Wasserspringen: Hausding steckt Patzer perfekt weg

Patrick Hausding beim Sprung

Finals 2021

Wasserspringen: Hausding steckt Patzer perfekt weg

Rekordeuropameister Patrick Hausding hat sich von seinem dicken Patzer im Synchronspringen gut erholt gezeigt und den Einzel-Titel vom 3-Meter-Brett gewonnen.

Der 32 Jahre alte Berliner setzte sich am Samstag (05.06.2021) mit 542,25 Punkten vor dem EM-Dritten Martin Wolfram (Dresden/519,90) durch. Beide Wasserspringer haben sich dadurch endgültig das Startrecht für Olympia in Tokio gesichert.

"Wie eine Katze" ins Wasser geplumpst

Am Freitag war Hausding mit Partner Lars Rüdiger im Synchron-Finale nur auf Platz drei gesprungen. Der Olympia-Dritte bekam beim dreieinhalbfachen Auerbachsalto im Flug ein Bein nicht zu packen, er kam ins Trudeln und plumpste "wie eine Katze" (Bundestrainer Lutz Buschkow) ins Wasser. 

Wasserspringen - das Finale der Männer vom 3-Meter-Brett Sportschau 05.06.2021 42:07 Min. Verfügbar bis 05.06.2022 Das Erste

"Wir konnten von Glück reden, dass der Sprung noch gewertet wurde", sagte Hausding hinterher. Dadurch landeten die Europameister in der Addition von Vorkampf und Finale noch vor den Konkurrenten und dürfen in Tokio um die Medaillen kämpfen.

"Fehler schnell abgehakt"

"Den Fehler von gestern habe ich schnell abgehakt, denn sowas passiert mir nicht alle Tage - da bin ich entspannt", sagte Hausding am Samstag im ZDF. "Ich habe hier auf jeden Fall sehr gute Motivation für Olympia gesammelt, nachdem bei den Europameisterschaften mein Einzelwettkampf ja sehr schwach war. Aber ich weiß, dass ich immer noch in der Lage bin, ganz oben mitzuspringen."

Hentschel/Punzel nicht zu schlagen

Im Synchronspringer der Frauen vom Dreier gab es den erwarteten Favoritensieg: Tina Punzel und Lena Hentschel, die im Einzelwettbewerb Gold und Silber geholt hatten, sprangen mit 330,84 Punkten einen enormen Vorsprung auf Jennifer Li Orlowski und Julia Deng (265,35) heraus.

Wasserspringen - Synchronspringen der Frauen vom 3-Meter-Brett Sportschau 05.06.2021 23:06 Min. Verfügbar bis 05.06.2022 Das Erste

Knapp war der Kampf um die Plätze zwei bis vier: Hinter Li Orlowski und Deng sicherten sich Thalea Paschel und Jette Müller mit knapp vier Zählern weniger die Bronzemedaille. Jana-Lisa Rother und Saskia Oettinghaus verpassten das Podium nur hauchdünn mit zwei Punkten Rückstand.

sid/dpa/red | Stand: 05.06.2021, 16:58

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