Liverpool besiegt den Erzrivalen und zieht davon

Roberto Firmino (hinten) und Virgil van Dijk drehen jubelnd ab

Premier League

Liverpool besiegt den Erzrivalen und zieht davon

Der FC Liverpool mit Teammanager Jürgen Klopp hat seinen Vorsprung in der Premier League weiter ausgebaut. Die Verfolger Manchester City und Leicester City ließen Punkte liegen.

Spitzenreiter FC Liverpool hat am Sonntag (19.01.2020) seinen Vorsprung in der Premier League mit einem weiteren Sieg ausgebaut. Die Mannschaft von Jürgen Klopp besiegte zu Hause den Erzrivalen Manchester United mit 2:0 (1:0) und machte damit einen weiteren großen Schritt in Richtung erste Fußballmeisterschaft seit 30 Jahren. Nach dem Prestigeerfolg liegen die "Reds" bei einem Spiel weniger 16 Punkte vor dem Meister und Tabellenzweiten Manchester City.

Zwei Treffer aberkannt

Liverpool gewann verdient durch ein Kopfballtor von Virgil van Dijk (14.) und einem späten Treffer von Mohamed Salah (90.+3). In der ersten Halbzeit war der Ball noch zweimal im Netz gelandet. Aber ein Tor von Roberto Firmino wurde nach Videobeweis aberkannt, weil van Dijk zuvor United-Torwart David de Gea gefoult hatte.

Bei Georginio Wijnaldums Treffer hob der Schiedsrichter die Fahne wegen einer Abseitsposition. In der zweiten Hälfte hatten die "Reds" mehrfach die Gelegenheit zu erhöhen. Doch auch dank Keeper de Gea blieb es beim 1:0, bis Salah in der Nachspielzeit für die Entscheidung sorgte. Es war Liverpools 19. Sieg in Serie!

Peinliche Pleite für Leicester

Der Tabellendritte Leicester City ging am 23. Spieltag völlig leer aus. Bei Abstiegskandidat FC Burnley unterlag der Ex-Meister am Sonntag trotz Pausenführung noch mit 1:2 und verpasste damit die Chance zum Gleichstand mit Manchester City.

Crystal Palace luchst City Punkte ab

Jubel bei Crystal Palace

Jubel bei Crystal Palace

Denn Meister ManCity war bereits am Samstag (18.01.2020) zu Hause gegen Crystal Palace nicht über ein 2:2 (0:1) hinausgekommen. Der türkische Nationalspieler Cenk Tosun (39. Minute), der im Winter auf Leihbasis vom FC Everton zu Palace gewechselt war, schoss die Gäste zunächst in Führung. Sergio Agüero (82./87.) drehte die Partie mit seinem Doppelpack zugunsten der überlegenen Hausherren. Doch kurz darauf unterlief Fernandinho (90.) ein Eigentor.

Bayern Münchens kommender Champions-League-Gegner FC Chelsea mit Nationalspieler Antonio Rüdiger liegt nach dem 0:1 (0:0) bei Newcastle United durch das späte Tor von Isaac Hayden (90.+4) bereits 25 Zähler hinter Liverpool.

Arsenal verspielt Führung

Auch der FC Arsenal verpasste mit den deutschen Ex-Nationalspielern Mesut Özil und Shkodran Mustafi in der Startelf erneut einen Sieg. Gegen Aufsteiger Sheffield United verspielten die Londoner im eigenen Stadion die Führung und kamen nur zu einem 1:1 (1:0). Das Tor für die "Gunners", die auf den wegen einer Roten Karte gesperrten Pierre-Emerick Aubameyang verzichten mussten, erzielte der 18 Jahre alte Gabriel Martinelli (45.). Für die Gäste traf John Fleck (83.).

Tottenham siegt wieder nicht

Trainer José Mourinho wartet mit Tottenham Hotspur seit vier Spielen auf einen Sieg. Beim FC Watford reichte es nur zu einem torlosen Unentschieden. Dabei hatten die "Spurs" Glück, nicht als Verlierer den Platz zu verlassen. In der 70. Minute scheiterte nämlich Watfords Troy Deeney mit einem Handelfmeter an Tottenham-Keeper Paulo Gazzaniga. Jan Vertonghen hatte den Ball mit der Hand im Strafraum berührt. Zuletzt hatte Tottenham sogar zweimal in Folge verloren und den Anschluss zu den Spitzenteams verloren. Watford blieb derweil im sechsten Spiel in Folge ungeschlagen.

Watford mit viel Disziplin

Tottenham hatte große Probleme, das größere spielerische Vermögen in Torchancen umzumünzen. Watford spielte diszipliniert und machte die Räume eng, sodass dem Champions-League-Finalisten der vergangenen Saison und Achtelfinalgegner von RB Leipzig in der Königsklasse im Angriff die Durchschlagskraft fehlte. Mit 31 Punkten rangieren die "Spurs" im oberen Tabellenmittelfeld, Watford schwebt trotz der jüngsten Erfolgsserie weiter in Abstiegsgefahr.

red, dpa, sid | Stand: 19.01.2020, 19:41

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