Magnus Saugstrup Jensen

Handball | Champions League Magdeburgs Quadrupel-Traum platzt gegen Aalborg

Stand: 08.06.2024 20:50 Uhr

Der Traum von der Titelverteidigung ist ausgeträumt: Der SC Magdeburg muss sich beim Final Four der Champions League einer starken Aalborger Mannschaft geschlagen geben. Zehn Tore von Omar Ingi Magnusson reichten nicht.

Der SC Magdeburg hat die Titelverteidigung in der Champions League verpasst. Das Team von Trainer Bennet Wiegert unterlag im Halbfinale am Samstag (8. Juni 2024) gegen den dänischen Meister Aalborg Handbold mit 26:28 (11:11). Im zweiten Semifinale setzte sich der FC Barcelona gegen den THW Kiel in einem einseitigen Spiel mit 30:18 durch. Damit kommt es am Sonntag (15 Uhr im Ticker) im kleinen Finale zu einem deutschen Duell. "Ich bin sehr enttäuscht und traurig, dass wir hier nicht besser waren. Sie haben das gut gespielt, weil sie einige der besten Entscheidungsspieler der Welt haben", sagte Magnus Saugstrup bei DAZN: "Das ist einfach schwierig zu verteidigen." Teamkollege Gisli Kristjansson ergänzte: "Wir wollten sicher mehr an diesem Wochenende, aber wir hatten in diesem Spiel nicht so ein richtiges Momentum."

Omar Ingi Magnusson

Omar Ingi Magnusson war mit zehn Toren bester Magdeburger Werfer.

Zähes Ringen - Aalborg nimmt Kristjansson aus dem Spiel

Bennet Wiegert hatte vor dem dänischen Meister gewarnt, der über einen vorzüglichen Rückraum verfüge. Und der Coach der Magdeburger sollte Recht behalten. In der mit 20.000 Fans gefüllten Halle in Köln entwickelte sich ein sehr enges, hart umkämpftes Spiel. Aalborg ließ es aus dem Rückraum mit Mads Hoxer krachen, der in der ersten Halbzeit vier Tore machte. Und die Dänen zogen sich bei Tor oder Ballverlust extrem schnell zurück. So kam der SCM im ersten Durchgang zu keinem Gegenzug-Treffer. Es war eng, kein Team konnte im ersten Durchgang auf zwei Tore davonziehen. Magdeburg musste sich jedes Tor hart erarbeiten, Gisli Kristjansson war fast komplett abgemeldet. Dafür knipste Omar Ingi Magnusson fünf Mal. Und Sergey Hernandez hatte zwischen den Pfosten wieder einen guten Tag erwischt. So ging es mit einem 11:11 in die Kabinen. Die beiden Schiedsrichterinnen aus Frankreich schafften es übrigens mit ihrer großzügigen Auslegung, dass es in 30 Minuten keine Zeitstrafe und keine Gelbe Karten gab.

Mads Hoxer Hangaard und Chrstian O Sullivan

Mads Hoxer Hangaard und Chrstian O'Sullivan (v.l.) im Duell.

Entscheidung kurz vor Schluss - Magdeburg scheitert an Landin

Auch nach der Pause änderte sich am Spielgeschehen nicht viel. Aalborg ließ überhaupt nicht nach, der SCM blieb aber dran, kein Team konnte davonziehen. Dann ließ es Matthias Musche von Linksaußen zwei Mal krachen, aber die Dänen hatte immer wieder die Antwort. Nach 44 Minuten stand es 18:18, dann musste Christian O’Sullivan nach einem Foul mit Rot vom Parkett. Doch die Magdeburger bewiesen Nehmerqualitäten, blieben auch in Unterzahl dran und führten durch Magnussons Tore nach 49 Minuten mit 21:20.

Mads Hoxer Hangaard und Janus Dadi Smarason

Mads Hoxer Hangaard und Janus Dadi Smarason

Doch Aalborg baute kräftemäßig einfach nicht ab, spielte in der Schlussphase seine Angriffe mit einem Extra-Spieler und ging ausgerechnet zwei Minuten vor Schluss mit 27:25 in Führung. Die Magdeburger scheiterten da ausgerechnet doppelt am bis dahin eher blassen Keeper Niklas Landin. Zwar gelang Magnusson vom Punkt noch der Anschluss, mehr aber nicht mehr.

rei/dpa