Belgien – Das Fenster für Titel schließt langsam 

Teaserbild für die Nationalmannschaft: Belgien

Belgien bei der Euro 2020

Belgien – Das Fenster für Titel schließt langsam 

Das jahrelange Geheimfavoriten-Dasein ist beendet, der WM-Dritte von 2018 ist erklärter Titelaspirant. Und das zu Recht: Seit über einem Jahr lächelt Belgien vom Thron der FIFA-Weltrangliste auf die Konkurrenz. Dieser Status soll sich nun schleunigst in Titeln widerspiegeln, denn die "Goldene Generation" der Starspieler überschreitet langsam ihren Zenit. Wissenswertes zu Belgien.

Bisherige EM-Teilnahmen

Anzahl5
Größte ErfolgeEM-Finale 1980 (1:2 gegen Deutschland verloren)
Letzte EM (2016 in Frankreich)Aus im Viertelfinale 2016 gegen Wales (1:3)

Der Weg zur EURO 2020

Keine Nationalmannschaft spielte eine bessere Qualifikation als Belgien: Zehn Siege aus zehn Spielen bei beeindruckenden 40:3 Toren bescherten den "Roten Teufeln" in Gruppe I einen ungefährdeten ersten Platz. Die Belgier gewannen jedes ihrer Spiele mit mindestens zwei Toren Vorsprung und gerieten nur ein einziges Mal während der gesamten Qualifikation in Rückstand. In einer Gruppe, in der die stärksten Kontrahenten Russland, Schottland und Zypern lauteten, ist dieses Ergebnis zwar erwartbar gewesen, das Resultat beeindruckt dennoch.

Der Schlüsselspieler: Kevin De Bruyne

Manchester Citys Kevin De Bruyne

Manchester Citys Kevin De Bruyne

Aus einer Mannschaft voller Stars und Talente sticht der Spielmacher von Manchester City besonders heraus. Vergangene Spielzeit wurde De Bruyne als Premier-League-Spieler der Saison 19/20 ausgezeichnet, diese Saison gewann er mit City die englische Meisterschaft und führte das Team ins erste Champions-League-Finale der Vereinsgeschichte. Der offensive Mittelfeldspieler ist unheimlich stark im Dribbling und ballsicher, weshalb er Gegner binden kann und dadurch freie Räume für Mitspieler wie Romelu Lukaku schafft. Gleichzeitig geht er auch selbst den Weg in die Spitze und hat eine brandgefährliche Schusstechnik. 

Der Trainer: Roberto Martínez

Belgiens Nationaltrainer Roberto Martínez ist aufgebracht

Belgiens Nationaltrainer Roberto Martínez ist aufgebracht

Er ist der Kopf hinter der "besten Generation in der Geschichte des belgischen Fußballs", wie er selbst betont. Aufsehen erregte Martínez 2013: Mit Wigan Athletic gewann er den FA-Cup, stieg jedoch in der gleichen Saison aus der Liga ab. Etwas überraschend trat er 2016 die Nachfolge von Marc Wilmots in der Nationalmannschaft an – mittlerweile ist der Vertrag bis 2022 verlängert. Die WM 2018 in Russland, Martínez' erstes großes Turnier, endete mit Rang drei für den damaligen Geheimfavoriten. Er gilt als sehr taktikversierter Trainer, der mit der belgischen Nationalmannschaft meist einen offensiven Ballbesitzfußball spielt.

Kader und mögliche Startelf

Die mögliche Aufstellung der Nationalmannschaft von Belgien

Die Sportschau-Prognose

Jetzt oder nie! Nichts Geringeres als den EM-Titel strebt man in Belgien an. Besonders die Offensive um Kevin De Bruyne, Eden Hazard und den belgischen Rekordtorschützen Romelu Lukaku macht Lust auf torreiche Spiele - allzu viele gemeinsame Turniere werden die drei nicht mehr bestreiten. In der Abwehr fehlt es dem Kader dagegen an Breite, das könnte im Verlauf des Turniers zum Problem erden. Dennoch hat man alle Qualitäten, um gegen die Großen zu bestehen und wird das schon früh zeigen müssen: Im Viertelfinale droht Italien, danach Frankreich. Bleibt man konstant und fokussiert, ist das Finale dennoch möglich. 

Termine und Gruppe

Gruppe BGegnerSpielortÜbertragung
Samstag, 12. Juni, 21 UhrRusslandSt. PetersburgZDF
Donnerstag, 17. Juni, 18 UhrDänemarkKopenhagenZDF
Montag, 21. Juni, 21 UhrFinnlandSt. PetersburgARD

ori | Stand: 30.05.2021, 12:00

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