Nordmazedonien – Auf Wolke sieben nach Sieg über Deutschland

Teaserbild für die Nationalmannschaft: Nordmazedonien

Nordmazedonien bei der Euro 2020

Nordmazedonien – Auf Wolke sieben nach Sieg über Deutschland

Der sensationelle Erfolg der Mazedonier gegen Deutschland im März hat Euphorie im kleinen Land entfacht. Kann das Team um Routinier Goran Pandev bei der EURO überraschen? Wissenswertes zu Nordmazedonien.

Bisherige EM-Teilnahmen

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Größte ErfolgeQualifikation zur Euro 2020
Letzte EM (2016 in Frankreich)nicht qualifiziert

Der Weg zur EURO 2020

Polen und Österreich erwiesen sich in der EM-Qualifikation als zu starke Gegner für Nordmazedonien. Hinter diesen beiden Nationen schnappte sich das kleine Land in Südosteuropa aber den dritten Tabellenrang in der Qualifikationsgruppe G. Sowohl gegen Israel als auch gegen Slowenien holte man je vier Punkte, beide Länder konnten so distanziert werden. Über die Playoffs und knappe Siege gegen Kosovo (2:1) und gegen Georgien (1:0) sicherte sich Nordmazedonien schließlich die überraschende EM-Quali. Seit 1993 tritt Nordmazedonien als eigene Nationalmannschaft an (bis 2019 unter dem Namen Mazedonien), mit der EURO 2020 schaffte man die erste Teilnahme an einem großen Turnier. 

Der Schlüsselspieler: Goran Pandev

Ein Mann jubelt nach einem Treffer

Goran Pandev

Er ist Rekordnationalspieler, Rekordtorschütze und Kapitän der Nationalmannschaft: Goran Pandev ist das Gesicht Nordmazedoniens. Bereits 2003 debütierte Pandev in der Serie A und reihte in seiner Karriere Erfolg an Erfolg – die Krönung war der Champions-League-Titel in der Saison 2009/10 mit Inter Mailand. Kurz nach der EM wird Pandev seinen 38. Geburtstag feiern, doch trotz dieses vergleichsweise hohen Alters hält der Offensivmann immer noch auf allerhöchstem Niveau mit.

In der vergangenen Serie-A-Saison kam Pandev für Genua fast in jedem Spiel zum Einsatz – und mit seinen technischen Fähigkeiten sowie seiner enormen Spielintelligenz drückt Pandev auch dem Spiel seiner Nationalmannschaft noch immer den Stempel auf. Auch Deutschland musste dies leidvoll erfahren, als Pandev für Nordmazedonien im März zur Führung gegen die DFB-Elf traf (Endstand: 2:1 für Nordmazedonien).

Der Trainer: Igor Angelovski

Ein Mann wird bejubelt und hochgelebt

Igor Angelovski

Nordmazedoniens Nationaltrainer Igor Angelovski ist auf der internationalen Fußballbühne ein recht unbeschriebenes Blatt. Als Spieler war er zwischen 1996 und 2009 in der tschechischen und mazedonischen Liga unterwegs, als Trainer wurde er 2013/14 mazedonischer Meister mit Rabotnicki Skopje.

2015 wurde der damals 39-Jährige Nationaltrainer Nordmazedoniens und hat sein Land fortan von Platz 135 der FIFA-Weltrangliste bis unter die besten 70 Nationen gebracht (Stand vor der EM: 62.). Angelovski gilt als Trainer, der viel Wert auf eine positive Stimmung im Kader legt und das Selbstbewusstsein seiner Spieler stärkt.

Kader und mögliche Startelf

Die mögliche Aufstellung der Nationalmannschaft von Nordmazedonien

Die Sportschau-Prognose

Wie gefährlich die Nordmazedonier selbst Top-Nationen werden können, hat die deutsche Nationalmannschaft leidvoll im März dieses Jahres erfahren. Trotzdem sollte man dieses Ergebnis nicht überbewerten. In Goran Pandev (CFC Genua), Eljif Elmas (SSC Neapel), Ezgjan Alioski (Leeds United) und Enis Bardhi (UD Levante) hat man nur vier Spieler, die man ihrer Vereinszugehörigkeit nach zur erweiterten europäischen Spitzenklasse zählen kann.

Auch die Resultate gegen Polen und Österreich bei der EM-Quali sowie die Niederlage gegen Rumänien (2:3) im März zeigen, dass Siege gegen Nationen auf gutem europäischen Niveau für Nordmazedonien keine Selbstverständlichkeit sind. Bereits der dritte Platz wäre daher eine Überraschung für die "Crveni Risovi" (deutsch: Die roten Luchse), denn die Gruppengegner aus der Niederlande, Österreich und Ukraine sind allesamt auf dem Papier stärker einzuschätzen als Nordmazedonien.

Termine und Gruppe

Gruppe CGegnerSpielortÜbertragung
Sonntag, 13. Juni, 18 UhrÖsterreichBukarestARD
Donnerstag, 17. Juni, 15 UhrUkraineBukarestZDF
Montag, 21. Juni, 18 UhrNiederlandeAmsterdamARD

mak | Stand: 30.05.2021, 12:00

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