Sander Sagosen (THW Kiel) muss mit Verletzung behandelt werden

Handball | Bundesliga Handball - Sagosen-Verletzung überschattet Kieler Derby-Sieg

Stand: 05.06.2022 18:40 Uhr

Handball-Bundesligist THW Kiel hat gegen den HSV Hamburg den nächsten Schritt zur Champions-League-Qualifikation gemacht. Rückraumspieler Sander Sagosen verletzte sich dabei allerdings schwer.

Der Rekordmeister feierte am Sonntag (05.06.2022) im Nordderby gegen den HSV Hamburg einen 29:22 (16:8)-Heimsieg und festigte so den zweiten Platz. Beste Werfer der "Zebras" waren Harald Reinkind und Magnus Landin mit je fünf Treffern. Für die Hamburger war Casper Mortensen zehnmal erfolgreich. Überschattet wurde die Partie durch die Verletzung des Kielers Sander Sagosen. Der Norweger war in der neunten Minute umgeknickt und ins Krankenhaus gebracht worden.

Wie der THW mitteilte, zog sich der Norweger eine Fraktur im linken Sprunggelenk und einen Riss des Syndesmosebandes zu. "Mit dieser Art der Verletzung wird Sander zwischen sechs und acht Monaten ausfallen", sagte Mannschaftsarzt Frank Pries. Der Fuß sei zur vorübergehenden Ruhigstellung in Gips gelegt worden.

In der erstmals seit drei Jahren wieder mit 10.285 Zuschauern ausverkauften Kieler Arena waren die Gäste aus der Hansestadt mit großen Personalsorgen angetreten. Trainer Torsten Jansen musste auf fünf Rückraumspieler verzichten. Dafür hatten in Max Niemann und Jannis Schnitter zwei Nachwuchsspieler die Reise nach Kiel mit angetreten. Beim THW kam der für den verletzten Hendrik Pekeler nachverpflichtete Norweger Bjarte Myrhol zum Einsatz. Der 40-Jährige brachte es am Ende auf zwei Tore. Kiel sorgte von Beginn an für klare Verhältnisse. Den Acht-Tore-Vorsprung zur Pause baute THW-Linksaußen Rune Dahmke in der 41. Minute auf 22:10 aus. Der Hamburger Kreisläufer Manuel Späth absolvierte sein 500. Bundesligaspiel.

Füchse Berlin schlagen Minden klar

Die Füchse Berlin haben ihre Minimalchance auf das Erreichen eines Champions-League-Platzes gewahrt. Die Berliner gewannen vor 8.066 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle gegen die GWD Minden deutlich mit 35:25 (18:15). Damit bleiben die Füchse Tabellendritter, zwei Punkte hinter dem THW Kiel. Beste Berliner Werfer waren Hans Lindberg mit elf und Milos Vujovic mit sechs Toren.

Flensburg-Handewitt verliert in Lemgo

Die SG Flensburg-Handewitt hatte bereits vor seiner Auswärtspartie beim TBV Lemgo Lippe nur noch sehr theoretische Chancen auf den zweiten Platz. Nach der 25:30 (13:14)-Niederlage bei den Ostwestfalen ist die Champions-League-Qualifikation für die Mannschaft von Coach Maik Machulla nun auch rechnerisch nicht mehr möglich. Und nach dem Berliner Sieg in Minden ist auch Rang drei bei nun vier Zählern Rückstand auf die Hauptstäder kaum noch zu erreichen.

Siege für Melsungen und Leipzig

Schon am Samstag hatten die MT Melsungen und der SC DHfK Leipzig ihre Negativserien in der Handball-Bundesliga beendet. Die Nordhessen von Trainer Roberto Garcia Parrondo setzten sich mit 31:24 (14:9) beim Bergischen HC durch und feierten damit den ersten Sieg nach zuvor sechs Niederlagen in Folge. Leipzig holte beim 27:24 (15:12) bei der HSG Wetzlar den ersten Erfolg nach zuvor fünf Niederlagen in Serie.

Die deutschen Nationalspieler Kai Häfner und Julius Kühn waren in der Wuppertaler Uni-Halle mit jeweils sechs Toren die besten Werfer für die Melsunger, die als Tabellen-Neunter die Teilnahme am internationalen Geschäft in der kommenden Saison bereits abschreiben mussten. Der BHC auf Platz 13 hat bei noch zwei ausstehenden Saisonspielen nichts mehr mit dem Abstieg zu tun.

Für Leipzig, nun auf Rang acht, ragte Linksaußen Lukas Binder (7 Tore) als bester Werfer heraus. Leipzig hat nur noch geringe Chancen auf die Teilnahme an der European League in der kommenden Saison.

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