Zweifel am EM-Format mit zwölf Standorten wachsen - Wechsel nach NRW?

Der EURO-Pokal umgeben von den Namen der Austragungsorte

EURO 2020

Zweifel am EM-Format mit zwölf Standorten wachsen - Wechsel nach NRW?

Dass die Fußball-EM in zwölf Stadien ausgetragen wird, erscheint immer unwahrscheinlicher. Medienberichten zufolge erwägt die UEFA eine Austragung des Turniers in Nordrhein-Westfalen. Doch die UEFA verweist offiziell darauf, dass das alte Format Bestand haben soll.

Wie RTL/ntv am Donnerstag (21.01.2021) berichtete, werden bei der UEFA derzeit vier Ersatzmodelle diskutiert. Demnach könnten die 51 Spiele vom 11. Juni bis 11. Juli nur in einer, in zwei bis drei, in fünf oder in zehn Städten in entsprechend vielen Ländern stattfinden.

Bei der Variante mit einer Stadt oder Region werde analog zum Europa-League-Turnier im Sommer 2020 auch über Nordrhein-Westfalen als Standort diskutiert. Alternativen seien London, Wien und Lissabon, wo im vergangenen August die Champions-League-Finalrunde stattgefunden hatte.

UEFA bevorzugt weiter zwölf Länder

Nach Informationen der Sportschau, die sich mit denen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) decken, präferieren die Organisatoren des Kontinentalverbandes ungeachtet der Probleme durch die Corona-Pandemie aber weiterhin die im Vorjahr um ein Jahr verschobene Originalvariante mit zwölf Spielorten in zwölf Ländern. Dementsprechend sind auch weiter alle Länder an den Vorbereitungen beteilgt.

Die UEFA kommentierte keines der möglichen Szenarien zu einer Spielortstreichung, die sie in der Vergangenheit aber nie ausschloss.

Entscheidung zu Zuschauern könnte sich verzögern

Eine Entscheidung will die UEFA bis zum 5. März in der Zuschauerfrage treffen. Die Optionen reichen von Spielen in vollen Stadien bis hin zu einem kompletten Fan-Ausschluss. Aufgrund der dynamischen Entwicklung in der Pandemie, vor allem auch der Geschwindigkeit beim Impfen, könnte die Entscheidung nach Informationen der Sportschau aber auch später fallen.

Euro 2020 - das Turnier der großen Herausforderungen Sportschau 14.10.2020 03:50 Min. Verfügbar bis 14.10.2021 Das Erste

München hoffnungsvoll

Die Stadt München hatte zu Wochenbeginn mitgeteilt, weiterhin mit vier Spielen bei der EM zu planen. München gehe "unverändert davon aus", dass die EM auch in der Arena in Fröttmaning stattfinden werde, teilte das Referat für Bildung und Sport der bayerischen Landeshauptstadt auf Anfrage mit.

In München soll die deutsche Nationalmannschaft am 15. Juni mit dem Duell gegen Weltmeister Frankreich in das Turnier einsteigen.

Russland im Gespräch, auch mehr Spiele in London

Zuletzt hatte es immer wieder Spekulationen gegeben, die UEFA könnte mehrere Spielorte streichen. Auch über eine Komplettvergabe des Turniers an Russland, Gastgeber der WM 2018 und daher mir erprobter Infrastruktur, war spekuliert worden.

Englischen Medienberichten vom Donnerstag zufolge seien zudem die lokalen Organisatoren bereit, mehr als die bislang in London geplanten sieben Spiele inklusiver beider Halbfinals und des Endspiels auszurichten.

dpa/red | Stand: 21.01.2021, 17:02

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