Irene Schouten während eines Wettkampfs

Olympia | Eisschnelllauf Niederländerin Schouten holt Gold und bricht Pechstein-Rekord

Stand: 10.02.2022 11:53 Uhr

Die niederländische Eisschnelläuferin Irene Schouten hat sich die Goldmedaille über die 5.000 Meter gesichert und dabei einen olympischen Rekord aufgestellt. Silber ging an die Kanadierin Isabelle Weidemann, Bronze an Martina Sablikova aus Tschechien.

Die Niederländerin Irene Schouten hat den olympischen Rekord von Claudia Pechstein aus dem Jahr 2002 gebrochen und sich die Goldmedaille über die 5.000 Meter gesichert. Silber ging nach Kanada, Bronze nach Tschechien.

Sablikova legt stark vor

In den letzten drei der sechs Rennen gingen die großen Favoritinnen auf die Bahn. Zunächst lief die erfahrene Langestreckenläuferin Martina Sablikova aus Tschechien gegen die Japanerin Misaki Oshigiri. Sablikova zeigte sich von Beginn an gut in Form und lief ein schnelles Rennen. Die 34-Jährige kam nach 6:50:09 Minuten ins Ziel. Sablikova war zufrieden mit ihrer Leistung, ballte nach dem Lauf die Fäuste.

Martina Sablikova während des Rennens

Im Anschluss trat die 26-jährige Isabelle Weidemann aus Kanada gegen die Norwegerin Ragne Wiklund an. Beide Athletinnen starteten zunächst deutlich defensiver als Sablikova im Lauf zuvor. Nach der Hälfte der Strecke erhöhte dann aber insbesondere die Kanadierin das Tempo. Auch auf der Schlussrunde hielt Weidemann, die bereits über die 3.000 Meter Bronze gewonnen hatte, die hohe Geschwindigkeit und sicherte sich in 6:48:18 Minuten die neue Bestzeit. Auch Weidemann freute sich über ihr gutes Rennen und die bereits feststehende Medaille.

Schouten überragt

Im finalen Lauf legten dann sowohl die Italienerin Francesca Lollobrigida als auch die Niederländerin Irene Schouten schnell vor. Lange Zeit blieben beide Athletinnen vor den Zwischenzeiten von Weidemann, nach gut 3.000 Metern musste die Italienerin dann aber abreißen lassen. Schouten führte das Rennen nun mit weitem Vorsprung an und konnte sich am Ende mit einer Zeit von 6:43:51 Minuten und olympischem Rekord verdient die Goldmedaille sichern.

Zum ersten Mal seit 12 Jahren fand der Wettbewerb ohne die deutsche Athletin Claudia Pechstein statt. Bislang hielt die 49-Jährige den olympischen Rekord. Insgesamt konnte sich keine Deutsche für das Finale über die 5.000 Meter qualifizieren.