Dramatische Schlussphase in Dortmund - Hertha muss in die Relegation

Sportschau 16.05.2022 09:35 Min. Verfügbar bis 30.06.2022 Das Erste Von Jürgen Bergener und Torsten Winkler

Borussia Dortmund - Hertha BSC 2:1

BVB schießt Hertha BSC in die Relegation

Stand: 16.05.2022, 00:01 Uhr

Hertha BSC muss um den Verbleib in der Fußball-Bundesliga zittern. Nach einer 1:2 (1:0)-Niederlage im Bundesliga-Finale bei Borussia Dortmund muss Berlin in die Relegation.

Von Sebastian Hochrainer

Ishak Belfodil sorgte per Foulelfmeter für die Berliner Führung (18. Minute). Ebenfalls vom Punkt traf Erling Haaland zum 1:1 (68.), Youssoufa Moukoko erzielte den Dortmunder Siegtreffer (84.). Mit 33 Punkten rutscht Hertha wegen des Sieges des VfB Stuttgart gegen den 1. FC Köln beim Bundesliga-Finale in der Tabelle auf Relegationsplatz 16.

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Berliner Elfmeter am Monitor

Der BVB startete dominant in die Partie und hatte überwiegend den Ball, konnte sich gegen stark verteidigende Herthaner aber nicht entscheidend durchsetzen. Und dann wurde es im Dortmunder Strafraum plötzlich spannend. Nach einem Foul von Dan-Axel Zagadou an Belfodil gab es nach Ansicht der Videobilder Elfmeter für Berlin. Der Gefoulte trat selbst an und traf zur Führung (18.).

Im Anschluss änderte sich nichts am Spielverlauf. Dortmund ließ den Ball zirkulieren und setzte sich in der Berliner Hälfte fest, in den Strafraum drängte der BVB aber nie. Erst in der Nachspielzeit der ersten Hälfte musste Hertha-Keeper Marcel Lotka erstmals eingreifen. Eine Flanke von Zagadou wurde immer länger und wäre ohne den Einsatz des 20-Jährigen, der dabei gegen den Pfosten knallte, im langen Eck gelandet.

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BVB bestimmt das Spiel, Hertha die Duelle

Es war eine einseitige Partie, Dortmund war zu über 70 Prozent in Ballbesitz. Aber Hertha gewann knapp 55 Prozent der Zweikämpfe - und vor allem nahezu alle wichtigen. Es war offensichtlich, dass es für Berlin um den Klassenerhalt ging, während bereits feststand, dass der BVB die Saison als Zweiter beenden wird.

Doch dem Team von Trainer Marco Rose lag trotzdem viel daran, dieses letzte Spiel der Saison erfolgreich zu gestalten. Nach 44 Jahren im Verein wurde Sportdirektor Michael Zorc vor der Partie verabschiedet, außerdem auch Ex-Kapitän Marcel Schmelzer, der 17 Jahre lang das BVB-Trikot getragen hatte.

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Magaths Taktik geht auf - Hertha bricht dann aber doch ein

Doch Hertha-Trainer Magath fand die Mittel, um die Abschiedsfeier der Dortmund-Idole vorerst zu vermiesen. Seine Mannschaft kämpfte um jeden Zentimeter und zeigte damit genau die Tugenden, die es im Abstiegskampf braucht. Alles verhindern konnte Hertha aber nicht. Und so brauchte es auch eine Portion Glück, dass Marco Reus frei vor Lotka die größte Torchance vergab (52.).

Auch Haaland hatte die Berliner Defensive gut im Griff. Erst in der 62. Minute hatte der Norweger, der in der kommenden Saison bei Manchester City spielen wird, seinen ersten Abschluss, verfehlte das gegnerische Tor aber deutlich. Doch dann erhielt Haaland dank des Videobeweises eine noch viel größere Chance auf seinen Abschiedstreffer. Marvin Plattenhardt sprang der Ball im Hertha-Strafraum an die Hand und es gab Elfmeter - den Haaland zum 1:1 verwandelte (68.).

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Dortmund will den Sieg

Dortmund drückte jetzt auf den Sieg, Hertha konnte sich kaum noch aus der Umklammerung der Gastgeber befreien. Berlin wirkte aufgrund des unerbittlichen Kampfes in den ersten 70 Minuten müde, weitere BVB-Treffer schienen nur eine Frage der Zeit.

Haaland vergab in der 74. und 76. Minute per Kopf Gelegenheiten auf das 2:1. Doch dann sorgte Youngster Moukoko für die Dortmunder Erlösung. Mit seinem ersten Ballkontakt erzielte der kurz zuvor eingewechselte BVB-Stürmer das 2:1 (84.). Stevan Jovetic vergab kurz vor Schluss die Chance auf den Berliner Ausgleich und die Rettung (90.).

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