Ein Saal des Landgerichts Erfurt während einer Verhandlung.

Streit um Spenden Keine Einigung im Namenstreit: Rot-Weiß Erfurt geht vor Gericht

Stand: 27.10.2023 17:14 Uhr

FC Rot-Weiß Erfurt und der Förderverein "Fußballherz FC Rot-Weiß Erfurt" konnten sich beim Streit um den Namen "FC Rot-Weiß Erfurt" nicht einigen. Nun will der Fußballklub dem Verein verbieten, den Namen weiter zu verwenden.

Von MDR THÜRINGEN

Zwischen dem FC Rot-Weiß Erfurt und dem Förderverein "Fußballherz FC Rot-Weiß Erfurt" gibt es weiterhin keine Einigung über die Namensrechte. Mit einer Unterlassungsklage möchte der Fußballklub dem Förderverein nun verbieten, den Vereinsnamen "FC Rot-Weiß Erfurt" als Bestandteil des eigenen Namens zu führen.

Außergerichtliche Einigung geplatzt

Die Güteverhandlung am Freitag vor dem Landgericht Erfurt war die letzte Möglichkeit, eine außergerichtliche Einigung herbeizuführen. Die Richterin versuchte, beide Seiten zu einer Annäherung zu bewegen. Dies blieb jedoch erfolglos.

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RWE-Vorstandsmitglied Rolf Hildebrandt äußerte sich dennoch zufrieden zur Verhandlung. Demnach habe die Vorsitzende Richterin den Hinweis gegeben, dass der Fußballclub zu Recht dem Förderverein untersagt habe, den Namen "FC Rot Weiß Erfurt" als Bestandteil des eigenen Vereinsnamens zu verwenden und mit ihm Werbung für sich zu machen, sagte Hildebrandt. Der ebenfalls anwesende Vorsitzende des Fördervereins, Jens Trölitzsch, wollte sich gegenüber MDR-THÜRINGEN nicht äußern. Der nächste Verhandlungstag findet am 8. Dezember statt.

Zwei Männer sitzten in einem Gerichtssaal an einem Tisch.

Der Vorsitzende des Fördervereins "Fußballherz FC Rot-Weiß Erfurt", Jens Trölitzsch (l.), mit seinem Anwalt Andreas Georgi (r.).

Förderverein sammelt bisher Zehntausende Euro Spenden

Seit seiner Gründung im Februar 2020 sammelte der Förderverein überwiegend mit Spenden nach Schätzungen von RWE insgesamt etwa 60.000 Euro ein. Davon hat der Förderverein 30.000 Euro gegenüber dem Fußballclub bestätigt. Von den Spendengeldern hatte Rot-Weiß Erfurt bisher rund 2.500 Euro überwiesen bekommen und wurde mit Busfahrten sowie Trainingsutensilien unterstützt.

Zwei Männer sitzten in einem Gerichtssaal an einem Tisch.

RWE-Vorstandsmitglied Rolf Hildebrandt (r.) war mit der Verhandlung zufrieden.

Der Vorstand des Fußballclubs Rot-Weiß Erfurt vermutet, dass der Förderverein nicht ausschließlich den Club unterstützt und die mit dem Vereinsnamen eingeworbenen Spenden auch für andere Projekte einsetzt.

MDR (jm/jn)