebenleute hat: 15 Assists machen ihn jetzt auch für die ganz reichen Klubs wie Paris St. Germain interessant.

Anthony Modeste, 1. FC Köln, trägt das Trikot mit der Aufschrift 'Stop War'

Anthony Modeste

Anthony Modeste, 1. FC Köln: Schnell über die Außen und dann die Kugel in die Mitte Richtung Modeste befördern - das Erfolgsrezept der Kölner klingt sehr simpel, und doch hat es kaum ein Gegner geschafft, es wirksam zu verteidigen. 19 der 51 FC-Tore erzielte Modeste, es gibt in der Bundesliga keine größere Abhängigkeit eines Klubs von einem Spieler - doch der Einzug ins europäische Geschäft zeigt, dass die Kölner mit dem Fokus auf Modeste alles richtig gemacht haben.

Bochums Sebastian Polter

Sebastian Polter

Sebastian Polter (VfL Bochum): Von Union Berlin schon für untauglich befunden und zu Fortuna Sittard abgeschoben - da verstand auf Anhieb nicht jeder in Bochum, warum der VfL Polter beim niederländischen Provinzklub ausgrub. Doch der lange Mittelstürmer erwies sich nicht nur wegen der Langzeitverletzung von Simon Zoller als extrem sinnvolle Verpflichtung. Seine zehn Tore trugen zu der Klasse-Saison des VfL ebenso bei wie seine Fähigkeit, vorne Bälle festzumachen und so seiner Mannschaft Zeit zum Durchatmen und Nachrücken zu verschaffen.

Jonathan Burkardt

Jonathan Burkardt

Jonathan Burkardt, 1. FSV Mainz 05: Noch wartet Hansi Flick mit dem A-Elf-Debüt von Burkardt, doch das ist sicher nur eine Frage der Zeit: In der U-21-Nationalelf spricht Burkardts Quote mit neun Toren in 18 Spielen eine klare Sprache. Der ebenso kräftige wie schnelle Mittelstürmer ist ein Rohdiamant, der in dieser Saison noch viel liegen ließ und trotzdem auf elf Treffer und drei Assists kam. Sein Weg zu einem Spitzenklub scheint vorgezeichnet, in Dortmund gilt er als ein möglicher Nachfolge-Kandidat für Erling Haaland.

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