Kylian Mbappé soll im Sommer von PSG nach Madrid wechseln.

Fußball | Champions League PSG gegen Real - Kampf um Europas Krone und Stars

Stand: 14.02.2022 15:55 Uhr

In der Champions League kommt es heute Abend (15.02.2022) im Achtelfinale zwischen Paris St. Germain und Real Madrid zum Duell zweier Titelanwärter. Es steht aber mehr als nur das sportliche Abschneiden auf dem Spiel.

Von Sebastian Hochrainer

Auf dem Platz begegnen sich Paris St. Germain und Real Madrid recht selten. In diesem Jahrtausend bestritten die beiden Klubs bislang sechs Spiele gegeneinander - drei gewann Real, eins PSG, zwei endeten unentschieden. Und doch herrscht zwischen den beiden Vereinen eine große Rivalität.

Verzicht auf 200 Millionen Euro für ein Jahr mit Mbappé

Paris, über eine Beteiligungsgesellschaft des Staates Katar finanzierter schwerreicher Klub misst sich nicht nur sportlich mit den "Königlichen" aus Madrid, sondern auch immer wieder auf dem Transfermarkt. Nachdem sie dank ihrer monetären Möglichkeiten im vergangenen Sommer einen Sieg feierten, dürfte es nach dieser Saison trotzdem eine Niederlage geben - zu groß ist die Strahlkraft von Real, vor allem im Vergleich zu PSG, wo vor allem das Geld regiert.

Dass Nasser Al-Khelaifi Ende August den Transfer von Kylian Mbappé verhinderte, ist ein Ausdruck dafür. Obwohl der PSG-Präsident wusste, dass der französische Ausnahmestürmer unbedingt nach Madrid wechseln will und Real angeblich um die 200 Millionen Euro bezahlen wollte, setzte er sich durch. Und das, obwohl ihm da schon klar gewesen sein müsste, dass Mbappé in diesem Sommer seinen Wunschwechsel vollziehen wird - mit auslaufendem Vertrag ohne jede Ablöse für PSG.

Erst gegen Madrid treffen, dann für Real?

Mbappé widerspricht verschiedenen Medienberichten, dass er sich bereits mit Real einig ist. "Ich habe noch keine Entscheidung getroffen", sagte Mbappè bei "Amazon Prime" über seine Zukunft. "Ich denke, dass das Spiel gegen Real Madrid viele Dinge verändert. Auch wenn ich jetzt frei bin zu tun, was ich will, werde ich nicht mit dem Gegner sprechen oder solche Dinge tun."

Soweit die offizielle Fassung, inoffiziell ist für viele der Deal schon durch und werde nach den beiden Champions-League-Duellen (Rückspiel am 9. März) der beiden Klubs auch vermeldet. Mbappé indes will dann weiterhin Teil der Königsklasse sein und seinem offenbar künftigen Arbeitgeber damit eine empfindliche Niederlage zugefügt haben.

Es geht längst nicht nur um Mbappé

Trotz des Starensembles in Paris mit Neymar, Lionel Messi, Angel di Maria und vielen weiteren ist Mbappé der Schlüssel im Spiel der Mannschaft von Mauricio Pocchetino. In der Ligue 1 war der 23-Jährige an 21 Toren in 22 Spielen beteiligt und in der Champions League an zehn Treffern (sechs Partien) - jeweils Bestwert.

An der Mbappé-Personalie hängen jedoch noch weitere Stars. Beiden Klubs wird reges Interesse an Erling Haaland nachgesagt, der Dortmunder solle Mbappé im Falle eines Abgangs in Paris ersetzen, in Madrid an dessen Seite stürmen. Und was wird dann aus Real-Torjäger Karim Benzema, der anders als die beiden mit 34 Jahren seine letzten Karrierejahre bestreitet?

Soll bei Paris Saint-Germain Wunschkandidat als Ersatz für Mbappé bei dessen Abgang sein: Erling Haaland.

Aufgrund einer Oberschenkelverletzung konnte der Franzose zuletzt nicht mitwirken, wird gegen Paris aber wieder dabei sein. "Ich werde sehr, sehr stark zurückkommen", versprach er seinen Fans auf Instagram.

Ladehemmungen bei Real müssen aufhören

Und das ist aus Sicht der "Königlichen" bitter nötig. In den vergangenen drei Partien traf Real nur einmal, Trainer Carlo Ancelotti warf seinem Team beim 0:0 gegen Villarreal am vergangenen Wochenende phasenweise sogar vor, dass es "wenig Lust hatte".

Im Kampf um Europas Krone wird das in Paris vermutlich nicht zu befürchten sein. In einem Prestigeduell, in dem es nicht nur um den von beiden avisierten Titel in der Champions League geht, sondern abseits davon auch immer wieder um die besten Spieler der Welt.