Arminia Bielefeld - Die Hoffnung auf den Klassenerhalt wächst

Bejubeln das das Bielefelder 1:0 gegen den VfL Bochum (v.,l.): Manuel Prietl, Patrick Wimmer, Masaya Okugawa, Janni Serra, Alessandro Schöpf.

Arminia Bielefeld - Die Hoffnung auf den Klassenerhalt wächst

Nach den ersten zehn Spielen der Saison sah Arminia Bielefeld wie ein Absteiger aus. Doch langsam greifen die Rädchen im Spiel des DSC ineinander. Die Hoffnung auf den Klassenerhalt wächst.

Die Bielefelder Bilanz nach dem ersten Saisondrittel machte wenig Mut: Noch sieglos, nur fünf Punkte und klägliche sechs Tore standen zu Buche. Nur weil es mit Neuling Greuther Fürth ein Team gab, das noch weniger erreicht hatte, zierten die Arminen "nur" den vorletzten Tabellenplatz. Doch man blieb ruhig in Ostwestfalen, hielt an Trainer Frank Kramer fest und arbeitete unbeirrt an der Mission "Klassenerhalt" weiter. Und tatsächlich ist die Arminia zum Beginn der Rückrunde wieder in Reichweite der Nichtabstiegsplätze.

So lief die Hinrunde

Der DSC zeigte in jedem Spiel großen Kampf und viel Laufbereitschaft. Mehr als die Hälfte der Hinrunde jedoch wirkte das Bielefelder Spiel hektisch, drucklos und mitunter auch planlos. Die Mannschaft schien den Herausforderungen des zweiten Jahres in der Beletage des deutschen Fußballs nicht gewachsen zu sein.

Enttäuschung bei Arminia Bielefelds Manuel Prietl, Joakim Nilsson und Fabian Kunze (v.l.).

Vor allem die vielen jungen Neuzugänge erwiesen sich lange nicht als sofortige Verstärkung. Die erfahrenen Spieler schienen mit der Führung der Jungspunde überfordert. Besonders in der Offensive waren die Ostwestfalen lange derart ungefährlich, dass sich kaum jemand vorstellen konnte, wie den Blauen der Klassenerhalt gelingen sollte.

Doch im letzten Drittel der Hinserie fing sich das Team und steigerte sich von Spiel zu Spiel - von der Partie bei Hertha BSC (0:2) einmal abgesehen, in der die Ostwestfalen keine Chance hatten. Nach der 1:2-Niederlage gegen Mainz am 10. Spieltag folgten mit dem 1:0 in Stuttgart der erste "Dreier" der Saison und bis zum Jahresende insgesamt drei Siege, zwei Remis und zwei Niederlagen bei 8:6 Toren.

Rückschläge, wie etwa das 2:2 gegen Wolfsburg (nach 2:0-Führung), steckte das Team weg. Mit zuletzt zwei 2:0-Erfolgen (gegen Bochum und in Leipzig) tankten die Ostwestfalen weiteres Selbtbewusstsein für die Aufholjagd in der Rückrunde. Mittlerweile ist der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz auf zwei Punkte geschmolzen.

Bielefeld schockt Leipzig - trotz Unterzahl Sportschau 19.12.2021 08:31 Min. Verfügbar bis 30.06.2022 Das Erste

Wer kommt, wer geht

Mit Gonzalo Castro (34) und Burak Ince (17) werden der Arminia zwei neue Spieler in der Rückrunde zur Verfügung stehen. Der eine steht am Ende seiner Karriere, für den anderen nimmt die Fußball-Laufbahn gerade erst Fahrt auf.

Der fünfmalige Nationalspieler Castro, soll mit seiner Erfahrung aus 409 Bundesligaspielen für Dortmund, Leverkusen und Stuttgart der Defensive mehr Stabilität verleihen und die jungen Spieler führen und fördern. Der gebürtige Wuppertaler stand zwar seit Sommer ohne Verein da, hielt sich aber zuletzt bei Drittligist Viktoria Köln fit und unterschrieb beim DSC einen Vertrag bis zum Sommer mit Option auf Verlängerung.

Ince hingegen gilt als Investition für die Zukunft. Der Mittelfeldspieler kommt vom türkischen Zweitligisten Altinordu FK und wird nach seinem 18. Geburtstag am 20. Januar für die Ostwestfalen spielberechtigt sein (Vertrag bis 2025). Der türkische Junioren-Nationalspieler gilt als großes Talent und soll auf der "Alm" behutsam für seinen nächsten Entwicklungsschritt aufgebaut und vorbereitet werden.

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Stand: 30.12.2021, 08:05

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