Die Elf des Spieltags: Titelaspiranten und ein Flankengott

Die Elf des Spieltags: Titelaspiranten und ein Flankengott

Klar, dass der FC Bayern und RB Leipzig die Elf des 24. Spieltags der Fußball-Bundesliga dominieren. Platz findet aber auch wieder jener Frankfurter "Flankengott", der hier fast schon ein Abo hat.

Herthas Stürmer Jhon Cordoba, Augsburgs Abwehrspieler Raphael Framberger und Augsburgs Torwart Rafal Gikiewicz

Tor - Rafal Gikiewicz (FC Augsburg): Ohne Gikiewicz wäre die Partie bei der Hertha für den FCA viel früher verloren gegangen. Der Augsburger Keeper war bei den Berliner Großchancen immer zur Stelle - in der ersten Halbzeit gegen Jhon Cordoba und besonders gegen Santiago Ascacibar, 60 Sekunden nach Wiederanpfiff erneut ganz stark gegen Cordoba. Bei den beiden Gegentreffern war er chancenlos.

Tor - Rafal Gikiewicz (FC Augsburg): Ohne Gikiewicz wäre die Partie bei der Hertha für den FCA viel früher verloren gegangen. Der Augsburger Keeper war bei den Berliner Großchancen immer zur Stelle - in der ersten Halbzeit gegen Jhon Cordoba und besonders gegen Santiago Ascacibar, 60 Sekunden nach Wiederanpfiff erneut ganz stark gegen Cordoba. Bei den beiden Gegentreffern war er chancenlos.

Abwehr - Pavel Kaderabek (1899 Hoffenheim): Der Tscheche war über rechts der entscheidende Spieler der Hoffenheimer beim Sieg über Wolfsburg. Er schlug viele Flanken und bereitete beide Treffer der Kraichgauer vor. Arbeitete auch unheimlich viel gegen den Ball und brachte die "Wölfe" immer wieder in Verlegenheit. Zog zudem viele Sprints an und spulte fast zwölf Kilometer Laufdistanz ab.

Abwehr - Jonathan Tah (Bayer 04 Leverkusen): Erstmals seit 16 Spielen (4:0 beim 1. FC Köln) kassierte Bayer kein Gegentor. Das war auch das Verdienst von Jonathan Tah, der mit Übersicht und erlaubter Aggressivität alles wegbügelte, was auf das Leverkusener Tor kam. Tahs wichtigste Tat war, dass er einen Schuss von Hannes Wolf mit ganz langem Bein noch zur Ecke abfälschte.

Abwehr - Marc Oliver Kempf (VfB Stuttgart): Der Verteidiger ragte heraus aus der Hintermannschaft der Stuttgarter beim 1:1 in Frankfurt. Mit viel Umsicht dirigierte er seine Abwehr und ging keinem Zweikampf aus dem Weg. Mit Auge, Gefühl und einem genialen Pass leitete er zudem den Treffer von Stürmer Sasa Kalajdzic ein.

Mittelfeld - Lucas Tousart (Hertha BSC): Der Franzose organisierte das Mittelfeld der Berliner, ohne die ganz großen Wunderdinge zu vollbringen. Doch genau das war es, was der Hertha zuletzt gefehlt hatte: Jemand, der sich auf einfache und wirksame Dinge besinnt. Er gewann starke 74 Prozent der Zweikämpfe, lief fast zwölf Kilometer und war kurz vor Schluss dann doch noch an etwas Großem beteiligt. Er zog entschlossen in den Strafraum, wo er gefoult wurde. Der fällige Strafstoß entschied die Partie.

Mittelfeld - Joshua Kimmich (FC Bayern): Kimmich ist weiter der Dreh- und Angelpunkt im Bayern-Mittelfeld. Beim Sieg gegen Dortmund war keiner mehr am Ball (126 Kontakte), keiner lief mehr (12,9 Kilometer), und dazu leitete er mit klugen Pässen und langen Chips immer wieder Abschluss-Aktionen ein.

Mittelfeld - Kevin Kampl (RB Leipzig): Er war ein Grundpfeiler des Leipziger Erfolgs bei Angstgegner SC Freiburg. Enorm stark präsentierte er sich in der Defensive, gewann mit 18 Zweikämpfen die meisten auf dem Feld. Und in der Entstehung war er an allen drei Toren beteiligt. Seine Störaktion im Mittelfeld führte zur Leipziger Führung durch Christopher Nkunku. Auch dem 2:0 durch Alexander Sörloth ging eine Balleroberung des slowenischen Nationalspielers samt anschließendem Pass voraus. Das 3:0 leitete er ebenfalls mit einem Pass auf den Norweger ein.

Mittelfeld - Filip Kostic (Eintracht Frankfurt): Der Topscorer und "Flankengott" der Eintracht machte seinem Ruf auch gegen den VfB Stuttgart alle Ehre. Wieder einmal war der Serbe der auffälligste Akteur seiner Mannschaft und rettete ihr mit seinem Ausgleichstreffer einen Punkt. Darüber hinaus gab Kostic je elf Flanken und Torschussvorlagen ab. Mehr Zweikämpfe als er (31) und Jovic bestritt auf dem Platz nur Stuttgarts Silas Wamangituka (40).

Mittelfeld - Leroy Sané (FC Bayern): Münchens Trainer Hansi Flick scheint Sané richtig angepackt zu haben. Seit Wochen ist der Offensivmann im Flow. Auch gegen Dortmund war er kaum zu halten. Dribblings, Flanken - immer wieder sorgte er für Gefahr. Und immer wieder ging er verlorenen Bällen nach, so wie in der Schlussphase, wodurch er die Entscheidung miteinleitete.

Angriff - Christopher Nkunku (RB Leipzig): Der französische Offensivspieler präsentierte sich gegen Freiburg in blendender Verfassung und mit viel Spielfreude. Er sorgte auf der linken Seite mit seinen Aktionen immer wieder für Wirbel und Gefahr und hinterließ auch in der Defensivarbeit einen starken Eindruck. Traf zur Leipziger Führung und legte vor dem 2:0 klug und uneigennützig auf Torschütze Sörloth ab.

Angriff - Robert Lewandowski (FC Bayern): Was soll man dazu noch sagen? Im ganz wichtigen Spiel gegen Borussia Dortmund macht Lewandowski drei Tore. Seine Saisontreffer 29, 30 und 31 halten ihn auf Kurs zu Gerd Müllers vielleicht nur scheinbar ewigem Bundesliga-Torjägerrekord von 40 Treffern - und die Bayern auf dem ersten Tabellenplatz. Der Pole scheute dabei auch lange Wege nicht (10,2 Kilometer Laufleistung) und setzte auch immer wieder seine Nebenleute ein.

Die Elf des 24. Spieltags:

Stand: 07.03.2021, 06:30 Uhr

Darstellung: