Skiflug-Finale in Planica - die Zusammenfassung

Sportschau 27.03.2022 06:04 Min. Verfügbar bis 27.03.2023 Das Erste

Skifliegen | Weltcup

Skispringen: Norweger Lindvik gewinnt Skiflug-Finale - Geiger 16.

Stand: 27.03.2022, 11:46 Uhr

Bei den slowenischen Festspielen in Planica hat ein Norweger das letzte Ausrufezeichen gesetzt. Am Tag des Rücktritts von Severin Freund war wieder einmal Karl Geiger bester Deutscher.

Von Dirk Hofmeister

Die deutschen Skispringer um den Weltcup-Gesamt-Zweiten Karl Geiger sind auch am letzten Tag des Skiflug-Weltcups im slowenischen Planica nur teilweise ins Fliegen gekommen. Am Sonntag (27.03.2022), der vom Rücktritt des früheren Weltcup-Gesamtsiegers Severin Freund überstrahlt wurde, schafften es die DSV-"Adler" nicht in die Top 10. Bester Deutscher wurde Geiger als 16., der damit auch die letzte theoretische Chance auf den Gewinn des Gesamt-Weltcups nicht nutzen konnte.

Jubel bei Kobayashi, Lindvik und Jelar

Über den Tagessieg jubelte der Norweger Marius Lindvik, den Gesamt-Weltcup sicherte sich der Japaner Ryoyu Kobayashi als Achter, die kleine Kristallkugel des Skiflug-Weltcups ging an den Slowenen Ziga Jelar.

Bei perfekten äußeren Bedingungen mit Sonnenschein, blauem Himmel und ausgelassener Stimmung vor rund 10.000 Fans setzte Skiflug-Weltmeister Marius Lindvik das letzte Ausrufezeichen eines langen Winters mit 40 Weltcupspringen. Der Norweger gewann das Saisonfinale mit Weiten auf 241,5 Meter und 245,5 Meter. Damit setzte er sich gegen und den Japaner Yukiya Sato und Peter Prevc auf den Plätzen zwei und drei durch. Die von den Planica-Veranstaltern angekündigten 250-Meter-Sprünge und einen neuen Weltrekord schaffte allerdings keiner der Springer.

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Kobayashi reicht Rang acht zur großen Kugel

Im Kampf um die große Kristallkugel des Skisprung-Weltcups reichte dem Japaner Kobayashi ein neunter Platz (235,5 Meter/230,5 Meter), um sich gegen Karl Geiger durchzusetzen. In der Endabrechnung hat der 25-Jährige damit mehr als 100 Punkte Vorsprung auf Geiger. Der Deutsche, der am Samstag noch enttäuscht sagte, "bei den Big Points bin ich so oft Zweiter geworden, aber gewonnen habe ich noch nicht so oft", darf sich zum zweiten Mal nach 2019/20 über den zweiten Platz in der Saisonabrechnung freuen.

Geiger knapp unter eigenem Rekord

Karl Geiger war wie so oft in dieser Saison erneut der beste Deutsche. Nach 225 Metern im ersten Durchgang flog er im Finale auf starke 242 Meter. Damit blieb er zwar 1,5 Meter unter seinem persönlichen Rekord, beendete die Saison aber versöhnlich und mit einem Winken ins weite Rund.

Die Planica-Hymne, die bei Sprüngen auf mindestens 230 Meter ertönt, ließ auch Andreas Wellinger im Finale erklingen. Der Ruhpoldinger flog auf 223 und 230 Meter und beendete die Saison damit als 18.

Freund verabschiedet sich mit 215 Metern

Die anderen fünf deutschen Springer landeten jenseits der Top 20 - freuen konnten sie sich allesamt über eine Steigerung im zweiten Durchgang.

Constantin Schmid (210 Meter/223 Meter) und Markus Eisenbichler (209,5 Meter/220 Meter) kamen auf die Ränge 23 und 24, Stephan Leyhe (204,5 Meter/208 Meter) und Severin Freund (190,5 Meter/215 Meter) wurden beim Saisonfinale 27. und 28. - Freund flog dabei beim letzten Springen seiner Karriere noch einmal über die 200-Meter-Marke.

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Horngacher: "Lächelndes und weinendes Auge"

Bundestrainer Stefan Horngacher sagte nach dem Wettkampf in der Sportschau, er hätte ein "lächelndes und ein weinenden Auge" nach der Saison: "Zum Schluss ist es uns leider nicht mehr so gelungen, wie wir es uns vorgestellt haben. Die Jungs haben gekämpft, aber wir sind ein bisschen weg beim Skifliegen." Insgesamt können man aber zufrieden sein mit dem Winter: "Das müssen wir jetzt in Ruhe analysieren. Aber es war eine gute Saison. Wir haben einige Medaillen geholt. Wir können zufrieden rausgehen."

Deutsches Team Dritter im "Nations Cup"

Immerhin konnten die Deutschen zum Saisonfinale noch einen kleinen Erfolg feiern: Im "Nations Cup", dem Mannschafts-Gesamt-Weltcup, verteidigte das deutsche Team den dritten Rang mit 5.389 Punkten knapp vor Norwegen (5.360 Punkte). Den Sieg sicherte sich Österreich (5.789 Punkte) knapp vor den am Final-Wochenende starken Slowenen (5.742 Punkte).

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