DFB verlängert Wechselfrist bis in den Oktober

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Konsequenzen aus der Corona-Krise

DFB verlängert Wechselfrist bis in den Oktober

Der Deutsche Fußball-Bund hat wegen der Corona-Pandemie zeitliche Anpassungen für die bevorstehende Wechselperiode beschlossen.

Demnach öffnet das Transferfenster zunächst für einen einzigen Tag am 1. Juli, anschließend können in einer zweiten Periode von 15. Juli bis 5. Oktober 2020 weitere Wechsel getätigt werden. Dies entschied der Vorstand des DFB gemeinsam mit der Deutschen Fußball Liga und in Abstimmung mit dem Weltverband FIFA.

Frymuth hält die Anpassung für "erforderlich"

In den vorherigen Jahren war das Sommertransferfenster in Deutschland in der Regel vom 1. Juli bis 31. August geöffnet.

"Wegen der Coronakrise und der daraus resultierenden Verschiebungen der Spielzeiten sind national sowie international Anpassungen der Wechselperioden erforderlich, sodass der bisherige Zeitraum aktualisiert werden musste", sagt Peter Frymuth, DFB-Vizepräsident für Spielbetrieb und Fußballentwicklung.

Streich mag das "Geschacher" nicht

Mit der Verlängerung der zweiten Phase bis zum 5. Oktober folgt der DFB einem Aufruf der Europäischen Fußball-Union UEFA an seine Mitgliedsverbände. So sollen die Vereine trotz später zu Ende gehender aktueller Spielzeit und später beginnender kommender Saison auch international möglichst lange und flexibel Transfers tätigen können.

Von dieser Verlängerung der Frist sind aber nicht alle begeistert - vor allem nicht Freiburgs Trainer Christian Streich. Der kommentiert das Ausdehnen der Wechselzeiten so: "Damit bin ich nicht so glücklich. Man braucht im Fußball klare Verhältnisse, und die werden wir diesmal nicht haben. Ich kann es wegen der Pandemie verstehen, aber wir in Freiburg mögen es nicht, weil dann länger geschachert wird. Es geht um Fußball, und da musst du eine Mannschaft stehen haben, wenn es losgeht. Es geht um Klarheit - die werden wir diesmal nicht haben."

Streich über Transferfenster: "Ich mag es nicht, weil da geschachert wird" Sportschau 29.06.2020 00:27 Min. Verfügbar bis 29.06.2021 Das Erste

Bis zum 6. Oktober können Spieler für die Gruppenphase der UEFA-Klubwettbewerbe 2020/2021 registriert werden. Die erste, eintägige Wechselperiode ist vor allem für die Registrierung bereits beschlossener Transfers mit Vertragsbeginn zum 1. Juli 2020 vorgesehen.

Ein-Tages-Regel betrifft Timo Werner

Zu diesem Zeitpunkt bereits verpflichtete Spieler sind trotz möglicherweise andauernder Spielzeit 2019/20 allerdings erst für Partien der anschließenden Saison 2020/21 spielberechtigt.

Dies betrifft etwa Nationalstürmer Timo Werner, der von RB Leipzig in die englische Premier League zum FC Chelsea wechselt und im Champions-League-Rückspiel des FC Chelsea gegen den FC Bayern München nicht mitwirken darf.

Chelsea-Wechsel bestätigt: Werner verlässt Leipzig

Sportschau 18.06.2020 00:37 Min. Verfügbar bis 18.06.2021 ARD

sid/dpa | Stand: 29.06.2020, 20:18

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