Leipzig profitiert von Überzahl und tankt Selbstvertrauen

Sportschau 10.01.2022 10:43 Min. Verfügbar bis 30.06.2022 Das Erste Von Gerd Gottlob

RB Leipzig - FSV Mainz 05 4:1

Leipzig siegt gegen Mainz und fürs Selbstvertrauen

Stand: 10.01.2022, 00:00 Uhr

RB Leipzig hat nach der enttäuschenden Hinrunde zum Jahresauftakt in der Fußball-Bundesliga gegen den 1. FSV Mainz 05 die anvisierte Trendwende eingeleitet.

Die Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco gewann am Samstag (08.01.2022) in Überzahl gegen Mainz mit 4:1 (1:0). Mit nun 25 Punkten befreite sich RB aus der unteren Tabellenhälfte und rückte so zumindest vorerst wieder ein Stück näher an die europäischen Plätze heran.

Die Tore für RB Leipzig erzielten André Silva per Doppelpack (21. Minute per Handelfmeter/61.), Dominik Szoboslai (48.) und Christopher Nkunku (58.). Für die Gäste traf Jae-Sung Lee (57.) zum zwischenzeitlichen Anschluss. Robin Hack sah bei den Gästen zudem die Rote Karte (20.).

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Viele Ausfälle bei Leipzig

Leipzig musste mit einer stark dezimierten Mannschaft beginnen. Dani Olmo, Nordi Mukiele und Benjamin Henrichs fehlten aufgrund von Corona-Infektionen, Ilaix Moriba und Amadou Haidara weilen beim Afrika-Cup. Und Konrad Laimer, Marcel Halstenberg und Emil Forsberg fehlten verletzt. Letztgenannter gab sich für die Rückrunde dennoch optimistisch: "Wir haben einen Trainer, der einen klaren Plan hat."

Der Plan von Domenico Tedesco war allerdings in den ersten 20 Minuten kaum zu erkennen - oder die energisch auftretenden Mainzer erstickten diesen im Keim.

Hilfestellung von Hacks Hand

Hilfe kam von Hack, als dieser einen Schuss von Silva kurz vor der Torlinie mit der Hand klärte und daraufhin vom Feld musste. Leipzig bekam einen Strafstoß zugesprochen. Silva schnappte sich den Ball - und verwandelte sicher. Leipzigs Trainer Tedesco erkannte dies nach der Partie als spielentscheidende Szene: "Die Rote Karte, da brauchen wir nicht drumherumreden, hat natürlich geholfen. Wenn es die nicht gegeben hätte, steht es trotzdem 1:0 für uns, weil der Ball ins Tor gegangen wäre."

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Das Tor hatte auf das Spiel keinen positiven Effekt. Leipzig fiel weiterhin wenig ein, Mainz spielte in Unterzahl nicht mehr ganz so mutig. Teilweise stand das Spiel komplett.

Nkunku-Einwechslung bringt die Wende

Tedesco reagierte und brachte Top-Scorer Nkunku zu Beginn der zweiten Halbzeit. Der mit sieben Treffern und sieben Vorlagen gefährlichste Offensive der Leipziger in der Hinrunde hatte nach überstandener Corona-Infektion zunächst nur auf der Bank gesessen.

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Der Wechsel funktionierte sofort. Nkunku startete über die rechte Seite durch, legte zu Szoboszlai durch und der ungarische Nationalspieler drosch den Ball in den Winkel.

Lees Anschluss sorgt nur kurz für Spannung

Das Tor schien Mainz geknackt zu haben, Leipzig hatte nun deutlich mehr Zugriff auf das Spiel. Josko Gvardiol (56.) hatte das dritte Tor auf dem Fuß, doch sein Dropkick flog knapp über die Latte.

Kurz darauf traf Lee aus dem Nichts zum Anschluss. Allerdings hatte Leipzig Nkunku - und der sorgte nur 62 Sekunden später wieder für den alten Abstand. Drei Minuten später legte der Franzose auch noch Silva sein zweites Tor des Tages auf.

Leipzig muss nach Stuttgart, Mainz gegen Bochum

Die Leipziger müssen am nächsten Spieltag zum VfB Stuttgart (Samstag, 15.01.2022, 15.30 Uhr). Mainz empfängt ebenfalls am Samstag (15.30 Uhr) den VfL Bochum.

Quelle: dpa/sid

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