Profisport bleibt weiter von neuen Corona-Maßnahmen verschont

Leere Ränge beim Bundesliga-Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem VfL Wolfsburg

Coronavirus-Pandemie

Profisport bleibt weiter von neuen Corona-Maßnahmen verschont

Von Chaled Nahar

Der Profisport darf weitermachen, die neuen Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz beinhalten keine weiteren Einschränkungen. Vor der Sitzung hatte ein Ministerpräsident die Privilegien des Sports öffentlich zum Thema gemacht.

In den Beschlüssen der Bund-Länder-Konferenz ist der Sport kein Thema. Damit gilt in Sachen Sport die letzte gültige Beschlusslage: Auf der Grundlage von Hygienekonzepten läuft der Spielbetrieb beispielsweise im Fußball, Handball, Eishockey und Basketball weiter. Im Amateur- und Breitensport wurde die Zwangspause verlängert. Entscheidend bleiben aber die endgültigen Fassungen der Corona-Schutzverordnungen in den Bundesländern.

Saarlands Ministerpräsident forderte Debatte über Profisport

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans hatte zuvor speziell die Privilegien für den Profifußball kritisiert. Es gebe viele Ungereimtheiten, über die man reden müsse, sagte der CDU-Politiker am Montag (18.01.2021) dem Saarländischen Rundfunk. "Kinder dürfen nicht Fußball spielen, während man in der Bundesliga so weitermacht, als wäre nichts gewesen - auch mit der Mutation, die jetzt im Spiel ist", führte der 42-Jährige Regierungschef des Saarlands aus.

Unklar bleibt, ob das Thema Profisport bei der Bund-Länder-Konferenz überhaupt diskutiert wurde.

Seit Anfang November ohne Fans

Seit dem 2. November sind Fans bei den Spielen ausgeschlossen. In den Wochen vor dieser Entscheidung war bei einer Sieben-Tage-Inzidenz am Spielort von weniger als 35 eine Teilzulassung von einigen Fans des Heimteams unter bestimmten Auflagen möglich. Den generellen Stopp der Sportligen stellte seit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs aber öffentlich kaum ein Politiker zur Diskussion.

Der Profisport in Deutschland war so von den Verschärfungen der Corona-Maßnahmen in den vergangenen Wochen nicht weiter betroffen.

Stand: 19.01.2021, 21:59

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