NBA-Finals Sieben Dreier, 43 Punkte - Curry überragt bei Warriors-Erfolg

Stand: 11.06.2022 21:33 Uhr

"Er war unglaublich": Beim Sieg der Golden State Warriors bei den NBA-Finals gegen die Boston Celtics war einmal mehr Stephen Curry der entscheidende Spieler. Das Meisterschaftsgerangel geht weiter.

Auch die Schmerzen im linken Bein konnten Stephen Curry in der nordamerikanischen Basketball-Liga auf dem Weg zu seiner Gala-Vorstellung beim wichtigen Finals-Sieg für die Golden State Warriors nicht aufhalten.

43 Punkte verbuchte Curry in der Nacht am Freitag (10.06.2022/Ortszeit) beim 107:97 gegen die Boston Celtics. In der Finalserie steht es vor dem fünften Spiel am Dienstagmorgen nun 2:2 statt 3:1 für die Celtics - und alles ist wieder offen im Meisterschaftsgerangel der besten Basketball-Liga der Welt.

Curry sagt: "Bedeutet alles"

"Es wurde viel geredet in den vergangenen 48 Stunden, wie wir in diese Serie zurückfinden können", sagte Curry. "Es ist verrückt, aber ich denke, wir können noch etwas besser spielen." Die Bedeutung des Erfolgs betonte er auch mit etwas Abstand auf der Pressekonferenz: "Das bedeutet alles, wenn man sich die Dringlichkeit bewusst macht, uns in dieser Serie am Leben zu halten und etwas Momentum auf unsere Seite zu kriegen."

Verletzung stoppt Curry nicht

Seit Celtics-Profi Al Horford zwei Tage zuvor auf Currys linkes Bein gefallen war, hatten die Fans der Warriors mit einiger Sorge beobachtet, wie stark die Schmerzen ihren besten Spieler beinträchtigen würden. Dem Augenschein nach: gar nicht. "Es hat nie so ausgesehen, als sei es ein Faktor", bemerkte auch Warriors-Trainer Steve Kerr.

Curry war sofort im Spiel und half mit zwölf Punkten kräftig mit, den frühen Rückstand noch vor Ende des ersten Viertels in einen Vorsprung zu drehen. Insgesamt elf Mal wechselte die Führung hin und her - und dass sie am Ende bei den Warriors blieb, lag entscheidend an den verwandelten Würfen von Curry. Ingesamt machte er 43 Punkte, auch zehn Rebounds sind eine gute Statistik.

"War unglaublich" - Lobeshymnen auf Curry

Andere NBA-Stars kommentierten die Leistung via Twitter anerkennend, darunter LeBron James und Joel Embiid. Curry selbst jubelte extrovertiert wie selten. "Steph zeigt normalerweise nicht viele Emotionen", sagte Kerr.

"Das Herz dieses Mannes ist unfassbar. Er ist da rausgegangen und hat uns auf die Schultern genommen", sagte Currys Teamkollege Klay Thompson und bewertete die Leistung als die beste, die er von Curry je in einem Playoff-Spiel gesehen hat."Er war unglaublich."

NBA-Finals: Warriors gleichen dank Curry wieder aus

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Sieben von Currys Dreier-Würfen gingen rein, wie in den drei vorausgehenden Spielen war er mindestens fünf Mal erfolgreich aus der Distanz - das gab es in einer Final-Serie der NBA noch nie.

Keine Minuten für Theis

Die Celtics überzeugten als Mannschaft wie schon beim Heimsieg zwei Tage zuvor und verteidigten die Warriors ein ums andere Mal sehr diszipliniert. Doch schwache Dreier-Versuche im Schlussviertel kosteten den Vorsprung und den Sieg. Jayson Tatum war mit 23 Punkten der erfolgreichste Celtics-Profi auf dem Feld.

Basketball-Nationalspieler Daniel Theis kam im Gegensatz zu den ersten beiden Begegnungen der Final-Serie erneut nicht zum Einsatz.

Mit 17 Titeln haben die Celtics deutlich mehr als die Warriors, die auf Meisterschaft Nummer sieben hoffen. Zwischen 2015 und 2019 war die Mannschaft aus San Francisco aber jedes Mal im Finale und holte drei Meisterschaften.

Auch diese Erfahrungen, die Spieler wie Thompson, Draymond Green und Curry gemacht haben, könnten ein Trumpf werden für die Warriors in diesem Finals-Duell. "Ich bin hier zum sechsten Mal", sagte Curry. Im Kader der Celtics ist es dagegen für jeden die erste Finals-Serie.