Darmstadt - Paderborn 3:0 Aufstiegstraum geplatzt - Darmstadt trotz Sieg gegen Paderborn nur Vierter

Stand: 16.05.2022 00:01 Uhr

Darmstadt 98 muss den Traum vom Bundesligaaufstieg verschieben. Ein deutlicher Sieg gegen den SC Paderborn reichte in der 2. Liga nicht für Rang drei und die Relegation gegen Hertha BSC.

Die Treffer zum Darmstädter 3:0 (3:0)-Sieg gegen den SC Paderborn am 34. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga erzielten Tim Skarke (2. Minute) sowie zweimal Luca Pfeiffer (25., 38.). Es reichte Darmstadt aber nicht zu Rang zwei oder drei, weil Werder Bremen und der Hamburger SV parallel ebenfalls ihre Hausaufgaben erledigte. Am Ende bleibt für die Hessen wegen des schlechteren Torverhältnisses gegenüber dem HSV nur der undankbare 4. Platz.

"Bremen und der HSV müssen aufsteigen. Wir nicht. Entsprechend können wir aus einer lockeren Ausgangslage mit viel Schwung ins Spiel gehen", hatte Darmstadts Trainer Torsten Lieberknecht vor dem finalen Saisonspiel angekündigt. Entsprechend elanvoll gingen die "Lilien" die Sache im Stadion am Böllenfalltor an: Sie bestürmten den SCP regelrecht.

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Darmstädter Blitzstart bringt das 1:0

Nach zehn Sekunden hatte Luca Pfeiffer einen ersten Abschluss, nach 40 Sekunden hatte auch Skarke schon aufs Paderborner Tor geschossen. Und nach nicht ganz zwei Minuten Spielzeit lag Darmstadt vorn: Skarke schaltete nach einer zu kurzen Paderborner Abwehraktion blitzschnell und traf mit einem ansatzlosen 17-Meter-Schuss ins linke Eck - 1:0.

Der Darmstädter Raketenstart war gelungen, doch auch der SCP wollte sich nicht lumpen lassen. Florent Muslija zwang Darmstadts Keeper Marcel Schuhen in der 8. Minute mit einem trickreichen Freistoß aus halblinker Position zu einer Glanzparade.

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Tietz mit fairer Aktion

Die Fans sahen eine enorm schwungvolle Partie, in der Phillip Tietz in der 19. Minute um ein Haar für einen ganz besonderen Moment gesorgt hätte: Der Darmstädter Mittelfeldspieler startete ein Solo am Mittelkreis, zog gleich an drei Gegenspielern vorbei und scheiterte erst am herausstürzenden Paderborner Keeper Jannik Huth. Fairerweise hatte er dabei auf einen Sturz im Strafraum verzichtet - SCP-Verteidiger Jannis Heuer hatte ihn deutlich am Fuß getroffen.

Der Lohn kam in Form des 2:0: Nach Matthias Baders Rechtsflanke hielt Pfeiffer im Zentrum den Fuß hin und traf ins lange Eck (25.). Für Paderborn, das lediglich brav mitspielte, drohte es jetzt bitter zu werden. In der 37. Minute war Dietz erneut nicht zu stoppen. Nach Kopfball-Ablage auf Pfeiffer schnürte der seinen Doppelpack zum 3:0.

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Cuni brennen die Sicherungen durch

Im zweiten Abschnitt ließen es beide schiedlich-friedlich dahingehen, bis Paderborns Marvin Cuni in der 79. Minute plötzlich die Sicherungen durchbrannten. Mit beiden Beinen sprang er Frank Ronstadt von hinten in die Beine und sah von Schiri Deniz Aytekin glatt Rot.

All dies konnte den Darmstädtern aber nicht mehr helfen. Sie verpassten den Relegationsplatz, weil der HSV parallel in Rostock ebenfalls gewann.

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