Spitzenreiter Flensburg gewinnt auch Topspiel in Magdeburg

Krejberg im Tor

HBL

Spitzenreiter Flensburg gewinnt auch Topspiel in Magdeburg

Flensburg hat in der Handball-Bundesliga einen wichtigen Schritt zum Meistertitel gemacht und die Serie von Magdbeburg beendet. Rekordmeister Kiel rutscht damit wieder auf Platz zwei ab.

Zweites Topspiel, zweiter Sieg: Acht Tage nach dem Prestigeerfolg gegen den THW Kiel setzte sich Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt auch beim SC Magdeburg durch. Das 32:29 (18:17) beim zuvor 22 Spiele ungeschlagenen Tabellendritten könnte ein entscheidender Schritt auf dem Weg zum vierten Meistertitel in der Handball-Bundesliga sein.

Dabei hatten die Gäste am Sonntag (04.04.2021) in Magdeburg zwei frühe Rückschläge verkraften müssen. Innerhalb einer Minute sah zuerst Jim Gottfridsson eine umstrittene Rote Karte, dann verdrehte sich Magnus Röd das Knie. Doch in dieser Phase zeigte sich, wie gefestigt die Flensburger sind. Statt zu verzagen, holten sie den Rückstand von drei Toren auf und gingen mit dem letzten Wurf der ersten Halbzeit erstmals in Führung. Bis dahin hatte Magdeburg das Geschehen lange unter Kontrolle.

Golla bester Werfer

Flensburg nahm den Schwung auch in die zweite Hälfte mit und baute die Führung zwischenzeitlich auf fünf Tore aus (25:20). Röd hatte sich mittlerweile erholt, Magdeburg aber auch, zwölf Minuten vor Schluss glichen sie wieder aus. Doch Flensburg mit dem Nationalspieler Johannes Golla (acht Tore) als bestem Werfer erwies sich erneut als abgezockter. Daran änderten letztlich auch die je sieben Treffer von Magdeburgs Omar Ingi Magnusson und Christian O'Sullivan nichts.

Löwen und Füche verlieren

Den möglichen Sprung auf Rang drei verpassten unterdessen die Rhein-Neckar Löwen (34:14 Punkte) durch eine überraschende 32:34 (15:18)-Niederlage bei der HSG Wetzlar. Für die Löwen war es die erste Pleite nach vier Siegen in Folge. Wetzlar hatte in dem Schweizer Lenny Rubin (acht Tore) den besten Werfer des Spiels in den Reihen und verbuchte den ersten Erfolg nach fünf Spielen ohne Sieg.

Frisch Auf Göppingen stellte derweil beim 25:24 (12:12) gegen die Füchse Berlin einen zehn Jahre alten Klubrekord ein. Acht Siege in Folge hatte eine FA-Mannschaft zuletzt 2010/11 unter Trainer Velimir Petkovic geschafft. Bester Werfer war Göppingens Marcel Schiller mit elf Toren.

Flensburg verdrängt Kiel wieder

Jubel beim THW Kiel

Bereits am Samstag hatte der deutsche Rekordmeister THW Kiel sein Heimspiel gegen den TVB Stuttgart mit 33:28 (16:15) gewonnen.

Beste Kieler Werfer waren Domagoj Duvnjak und Sander Sagosen mit jeweils sechs Toren, für den TVB erzielte Jerome Müller sieben Treffer. Die Kieler übernahmen im ersten Abschnitt das Kommando, ohne sich entscheidend von den Gästen abzusetzen. Größer als drei Tore wurde der Vorsprung vor der Pause nicht.

Zwölfter Sieg im zwölften Duell

Auch nach dem Seitenwechsel ließen sich die Gäste nicht abhängen. Als der TVB aber mit dem siebten Feldspieler agierte, erhöhten Duvnjak und Patrick Wiencek mit Treffern in das leere Tor auf 21:19 (41.). Die Vorentscheidung zum zwölften Kieler Sieg im zwölften Duell mit dem TVB war dann das 31:28 durch Sagosen in der 58. Minute.

red/sid/dpa | Stand: 04.04.2021, 16:42

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