Marco Odermatt

Weltcupfinale in Saalbach Patzer zum Abschluss - Odermatt verpasst Stenmark-Rekord

Stand: 16.03.2024 12:50 Uhr

Schock im Weltcup-Finale: Marco Odermatt hat in Saalbach seinen zehnten Sieg im zehnten Riesenslalom des Winters verpasst. Als Führender schied er nach einem Fahrfehler aus und sorgte dafür, dass Ingemar Stenmark der einzige Athlet mit einer perfekten Saison in dieser Disziplin bleibt.

Im ersten Durchgang hatte Odermatt seine Dominanz erneut unter Beweis gestellt. Mit einem Rückstand von 0,4 Sekunden war Loic Meillard der einzige, der noch annähernd Schlagdistanz zu seinem Schweizer Landsmann hatte, der Rest der Konkurrenz war bereits zur Halbzeit über 1,3 Sekunden zurück.

Doch dann patzte Odermatt im zweiten Durchgang gleich zu Beginn, verlor das Gleichgewicht und die Kontrolle über seine Ski. Nach einem verpassten Tor war dann sein Traum vom Stenmark-Rekord beendet. Den Sieg holte Meillard vor Joan Verdu. Der Überraschungsfahrer des Tages war 0,71 Sekunden langsamer als der Tagessieger, fuhr mit einer starken zweiten Fahrt von Rang fünf auf den zweiten Platz vor. Das Podest komplettierte Thomas Thumler (+0,79 Sekunden).

Zwei Stenmark-Bestmarken bleiben bestehen

Ausnahmefahrer Odermatt wäre erst der zweite Skifahrer gewesen, der im Riesenslalom alle Saisonrennen gewinnt. Einzig Ingemar Stenmark war es in der Saison 1978/79 gelungen, alle zehn Weltcups in dieser Disziplin in einem Winter für sich zu entscheiden. Diesen Rekord hat Odermatt nun nicht einstellen können und er muss so auch eine weitere Bestmarke abschreiben. Denn es war auch saisonübergreifend seine erste Niederlage nach zwölf Siegen in Serie, auch der Stenmark-Rekord von 14 Erfolgen bleibt also bestehen.

Schmid mit zu vielen Fehlern

Mit Alexander Schmid hatte sich auch ein DSV-Athlet für das letzte Riesenslalom-Rennen der Saison qualifiziert - der erste Durchgang lief aber schon nicht optimal. Der Weltmeister im Parallel-Slalom von vor etwa einem Jahr patzte gleich im ersten Drittel des Rennens und baute sich so bis ins Ziel einen großen Rückstand auf, mit 2,69 Sekunden Rückstand ging er als 14. ins Finale.

Dort startete Schmid furios und baute seinen Vorsprung auf die vor ihm gestarteten Fahrer aus, doch dann fiel er der durch die Sonne enorm aufgeweichten Piste zum Opfer, machte aber auch einige Fehler und fiel zu diesem Zeitpunkt um drei Plätze auf Rang vier zurück. In der Endabrechnung bedeutete das dank des Odermatt-Ausfalls den 15. Platz (+1,83 Sekunden) im letzten Riesenslalom der Saison.