Russland – Hinten sattelfest, vorne mit Tormaschine Dzyuba

Teaserbild für die Nationalmannschaft: Russland

Russland bei der Euro 2020

Russland – Hinten sattelfest, vorne mit Tormaschine Dzyuba

Die "Sbornaja" hat 2018 bei der Heim-WM positiv überrascht. Drei Jahre später ist der Kader kaum verändert: Nach wie vor ruhen die Hoffnungen insbesondere auf Sturmtank Artem Dzyuba. Wissenswertes zu Russland.

Bisherige EM-Teilnahmen

Anzahl5
Größte ErfolgeHalbfinale (2008)
Letzte EM (2016 in Frankreich)Aus in der Vorrunde

Der Weg zur EURO 2020

An Belgien (zehn Spiele, zehn Siege) gab es in der Qualifikationsgruppe für Russland kein Vorbeikommen. Hinter den Belgiern aber positionierten sich die Russen als ganz klare Nummer zwei – vor Schottland, Zypern, Kasachstan und San Marino. Bemerkenswert sind dabei insbesondere die beiden Siege gegen EM-Teilnehmer Schottland (2:1 und 4:0). Zudem ist die russische Defensivstärke auffällig: Sieht man von den beiden Niederlagen gegen Belgien (1:3 und 1:4) ab, kassierten die Russen in den weiteren acht Spielen nur ein einziges Gegentor.

Der Schlüsselspieler: Artem Dzyuba

Ein Spieler lächelt auf dem Feld

Artem Dzyuba

Russlands Mittelstürmer mag nicht der technisch versierteste Offensivmann dieser Europameisterschaft sein. Ausgestattet mit viel Wucht, Durchsetzungsfähigkeit und Torgefahr ist er dennoch der Spieler, den die gegnerischen Mannschaften bei den Russen am meisten fürchten müssen. Der 32-Jährige von Zenit St. Petersburg wurde zuletzt mit 20 Saisontoren Torschützenkönig der heimischen Premjer Liga und befindet sich in Topform. Auch in der Nationalelf zeigt sich der 1,96-Meter-Hüne treffsicher: In 50 Länderspielen traf Dzyuba 29 Mal – neun dieser Tore schoss Russlands Kapitän bei den Qualifikationsspielen für die kommende EURO.

Der Trainer: Stanislaw Salamowitsch Tschertschessow

Ein Trainer klatscht einen Spieler nach der Auswechslung ab

Stanislaw Salamowitsch Tschertschessow

Russlands Nationaltrainer ist ein ehemaliger Torwart, der mit dem FC Tirol Innsbruck als Spieler drei Jahre in Folge österreichischer Meister wurde (2000 bis 2002) und seit dieser Zeit fließend deutsch spricht. Als Trainer begann Tschertschessow seine Karriere ebenfalls in Österreich, ehe er 2007 nach Russland zu Spartak Moskau wechselte.

Etliche Stationen innerhalb Russlands später wurde er 2016 Nationaltrainer seines Landes und ging die große Herausforderung der Heim-WM 2018 mit seiner Mannschaft an. Diese Mission verlief erfolgreich, mit weitgehend unbekannten Spielern aus der russischen Liga erreichte der heute 58-Jährige das Viertelfinale, in dem man gegen Kroatien erst im Elfmeterschießen scheiterte.

Kader und mögliche Startelf

Die mögliche Aufstellung der Nationalmannschaft von Russland

Die Sportschau-Prognose

In der Nations League trafen die Russen Ende des vergangenen Jahres in Serbien, Ungarn und der Türkei auf Gegner, die ähnlich stark einzuschätzen sind wie die Russen selbst – heraus kam ein durchschnittliches Ergebnis mit zwei Siegen, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen. Auch wenn die EURO-Qualifikation stark war, wird man es in Gruppe B trotz des Heimvorteils alles andere als leicht haben, weiterzukommen. Gegen die Belgier hatte man schon in der Quali keine Chance, dazu sind die Dänen in guter Form.

Der russische Kader ist insgesamt mit zu wenig Erfahrung auf hohem internationalen Niveau ausgestattet, um bei der EURO für Aufsehen zu sorgen. Der Großteil der Akteure spielt in der heimischen Liga, die mit Europas Top-Ligen keinesfalls mithalten kann. Spätestens im Achtelfinale ist für Russland Schluss.

Termine und Gruppe

Gruppe BGegnerSpielortÜbertragung
Samstag, 12. Juni, 21 UhrBelgienSt. PetersburgZDF
Mittwoch, 16. Juni, 15 UhrFinnlandSt. PetersburgMagenta
Montag, 21. Juni, 21 UhrDänemarkKopenhagenARD

mak | Stand: 30.05.2021, 12:00

Darstellung: