Die Spieler von Manchester City jubeln über den Sieg im Elfmeterschießen des UEFA Supercups gegen Sevilla

Champions-League-Sieger setzt sich durch Elfmeter-Krimi - Manchester City holt sich Europas Super Cup

Stand: 16.08.2023 23:41 Uhr

Der Champions-League-Sieger bezwingt den Europa-League-Champion: Nach einem Elfmeter-Krimi in Piräus hat sich Manchester City am Mittwochabend (16.08.2023) im Stadion Georgios Karaiskakis vor 33.000 Zuschauern gegen den FC Sevilla Europas Super Cup geholt.

Beim 5:4 im Elfmeterschießen knallte Sevilla-Verteidiger Nemanja Gudelj den letzten der zehn Schüsse an die Latte. Nach der regulären Spielzeit hatte es 1:1 gestanden. City-Coach Pep Guardiola setzte damit seinen Siegeszug fort: In der vergangenen Saison hatten seine "Cityzens" das Triple aus Meisterschaft, nationalem Pokal und Königsklasse gewonnen.

Gündogan freut sich mit den Ex-Kollegen

Trotz des Erfolgs wurde aber eines deutlich. Der Abgang von Ilkay Gündogan und der langfristige Ausfall von Spielmacher Kevin De Bruyne sind offenbar auch für die Überflieger von der Insel nicht so einfach zu verkraften. "Ich bin glücklich, die Jungs wieder feiern zu sehen", twitterte Gündogan, den es zum FC Barcelona gezogen hat.

Der neue City-Kapitän Kyle Walker, der von Bayern München umworben wird, erklärte bei "TNT Sports": "Gute Mannschaften nutzen die Fehler der anderen aus. Den Pokal zu gewinnen und in Citys Trophäenschrank zu stellen, ist ein sehr gutes Gefühl."

Bono in seinem vielleicht letzten Sevilla-Spiel

Sevilla war zwar klarer Außenseiter, begann die Partie aber erfrischend mutig. Doch die ersten beiden Großchancen hatten die Engländerr. In der 8. Minute landete die scharfe Linksflanke von Cole Palmer auf dem Kopf von Nathan Aké, doch Bono im Sevilla-Tor parierte glänzend.

Der Keeper, der angeblich vor einem Wechsel zu Neymars neuem Klub Al-Hilal in Saudi-Arabien steht, war auch neun Minuten später wieder zur Stelle, als er einen Distanzschuss von Jack Grealish gerade noch am Pfosten vorbei lenken konnte.

Erste Chance, erstes Tor

Ausgerechnet Bono war dann in der 25. Minute der Iniator der ersten echten Chance für die Andalusier. Mit einem Steilpass über das halbe Spielfeld hinweg bediente der Torhüter den spielstarken Lucas Ocampos, der Marcos Acuña auf dem linken Flügel in Szene setzte. Dessen Flanke köpfte Goalgetter Youssef En-Nesyri mit maximaler Wucht unhaltbar für Ederson ins linke untere Eck - die 1:0-Führung fast aus dem Nichts.

City antwortete weiter mit viel Ballbesitz und klarer Vorherrschaft im Mittelfeld, aber ohne das von Trainer José Luis Mendilibar brillant abgestimmte Defensiv-Bollwerk von Sevilla vor allzu große Probleme zu stellen.

Ederson hält City im Spiel

City hatte Riesenmühe, sich weitere Torgelegenheiten herauszuspielen und kurz nach Wiederanpfiff sogar Glück, nicht die mögliche Vorentscheiidung zu kassieren. Nach einem Konter erneut über Ocampos tauchte En-Nesyri wieder frei vor Ederson auf, der per Fußabwehr das 0:2 verhinderte.

Danach wurde Sevilla aber etwas zu passiv in der Vorwärtsbewegung, fand kaum noch Entlastung und ließ eine Angriffswelle der "Skyblues" nach der anderen über sich ergehen. Rodri, der schon im Champions-League-Finale am 10. Juni gegen Inter Mailand den Unterschied gemacht hatte, flankte in der 63. Minute gefühlvoll auf Palmer, der über Bono hinweg zum 1:1 ins lange Eck einköpfte.

En-Nesyri vergibt die nächste Chance

Sevilla schien zu bemerken, dass der komplette Rückzug dann doch nicht die richtige Taktik sein kann und setzte wieder mal einen Gegenakzent. Die Protagonisten blieben die gleichen wie in der 50. Minute, auch die Spielszene war eine Kopie: En-Nesyri kam nach einem Pass in die Tiefe zum Abschluss, Ederson parierte glänzend.

Danach standen beide Abwehrreihen wieder besser, trotz Dauerdruck von City dauerte es bis in die 90. Minute, ehe Aké die nächste Kopfballchance hatte. Aus kurzer Distanz bekam der Holländer aber nicht genug Druck hinter den Ball, sodass Bono sein Team ins Elfmeterschießen retten konnte.