Torjubel beim CFC.

Fußball | Regionalliga Chemnitzer FC besiegt Viktoria Berlin im Schneegestöber

Stand: 25.11.2023 15:48 Uhr

Bei wildem Schneetreiben hat es der Chemnitzer FC geschafft und die Berliner Viktoria besiegen können. Im Mittelpunkt stand dabei unfreiwillig auch der Schiedsrichter, der zwei Strafstöße gab und einen zurücknahm.

Der Chemnitzer FC hat nach zwei Niederlagen in Folge, darunter der späte Nackenschlag im Nachholsspiel gegen Altglienicke unter der Woche, wieder gewinnen können. Im Schneetreiben und bei teilweise wenig Fußball konnten die Himmelblauen gegen die Berliner Viktoria gleich zwei Mal vom Punkt treffen und letztlich einen 2:1-Sieg einfahren.

Chemnitzer FC besiegt Viktoria Berlin

Schläfriger Start beider Mannschaften

Auf schwierigem Geläuf taten sich beide Mannschaften von Beginn an sehr schwer ihre fußballerischen Qualitäten zu zeigen. Die Schneedecke sorgte dafür, dass Kurzpassspiel beinahe unmöglich war und der Ball bei Dribblings nicht am Fuß bleiben wollte. Die Viktoria verstand etwas schneller, dass hohe Bälle helfen können und kam so nach einer guten halben Stunde zur ersten nennenswerten Aktion der Partie: Julien Damelang konnte sich nach einem hohen Steckpass irgendwie gegen Lihsek durchsetzen und stand plötzlich frei vor Keeper Stanley Birke, der wieder für David Wunsch ins Team gekommen war. Der Rechtsaußen der Viktoria schaffte es jedoch nicht, den Ball zu platzieren, sodass sein Schuss genau auf Birke landete.

Im Bild: Tor für Chemnitz, Dejan Bozic (11, Chemnitz) trifft per Strafstoß zum 1:0.

Dejan Bozic erzielte das 1:0 per Strafstoß.

Viel mehr passierte in der ersten Hälfte nicht, bis zur 42. Spielminute: Nach einem CFC-Freistoß von der Mittellinie flog der Ball eigentlich ungefährlich durch den Sechzehner. In der Nähe des Balles kreuzten sich jedoch die Wege von Aidan Liu und Robert Zickert, wobei letztgenannter zu Fall kam und Chris Rauschenberger unter starken Protesten der Berliner auf Strafstoß entschied. Dejan Bozic war das egal. Der wiedergenesene Stürmer verwandelte zum 1:0 (42.).

Strafstöße - auf beiden Seiten?

Im zweiten Durchgang drückten die Gäste dann zunehmend auf den Ausgleich, was auch den CFC dazu animierte, etwas mehr am Fußballspiel teilzunehmen. Chancen blieben Mangelware, stattdessen stand nach 67 Minuten erneut Schiedsrichter Rauschenberger im Mittelpunkt. Nach einer Grätsche im Strafraum blieb Verteidiger Zickert mit weit von sich gestreckten Armen am Boden liegen, an die der Ball im Anschluss langsam rollte, sodass sich Rauschenberger zunächst auf Handelfmeter festlegte. Nach kurzer Absprache mit seinem Assistenten revidierte er jedoch seine Entscheidung und setzte das Spiel mit Schiedsrichter-Ball fort.

Im Bild v.l.: Berk Inaler (6, Viktoria) und Tobias Müller (38, Chemnitz).

Kapitäne im Duell: Tobias Müller ist vor Berk Inaler am Ball.

Stattdessen durften die Chemnitzer auf der anderen Seite wenig später erneut vom Punkt jubeln. Nach einem langen Ball von Lukas Stagge stand Stanley Keller im Strafraum plötzlich sehr frei, wo Meisour Mohamed noch versuchte dazwischen zu kommen, dem Chemnitzer aber eher ungestüm in die Hacken rannte. Diesmal war es Leon Damer, der sich den Ball schnappte und kompromisslos links oben zum 2:0 (76.) einschweißte.

Wütende Berliner rannten danach weiter in Richtung CFC-Tor und schafften es nach einer Ecke zumindest noch den Anschluss zu erzielen. Zum wiederholten Male stand Fatih Baca am kurzen Pfosten ganz frei, diesmal landete sein Kopfball zum 2:1 (83.) im hinteren Eck. Das Powerplay ließ daraufhin zwar nicht nach, bis auf eine gute Schussmöglichkeit (90.+4) für Kapitän Inaler kam jedoch nicht viel zustande, sodass die Chemnitzer am Ende jubeln konnten.

pka