Jonas Nietfeld im Luftkampf gegen den SC Verl

Fußball | 3. Liga HFC im Kellerduell in Freiburg: Mit Nietfeld zur Lufthoheit?

Stand: 28.11.2023 08:00 Uhr

Die Kulisse dürfte bescheiden sein: Aber für den Halleschen FC geht es im kleinen Geisterspiel am Dienstag (19:00 Uhr) beim SC Freiburg II um sehr viel. Beim Tabellenvorletzten soll gepunktet werden. Ob mit oder ohne den Kapitän. Ein Nichtabstiegsplatz wäre der Lohn.

Viel symbolischer konnte es nicht werden: Als der Hallesche FC den Bus gen Süden packte, war im Hintergrund eine Sirene zu hören. Alarmstimmung herrscht so langsam auch beim Fußball-Drittligisten. Nach den jüngsten beiden Niederlagen rutschte der HFC in die Abstiegszone. Gelegenheit, diese zu verlassen, bietet sich schon am Dienstag: Mit dem Nachholspiel beim Vorletzten SC Freiburg II (19:00 Uhr/Live-Ticker und Audiostream in der SpiO-App). Ein Remis würde schon genügen.

Süd-Trip für den Halleschen FC: Mit der Bahn nach Freiburg

Vize-Kapitän Landgraf wieder im HFC-Kader

Trainer Sreto Ristic, der das 0:2 am Sonnabend gegen Saarbrücken konsterniert verfolgte, begrüßte am Montag einen Rückkehrer: Verteidiger Niklas Landgraf marschierte lächelnd zum Bus. Er soll nach rund zwei Monaten Pause wegen einer Bänderverletzung im Knie in Freiburg zumindest wieder in den Kader rutschen. Zur Freude seines Trainers: "Er hilft uns alleine schon durch seine Anwesenheit. Er ist einer unserer Kapitäne. Wir sind froh, dass er wieder zurück ist."  Er sei noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte, für ein paar Minuten könnte es aber reichen, so Ristic im "Sport im Osten"-Interview.

Kreuzer hat Chemotherapie abgeschlossen

Gute Nachrichten gab es auch von einem weiteren Führungsspieler: Der an Hodenkrebs erkrankte Niklas Kreuzer hat die Chemotherapie abgeschlossen. Das teilte der HFC am Montag mit. Nun stünde die finale Untersuchung an.

Lofolomo drei Partien gesperrt

Ristic muss im Breisgau die Abwehr umbauen: Nach seinem heftigen Tritt am Sonnabend gegen den Ex-Jenaer Julian Günther-Schmidt muss Enrique Lofolomo drei Spiele aussetzen. Das gab der DFB am Montag bekannt.

Kapitän Nietfeld wieder in der Startelf?

Damit könnte ausgerechnet Kapitän Jonas Nietfeld wieder zum Zuge kommen. Den hatte Ristic gegen Saarbrücken erstmals in seiner HFC-Laufbahn auf die Ersatzbank befördert. NIcht zur Freude des 29-Jährigen. Ristic sah im Vorfeld die Kapitänsrolle für Nietfeld kritisch: "Ich hatte das Gefühl, dass es einfach zu viel ist, er es zu viel an sich reißt und dadurch ein bisschen verkrampft." Zuletzt hatte Nietfeld an seine sehr guten Rückrundenleistungen nicht anknüpfen können.

HFC-Trainer Ristic: "Den Lösungsansatz haben wir nicht"

Nach Freiburg fährt zwar der HFC-Bus mit dem Equipment, das Team aber reist mit dem Zug in den Breisgau: "Wir wissen nicht, was auf den Straßen los ist, und setzen auf die deutsche Bahn", sagt Ristic, der drei Punkte an der Dreisam anpeilt. Den Kontrahenten, in der vergangenen Saison noch Zweiter von oben und nicht von unten, skizziert er so: "Es ist ein Gegner, der schwer angeschlagen ist, der wenig Punkte geholt hat, aber wir können auch keine Freudensprünge machen". Sie würden sich über "Ballbesitz definieren, tun sich schwer mit Toreschießen und kriegen auch einige Tore."

Vorjahreszweiter Freiburg spürt den Aderlass

Freiburg II hat heftige Abgänge zu verkraften: Unter anderem hält Torwart Atubolu jetzt in der SCF-Bundesliga-Mannschaft, dazu sind vier Akteure in die 2. Liga gewechselt, so auch Torjäger Vermeij (Düsseldorf).

Vincent Vermeij und Tim Schreiber

Freiburg fehlt einer wie Vincent Vermeij, der hier vor Ex-HFC-Keeper Tim Schreiber (re.) köpft.

In der Luft: Ristic sucht Lösungen

Gegen Saarbrücken kassiert Halle zuletzt zwei Kopfballtore. Ristic weiß um die Problematik: "Das wiederholt sich immer wieder. Wir versuchen es anzupassen, haben jetzt aber auch nicht DEN Lösungsansatz. Größere Spieler im Kader haben wir nicht." Es gehe aber auch darum, im Strafraum mit Körperkontakt zu agieren. Dafür habe man eigentlich die Qualität. Einer, der als kopfballstark gilt, ist Kapitän Nietfeld.

Kai Bruenker (FCS, 9) Kopfball zum 0:1 im Fußballlspiel Hallescher FC - 1.FC Saarbruecken

Gegen Saarbrücken lag Halle auch noch durch einen Kopfball des Ex-Magdeburgers Kai Brünker hinten.

Ein paar Tage im Süden

Der HFC bleibt nach der Partie im Süden und reist danach in die Sportschule Oberhaching. Am Freitag geht es im Nachbarort Unterhaching weiter. Die Rückreise würden die Rot-Weißen am liebsten mit sechs Souvenirs im Form von Punkten antreten.

Verteidiger Vollert und der HFC im Süden: "Das ist keine Klassenfahrt"

cke