Claudia Pechstein in Heerenveen

Eisschnelllauf | Heerenveen Uhrig und Pechstein genießen Bad in der Menge in Heerenveen

Stand: 13.03.2022 18:12 Uhr

Die Eisschnelllauf-Saison ist Geschichte und endete erwartungsgemäß im Finale ohne deutschen Podestplatz. Nur vier Kufenflitzer waren im stimmungsvollen Heerenveen dabei - mit dem Ausgang der Rennen hatten sie nichts zu tun, Spaß hatten sie dennoch.

Nach dem enttäuschenden vorletzten Platz über 5.000 Meter von Patrick Beckert (Erfurt) am Samstag (12.03.2022) hat Michelle Uhrig mit ihrem fünften Platz zum Abschluss der Eisschnelllauf-Saison einen persönlich gelungenen Saisonabschluss gefeiert. Auch Claudia Pechstein dürfte mit dem neunten Platz zufrieden gewesen sein.

Im Massenstartrennen über 16 Runden mit Wertungssprints sammelte Uhrig, die bei den Olympischen Winterspielen in Peking nach einem Sturz im Halbfinale dieser Disziplin ausgeschieden war, sechs Punkte. Damit setzte die Berlinerin ein Achtungszeichen und freute sich über ihr persönlich bestes Saisonergebnis.

Claudia Pechstein landete wie schon in Peking auf Rang neun. Die 50-Jährige lief in den ersten sechs Runden sogar an der Spitze, konnte aber nach einer Tempoverschärfung nicht mithalten. Noch hat sich die Dauerbrennerin und fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin nicht zu ihrer persönlichen Zukunft geäußert. Möglich, dass sie auch mit 51 noch im Weltcup-Zirkus mitmischen wird.

Eisschnelllauf in Heerenveen - der zweite Wettkampftag in der Zusammenfassung

Sportschau, 13.03.2022 09:20 Uhr

Ausverkauftes Haus im Eisschnelllauf-Paradies

Die 8.000 Fans in der ausverkauften Halle in Heerenveen feierten am Sonntag vor allem den Doppelsieg im Massenstart durch Irene Schouten und Marijke Groenewoud frenetisch. Auf Platz drei lief die Italienerin Francesca Lollobrigida.

Rijhnen läuft auf den zehnten Platz

Im Massenstart der Männer wurde Felix Rijhnen aus Frankfurt/Main, einziger deutscher Starter in dieser Disziplin, mit zwei Punkten Zehnter. Peking-Olympiasieger Bart Swings aus Belgien war auch in Heerenveen nicht zu schlagen. 

Emotionaler Samstag

Am Samstag waren bereits die niederländischen Eisschnelllauf-Stars Ireen Wüst und Sven Kramer vor den Augen des niederländischen Staatsoberhaupts König Willem Alexander und seiner Frau, Königin Maxima, emotional in den Ruhestand verabschiedet worden. Wüst und Kramer, beide erstmals 2006 in Turin bei Olympischen Winterspielen am Start, kommen gemeinsam auf 22 Olympia-Medaillen.