EM - Zweifel an Austragung in zwölf Ländern

Logo und Pokal der Euro 2020

Euro im Sommer 2021

EM - Zweifel an Austragung in zwölf Ländern

Der Präsident des Schweizer Fußballverbandes SFV zweifelt an der Austragung der Fußball-Europameisterschaft im Sommer in zwölf verschiedenen Ländern.

"In Anbetracht der gesundheitlichen Situation glaube ich persönlich, dass die ursprüngliche Version mit einem europaweiten Wettbewerb angesichts der Reisebeschränkungen kaum das Licht der Welt erblicken wird", sagte Dominique Blanc am Dienstag (12.01.2021) mehreren Schweizer Zeitungen.

"Auf jeden Fall erscheint es mir schwierig", sagte Blanc weiter: "Ich kann mir heute kaum vorstellen, dass die Schweiz in Baku spielen wird." Dennoch ist sich der Funktionär sicher, dass das Turnier in diesem Sommer stattfinden wird, denn "die aufgestellten Sicherheitskonzepte haben sich bereits bewährt".

Turnier schon um ein Jahr verschoben

Ursprünglich hatte die erste paneuropäische EM im Sommer 2020 ausgetragen werden sollen. Wegen der Corona-Pandemie verschob die Europäische Fußball-Union (UEFA) das Turnier aber auf 11. Juni bis 11. Juli 2021.

Sollte dies nicht wie geplant in zwölf Ländern möglich sein, fasse die UEFA laut Blanc bereits zwei Alternativszenarien ins Auge. "Die erste Variante wäre, die EURO in einem einzigen Land zu spielen, in Russland oder Deutschland zum Beispiel", sagte der Schweizer Verbandsboss: "Die zweite, noch restriktivere Lösung wäre, auf eine einzige große Stadt zurückzugreifen, die über genügend Stadien verfügt, um alle sechs Gruppen unterzubringen." Als Beispiel nannte er London.

UEFA-Entscheidung im März

Bereits Ende des vergangenen Jahres hatte die UEFA Pläne für vier verschiedene Szenarien bezüglich der Zulassung von Zuschauern bestätigt, die sich von vollen Stadien bis hin zu Geisterspielen erstrecken. Bis zum 5. März will die UEFA entscheiden, wie die EURO ausgetragen wird.

red; sid | Stand: 12.01.2021, 19:07

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