Tor für Leipzig, Torjubel nach dem 1:0, Torschütze Philipp Harant (28, Chemie)

Fußball | Regionalliga Chemie Leipzig feiert verdienten Heimsieg gegen Hertha II

Stand: 23.03.2024 15:10 Uhr

Die BSG Chemie Leipzig hat sich im Nachholspiel des 18. Spieltags völlig zurecht 3:0 (0:0) gegen Hertha BSC II durchgesetzt. Dabei glänzten die Hausherren nach der Halbzeit mit mehreren blitzsauber herausgespielten Toren.

Tolle Reaktion der grün-weißen Leipziger auf die jüngste 0:4-Niederlage in Altglienicke: Gegen die Zweitvertretung von Hertha BSC siegte das Team von Trainer Mirsolav Jagatic nach einer deutlichen Leistungssteigerung in Durchgang zwei auch in der Höhe verdientermaßen mit 3:0 (0:0).

Zähe Angelegenheit in Durchgang eins

Chemie – mit Trainersohn Maximilian Jagatic als Startelf-Debütant – begann zunächst sehr engagiert. Sowohl Florian Kirstein (3.) als auch Jagatic (9.) kamen direkt zu guten Abschlüssen, allerdings fehlte diesen noch die letzte Genauigkeit. Im Anschluss an die gute erste Viertelstunde mehrten sich bei Chemie jedoch die Fehlpässe. Hertha II bekam folglich etwas Oberwasser – ohne daraus aber Ertrag schlagen zu können.

Philipp Wendt und Nader El-Jindaoui

Die BSG-Abwehr um Philipp Harant (l.) hatte - wie hier gegen Nader El-Jindaoui - meist die Nase vorn

Nachdem die Partie gegen Mitte des ersten Durchgangs gänzlich verflacht war, zogen die Hausherren vor der Pause nochmal etwas das Tempo an. Und die Grün-Weißen merkten schnell, dass wenn sie es versuchten, sich ihnen stets auch Räume ergaben. Denis Jäpel nutzte einen dieser Räume, um in der 37. Minute einen guten Distanzschuss abzugeben, der nur knapp neben dem Tor landete. Noch gefährlicher wurde es vier Minuten vor der Pause: Kirstein hatte sich in Folge eines Eckstoßes in bester Position eine Abschlussmöglichkeit ergeben – doch der Stürmer jagte das Leder über den Querbalken (41.), sodass es vorerst beim torlosen Zwischenstand blieb.

Harants Blitzstart und dominante zweite Hälfte

Die BSG hatte sich für Halbzeit zwei sichtlich etwas vorgenommen und ging unmittelbar nach Wiederanpfiff auch direkt in Führung. Philipp Harant konnte eine butterweiche Ecke von Florian Brügmann im Berliner Tor unterbringen (48.). Mit dem 1:0 im Rücken agierte Chemie nun nochmal abgeklärter als das phasenweise schon in Durchgang eins der Fall gewesen war, Hertha II hingegen wirkte ratlos.

Tor für Chemie Leipzig, Lucas Surek (11, Chemie, nicht im Bild) trifft zum 2:0

Timo Mauer (l.) jubelt - soeben hat sein Teamkollege Lucas Surek zum 2:0 getroffen.

Tor Nummer zwei für die Grün-Weißen sollte allerdings noch etwas auf sich warten lassen. Nach einer weiteren ausgelassenen Großchance von Kirstein (70.) und einem kuriosen Beinahe-Eigentor von Berlins Torwart Robert Kwasigroch (80.) war es schließlich Lucas Surek, der das Leder fünf Minuten vor Ablauf der Spielzeit traumhaft ins rechte obere Eck schlenzte (85.).

Daraufhin überschlugen sich die Ereignisse noch einmal. Zunächst, da Herthas Mesut Kesik seine Emotionen nicht im Griff hatte, völlig unnötig gegen Leipzigs Elias Oke nachtrat und folgerichtig glatt Rot sah. Dann, weil Winter-Neuzugang Irfan Brando zu seinem Premieren-Tor im Chemie-Dress einschob (90.+1). Sein Treffer nach uneigennütziger Vorarbeit von Timo Mauer bedeutete gleichzeitig den völlig verdienten 3:0-Endstand für die BSG.

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pti