Studie der FIFA - Transferumsätze brechen ein

FIFA-Sitz in Zürich

Rückgang um 30 Prozent

Studie der FIFA - Transferumsätze brechen ein

Von Frank Hellmann

Die Coronakrise hat auch die zurückliegende Transferperiode im Fußball stark beeinträchtigt.

Nach einer am Freitag (09.10.2020) veröffentlichten Studie des Weltverbandes FIFA wurden in der gerade beendeten Sommer-Periode im Vergleich zum Vorjahr etwa 18 Prozent weniger Transfers abgewickelt. Die gesamten Transferausgaben fielen um etwa 30 Prozent, womit ein ähnliches Niveau wie 2016 erreicht wurde. Dabei war das Transferfenster in diesem Jahr einen guten Monat länger bis zum 5. Oktober geöffnet gewesen.

Wurden im Sommer 2019 international noch 5,8 Milliarden Dollar für Transfers ausgegeben, waren es ein Jahr später nur noch 3,92 Milliarden. Ein Dollar entsprach am 9. Oktober dem Gegenwert von 0,85 Euro.

Deutschland auf dem fünften Platz in Ausgabenliste

Ins Gesamtbild passt, dass die Transfers mit Ablösezahlungen um 25 Prozent gegenüber 2019 zurückgingen.

Das meiste Geld floss in England. Dort investierten Klubs 1,25 Milliarden Dollar. Danach folgt bereits abgeschlagen Italien mit Ausgaben von 544 Millionen Dollar. Hinter Spanien (486,6 Mio.) und Frankreich (455,2 Mio.) folgen die deutschen Vereine auf Platz fünf (348,3 Mio.).

Drastische Steigerung im Frauenfußball

Auf Transfers im Frauenfußball hatte die Coronakrise hingegen keine merklichen Auswirkungen. Hier stieg die Zahl der Wechsel im Vergleich zum Vorjahr um 36 Prozent, die Ablösesummen nahmen sogar um rund 80 Prozent zu, wenngleich auf bescheidenem Niveau. Für 504 internationale Transfers wurden laut der Studie 821.200 Dollar gezahlt. Im Vorjahr waren es 454.600 Dollar für 369 Transfers gewesen.

Stand: 06.10.2020, 12:06

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