Polen gegen Norwegen - die Zusammenfassung

Sportschau 18.01.2022 03:34 Min. Verfügbar bis 20.01.2023 Das Erste

Handball | EM

Handball-EM: Norwegen deklassiert Polen, Dänemark bezwingt Island

Stand: 20.01.2022, 22:16 Uhr

EM-Mitfavorit Norwegen hat sich mit einem eindrucksvollen Sieg auf das Duell mit den deutschen Handballern eingestimmt. In ihrem ersten Hauptrunden-Spiel fertigten die Norweger am Donnerstagabend Polen mit 42:31 (21:15) ab.

Superstar Sander Sagosen vom THW Kiel steuerte neun Treffer zum deutlichen Sieg bei und war damit zweitbester Torschütze der Skandinavier, die am Freitagabend (20.30 Uhr/ZDF) ebenfalls in Bratislava auf die DHB-Auswahl treffen.

Auch Weltmeister Dänemark und Olympiasieger Frankreich befinden sich beim Turnier in der Slowakei und Ungarn auf Kurs. Die vom ehemaligen Bundesliga-Coach Nikolaj Jacobsen trainierten Dänen besiegten Island in Budapest mit 28:24 (17:14). Bester Werfer der Dänen war der künftige Berliner Profi Mathias Gidsel mit neun Treffern, für Island war Ómar Ingi Magnússon vom SC Magdeburg (acht Tore) am erfolgreichsten.

Starke Torhüter bei Schweden, Montenegro und Frankreich

Mit starken Leistungen ihrer Torhüter Andreas Palicka, Nebojsa Simic und Vincent Gerard haben Schweden, Montenegro und Frankreich ihre ersten Partien in der Hauptrunde der Handball-EM gewonnen. Schweden besiegte im ersten Spiel der deutschen Hauptrunden-Gruppe II Russland mit 29:23 (16:13). Die ersten Spiele in der Gruppenphase hatte Russland allesamt gewonnen. Dadurch hatte das Team von Cheftrainer Valentin Buzmakov zwei Punkte Vorsprung mit in die Hauptrunde genommen. Schweden indes hatte sich mit einem Sieg nur über die bessere Tordifferenz vor Tschechien in die nächste Runde gerettet und stand gegen die Russen direkt unter Druck.

Gleich zwei Kempatricks in der ersten Hälfte

In den ersten zehn Minuten der Partie zeichneten sich besonders die Torhüter der beiden Nationen aus. Der schwedische Torwart Andreas Palicka parierte gleich vier Wurfversuche der Russen. Auf der Gegenseite wehrte Victor Kireev zwei Würfe ab.

Schweden spielte sich in der Folge einen stabilen Drei-Tore-Vorsprung heraus. Dann zeigten auch mal die Russen, wozu sie im Stande sind. Nach sehenswertem Anspiel auf Außen verwandelte Dmitry Kornev mit einem Kempatrick zum zwischenzeitlichen 4:6-Anschluss. Wenige Minuten später machte man es dann gleich nochmal. Von Außen angespielt traf Dmitriy Zhitnikov per Kempa aus der Mitte zum 8:9. Die letzten Minuten bis zur Halbzeitpause gehörten dann aber wieder den Skandinaviern. Etwa sieben Minuten lang blieb Russland ohne Torerfolg. Halbzeitstand: 13:16 aus Sicht der Russen.

Palicka hält fast jeden zweiten Ball

Das erste Ausrufezeichen in der zweiten Hälfte setzte der Schwede Eric Johansson. Ohne Sprung setzte er einen Strahl aus dem Rückraum ins rechte obere Eck des russischen Tores. In einer Phase, in der das Spiel deutlich enger hätte werden können, zeichnete sich wieder Palicka aus. Immer wieder wehrte er Würfe aus dem russischen Rückraum ab und sorgte auch in schwächeren Abschnitten seiner Mannschaft dafür, dass der Vorsprung konstant blieb. Eine Fangquote von 40 Prozent - überragend.

Montenegro besiegt Vize-Weltmeister

Im ersten Spiel der Hauptrunden-Gruppe I ohne deutsche Beteiligung besiegte Montenegro das corona-gebeutelte Team aus Kroatien mit 32:26 (15:9). Auch hier war eine Torhüterleistung ein entscheidender Faktor: Nebojsa Simic kam genau wie Palicka im Parallelspiel auf 40 Prozent gehaltene Bälle. Die Kroaten stehen nun mit null Punkten bei noch drei ausstehenden Spielen schon kurz vor dem Aus.

Olympiasieger zu stark für Handball-"Youngstars"

Das zweite Spiel in Gruppe I entschied Olympiasieger Frankreich gegen die Niederlande mit 34:24 (15:12) für sich. Schon der Start in die Partie verlief für die Niederländer ernüchternd: Fünf zu null nach fünf Minuten. Die schnellen Vorstöße des Teams von Trainer Erlingur Richardsson in den Neun-Meter-Raum prallten oft einfach an ihren Gegenspielern ab. Im Laufe der Partie wurde das besser. Die Franzosen ihrerseits ließen einige Angriffe zu einfach liegen und erzielten minutenlang kein Tor. Kurz vor der Halbzeit stand das Spiel unentschieden (12:12).

Dann drehte aber Frankreich wieder auf. Halbzeitübergreifend warf der Titelanwärter bis zur 36. Minute sieben Tore in Folge (19:12). Frankreich gelang es dann, den Sieben-Punkte-Abstand auf die Niederländer sogar noch weiter auszubauen (29:20). Neben ihrem Top-Torschützen Aymeric Minne war es abermals der Torwart Vincent Gerard, der den Franzosen zu einer ruhigen zweiten Halbzeit verhalf. Auch er hielt wie seine Kollegen in den Nachmittagsspielen fast 40 Prozent der Bälle auf sein Tor. Bis zum Ende der Partie änderte sich nichts mehr an der französischen Dominanz im Spiel - ein verdienter Erfolg des Olympiasiegers.

Quelle: er/red/dpa

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