U21-EM - DFB-Elf startet ins Gruppenfinale gegen Rumänien

U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz

U21-EM in Ungarn

U21-EM - DFB-Elf startet ins Gruppenfinale gegen Rumänien

Die deutsche U21-Nationalmannschaft will im abschließenden EM-Gruppenspiel gegen Rumänien den Einzug ins Viertelfinale perfekt machen. Ein Remis genügt der Auswahl von Trainer Stefan Kuntz zum Weiterkommen.

Die komplizierte Rechenaufgabe für den Viertelfinal-Einzug im Gruppen-Showdown löste Stefan Kuntz ohne Mühe. Dass der deutschen U21-Nationalmannschaft in der letzten Vorrundenpartie gegen Rumänien am Dienstag (30.03.2021, 18 Uhr) schon ein Remis für das Ticket zur K.o.-Phase reicht, ändert für den 58-Jährigen allerdings nichts an der Herangehensweise.

"Wir können jetzt nicht sagen, wir können Rumänien rückwärts spielen", sagte der Nationaltrainer. "Da müssen wir nochmal voll 100 Prozent Gas geben."

Das Erreichen des Viertelfinales wäre auch für Kuntz ein Erfolg - mit einer Fußballer-Generation, die über deutlich weniger Erfahrung in der Bundesliga und im A-Nationalteam verfügt als ihre Vorgänger. "Wenn es die Aufgabe ist, Spieler für die A-Nationalmannschaft vorzubereiten, kann man daran schon recht deutlich sehen, dass wir gerade ein kleines Loch haben", sagte Kuntz.

Deutschland gegen Rumänien - Siegen und nach Hause fliegen

Sportschau 29.03.2021 02:30 Min. Verfügbar bis 29.03.2022 ARD Von Marc Eschweiler


Schwere Aufgaben im Viertelfinale

Mit einem Sieg hätte die DFB-Auswahl Rang eins in der Gruppe sicher und damit den vielleicht leichteren Gegner im Viertelfinale, das am 31. Mai ausgespielt wird. "Früher oder später kommen sowieso gute Gegner. Deswegen kann es uns eigentlich egal sein", sagte der Mainzer Jonathan Burkardt. Dänemark, Frankreich oder Russland heißen die möglichen deutschen Kontrahenten im Falle eines Weiterkommens.

Nicht mit dabei sein kann aller Voraussicht nach Youssoufa Moukoko. Der Dortmunder verpasst damit wohl auch das dritte EM-Vorrundenspiel und muss damit weiter auf sein Debüt in der DFB-Auswahl warten. "Er kann morgen wahrscheinlich nicht spielen. Er ist ziemlich sicher nicht einsatzfähig", sagte Kuntz nach dem Abschlusstraining am Montagnachmittag.

Dorsch und Maier fraglich

Der 16-Jährige hatte sich vor dem EM-Auftakt vergangene Woche eine Schienbeinprellung zugezogen, an der er noch immer leidet. "Er nutzt die Zeit jetzt, um die Abläufe kennenzulernen, damit er im Mai nicht mehr so viel lernen muss", sagte Kuntz mit Blick auf die K.o.-Phase des Turniers, die Ende Mai beginnt. Bei einem Einsatz im DFB-Team wäre Moukoko der jüngste deutsche U21-Nationalspieler.

Zudem fraglich für die Partie gegen die Rumänen sind zudem die beiden defensiven Mittelfeldspieler Niklas Dorsch und Kapitän Arne Maier, die nach dem 1:1 gegen die Niederlande am Samstag über muskuläre Probleme geklagt hatten.

"Extreme Mentalität" der Rumänen

"Wir erwarten bei Rumänien eine extreme Mentalität", sagte Kuntz, der seinem Team ein "hartes Stückchen Arbeit" prophezeite. "Sie werden nicht aufgeben und extrem offensiv anlaufen, darauf machen wir uns gefasst."

Ein kleiner Vorteil könnte sein, dass bei Rumänien die Stammspieler George Ganea - Sohn des Ex-Stuttgarters Ioan Viorel Ganea - und Marius Marin nach ihrer jeweils zweiten Gelben Karte gesperrt fehlen. Zudem gehören einige Profis aus dem Team von 2019 - darunter Ianis Hagi, Sohn des Ex-Fußballers Gheorghe Hagi - inzwischen zum A-Team.

Niederlande "befürchten" ein Remis

In den Niederlanden gibt es derweil Befürchtungen, Deutschland und Rumänien könnten 2:2 spielen. Dieses Ergebnis würde beiden Teams zum Einzug ins Viertelfinale reichen, das "Oranje"-Team wäre dann auch bei einem gleichzeitigen Kantersieg gegen Co-Gastgeber Ungarn ohne Chance.

"Wir konzentrieren uns auf uns. Unser Ziel ist es, zu gewinnen", versucht Kuntz jeglichen Verdacht bereits im Vorfeld der Partie entkräften.

dpa/sid | Stand: 29.03.2021, 19:35

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