Elf des Spieltags: Zwei Ballermänner sorgen für Furore

Elf des Spieltags: Zwei Ballermänner sorgen für Furore

Der eine schießt vier Tore in einer Halbzeit, der andere drei. Mit zwei wahren Ballermännern im Angriff wartet die Sportschau-Elf des 8. Bundesliga-Spieltags auf. Ein Stürmer hat es sogar ohne Torerfolg in die Mannschaft der Auserwählten geschafft.

Bayerns Manuel Neuer

Tor - Manuel Neuer (Bayern München): Völlig unbeeindruckt von dem 0:6-Länderspiel-Desaster in Spanien präsentierte sich Deutschlands Torwart Nummer eins beim Ligaspiel gegen Werder Bremen. Ohne ihn hätte es womöglich nicht einmal zum Punktgewinn gegen den einstigen Titelrivalen gereicht. Seinen ersten großen Auftritt hatte er in seinem 400. Pflichtspiel für die Münchner nach einer guten Viertelstunde. Erst parierte er mit dem Fuß einen Schuss von Josh Sargent aus vier Metern, dann wischte er den Nachschuss von Ludwig Augustinsson aus der rechten Ecke - Weltklasse. In der Schlussphase parierte er noch einmal einen Sargent-Schuss aus kurzer Distanz ganz stark und rettete so das Remis.

Tor - Manuel Neuer (Bayern München): Völlig unbeeindruckt von dem 0:6-Länderspiel-Desaster in Spanien präsentierte sich Deutschlands Torwart Nummer eins beim Ligaspiel gegen Werder Bremen. Ohne ihn hätte es womöglich nicht einmal zum Punktgewinn gegen den einstigen Titelrivalen gereicht. Seinen ersten großen Auftritt hatte er in seinem 400. Pflichtspiel für die Münchner nach einer guten Viertelstunde. Erst parierte er mit dem Fuß einen Schuss von Josh Sargent aus vier Metern, dann wischte er den Nachschuss von Ludwig Augustinsson aus der rechten Ecke - Weltklasse. In der Schlussphase parierte er noch einmal einen Sargent-Schuss aus kurzer Distanz ganz stark und rettete so das Remis.

Abwehr - Ridle Baku (VfL Wolfsburg): Blitzsaubere Leistung des Neu-Nationalspielers. Defensiv war Baku stets auf der Höhe, gewann 60 Prozent seiner Zweikämpfe. Nach vorne überlief er immer wieder den Außenbahnspieler, um sich mit einzuschalten. Insgesamt 37 Sprints zog Baku an, soviel wie kein anderer Wolfsburger mit Ausnahme von Wout Weghorst. Auch an seiner Laufleistung lässt sich das engagierte Spiel des Rechtsverteidigers ablesen – 11,5 Kilometer riss er ab.

Abwehr - Ömer Toprak (Werder Bremen): An dem Bremer Abwehrchef bissen sich die Bayern buchstäblich die Zähne aus. Er war stets da zu finden, wo es schnell mal wehtut - ob am Boden oder in der Luft. Toprak strahlte extrem viel positive Energie aus, ging keinem Zweikampf aus dem Weg und dirigierte mit Übersicht und Abgeklärtheit seine Abwehr. Ein echter Leader.

Abwehr - Ibrahima Konaté (RB Leipzig): Der Abwehrmann der Leipziger bot ein überzeugendes Spiel. In der Defensive räumte er fast alles ab, was auf ihn zukam. Drei Viertel seiner Zweikämpfe konnte er für sich entscheiden. Zusätzlich war er der Leipziger mit den meisten Ballkontakten. Mit einer Passquote von 84 Prozent sorgte er zudem für Sicherheit im Spielaufbau der Sachsen.

Mittelfeld - Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg): Arnold war wieder einmal der Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Wolfsburger. Der Sechser holte sich die Bälle und verteilte sie stark an seine Offensivleute. Wenn es nötig war, verschleppte er das Tempo, um es dann geschickt wieder anzuziehen. Er hatte die meisten Ballaktionen (83), lief die meisten VfL-Kilometer (12,0) und gewann dazu noch gute 56 Prozent seiner Zweikämpfe. Zudem schoss er fast ausschließlich gefährliche Standards, von denen einer zum 1:0 führte - Statistiken einer überragenden Vorstellung. In dieser Form ist Arnold wohl einer der besten defensiven Mittelfeldspieler der Liga.

Mittelfeld - Jean-Paul Boëtius (1. FSV Mainz 05): Der Niederländer war die Seele des Spiels der Mainzer beim ersten Saisonsieg in Freiburg. Immer wieder suchte er seine Mitspieler, allen voran Hattrick-Schütze Jean-Philippe Mateta. Eine echte Augenweide war, wie Boëtius dessen dritten Treffer mit einem Durchstecker in den Strafraum vorbereitete. Boëtius war sich zudem für keinen Weg zu schade und legte 36 Sprints hin, so viele wie sonst keiner auf dem Platz. Und schneller in seiner Mannschaft als er mit seinen 31,8 km/h war auch nur Mateta (33,7 km/h).

Mittelfeld - Leon Bailey (Bayer Leverkusen): Wenn es bei den Leverkusenern mal schnell ging, war oftmals Bailey beteiligt. Der Flügelspieler sorgte mit technischen Finessen und häufigen Flankenläufen (neun Flanken aus dem Spiel) für Höhepunkte in einer ansonsten an diesem Tag wenig aufregenden Bayer-Offensive. Sein Tor zum 1:0 leitete er selbst mit ein und blieb beim Abschluss eiskalt.

Mittelfeld - Andrej Kramaric (1899 Hoffenheim): Die erste Hälfte im Spiel gegen den VfB Stuttgart lief an Kramaric noch weitgehend vorbei, er hatte da nur 14 Ballaktionen. Wen wunderte es, hatte der Kroate doch zuletzt vier Ligaspiele wegen einer Covid-19-Erkrankung verpasst. Nach der Pause dann drehte der Rückkehrer auf. Ein Tor bereitete er vor, dann traf er per Strafstoß auch noch selbst. In vier Ligaspielen hat Kramaric in dieser Saison nun schon sieben Tore erzielt. Eine ganz starke Quote, die viel aussagt über den Wert, den er für Hoffenheim hat.

Angriff - Erling Haaland (Borussia Dortmund): Der mediale Fokus hatte vor Dortmunds Spiel bei der Hertha auf Youssoufa Moukoko gelegen, dem gerade 16-jährigen BVB-Ausnahmetalent, das erstmals in der Bundesliga spielberechtigt war. Die Show stahl dem jungen Stürmer der Zukunft der Stürmer der Gegenwart: Mit vier Toren im zweiten Abschnitt zeigte Haaland wieder einmal, dass er sich wie Robert Lewandowski in der höchsten deutschen Spielklasse in anderen Sphären bewegt als die anderen Kollegen aus der Abteilung Attacke. Haaland ist nun der jüngste Viererpacker der Liga-Geschichte. Beim erst 20-jährigen Norweger überrascht immer wieder auch die Unbekümmertheit, mit der er auf Torejagd geht.

Angriff - Jean-Philippe Mateta (1. FSV Mainz 05): Monsieur "Freiburg-Schreck" schrieb ein neues Kapitel in der besonderen Geschichte zwischen ihm und dem Sport-Club. Mit einem lupenreinen Hattrick sorgte der Franzose quasi im Alleingang für den ersten Mainzer Saisonsieg. Damit hat er in vier Spielen gegen Freiburg insgesamt acht Treffer erzielt und sein Saisonkonto auf aktuell sieben Tore geschraubt.

Angriff - Josh Sargent (Werder Bremen): Hätte Manuel Neuer nicht einen Glanztag erwischt, hätte der umtriebige Bremer Stürmer wohl zwei Treffer gegen die Bayern gemacht. Aber auch so reicht es für die Elf des Tages. Werders Führung bereitete er mit einem starken Einsatz gegen Javi Martínez vor. Er gab die meisten Torschüsse und Torschussvorlagen in seinem Team ab (jeweils drei), legte auch den schnellsten Sprint (31,9 km/h) hin. Darüber hinaus bestritt er von allen Akteuren auf dem Platz die meisten Zweikämpfe (36) und zog die meisten Sprints an (40).

Die Elf des 8. Spieltags im Überblick:

Stand: 23.11.2020, 06:30 Uhr

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