Sierra Leone jubelt im Spiel gegen die Elfenbeinküste

Fußball | Afrika-Cup Afrika-Cup: Sierra Leone schockt die Elfenbeinküste

Stand: 16.01.2022 21:57 Uhr

Überraschung beim Afrika-Cup: Die Europa-Stars der Elfenbeinküste mussten sich gegen Außenseiter Sierra Leone mit einem Teilerfolg begnügen. Titelverteidiger Algerien ist noch schlechter dran.

Auf sehr schwer zu bespielendem "Sand-Rasen" in Douala überraschte Sierra Leone, das schon im ersten Gruppenspiel gegen Algerien (1:1) gepunktet hatte, auch die Stars aus der Elfenbeinküste. Nach 90 kurzweiligen Minuten stand es 2:2. Die Elfenbeinküste führt in Gruppe E nach zwei Spielen mit vier Zählern die Tabelle an, Sierra Leone hat zwei Punkte auf dem Konto - im Rennen ums Weiterkommen ist hier alles offen.

Ajax Amsterdams Sebastien Haller hatte die "Elefanten" in Führung geschossen (25.), nachdem Mailands Franck Kessie zuvor einen Elfmeter verschossen hatte. Doch der Underdog war noch lange nicht geschlagen: Nach dem Seitenwechsel erzielte der vereinslose Musa Kamara mit einem herrlichen Linksschuss das 1:1 (55.).

Pepe trifft, Kamara kontert

Dennoch sah es nach einem Sieg der Elfenbeinküste aus, als Arsenals Nicolas Pepe nach 66 Minuten zum 2:1 einschoss. Doch wieder schlug Sierra Leone zurück: In der Nachspielzeit markierte Alhaji Kamara nach fürchterlichem Patzer von Keeper Badri Sangare noch das 2:2.

Algerien unterliegt Äquatorialguinea

Titelverteidiger Algerien steht beim Afrika-Cup in Kamerun völlig überraschend vor dem Aus. Das Team um den Gladbacher Bundesliga-Profi Ramy Bensebaini unterlag am Sonntagabend dem krassen Außenseiter Äquatorialguinea 0:1 (0:0) und steht nach zwei Spielen mit nur einem Zähler am Tabellenende der Gruppe E. Esteban Orozco (70.) erzielte den entscheidenden Treffer.

Algerien hatte zuvor seit 35 Spielen nicht mehr verloren - zum Weltrekord der Italiener fehlten dem amtierenden Afrikameister nur noch zwei Partien. Zum Gruppenabschluss treffen die Algerier auf die Elfenbeinküste.

Gambia lässt Mali straucheln

Auch Außenseiter Gambia hat in seinem zweiten Gruppenspiel überrascht: Gegen Geheimfavorit Mali gelang ein Punktgewinn. Beim 1:1 (0:0) zwischen Gambia und Mali wurden beide Treffer nach zweifelhaften Strafstoß-Entscheidungen und Einsatz des VAR erzielt. Zunächst brachte Ibrahima Koné Mali mit 1:0 in Führung (79.), als er einen Foulelfmeter verwandelte. Vorangegangen war ein Ringkampf im 16er zwischen Gambias Ebou und Malis Adams Yves Bissouma, den Schiri Samir Guezzaz (Marokko) als Foul des Gambiers wertete.

Malis Kone (m.) gegen Janko (r.) und Colley (l.) von Gambia

Malis Kone (m.) gegen Janko (r.) und Colley (l.) von Gambia

Gambias Musa Barrow gelang in der Nachspielzeit der 1:1-Ausgleich. Der Spielmacher des westafrikanischen Außenseiters verwandelte einen Handelfmeter, nachdem er selbst zuvor dem unglücklichen malischen Abwehrspieler Bissouma die Kugel an die Hand gespielt hatte.

Beide Teams mit guten Chancen auf die nächste Runde

Beide Teams haben damit nach zwei Gruppenspielen vier Zähler auf dem Konto und können schon einen zuversichtlichen Blick auf das Achtelfinale richten. Denn zumindest für einen der besten vier dritten Plätze aus den Gruppen sollte das schon reichen.

Tunesien siegt klar

Allerdings hat in dieser auch Tunesien wieder beste Chancen auf die nächste Runde. Die Nordafrikaner besiegten nach ihrer 0:1-Auftaktniederlage gegen Mali im zweiten Gruppenspiel das schwache Mauretanien mit 4:0.