Bielefelds Fabian Klos läuft enttäuscht vom Platz

2. Bundesliga Drei Klubs im Fernduell: Wer muss in die Relegation?

Stand: 25.05.2023 12:35 Uhr

Wer muss nachsitzen und sich in zwei Spielen gegen den Dritten der 3. Liga behaupten? Im Abstiegskampf der zweiten Bundesliga geht es am letzten Spieltag nur noch um die Frage, wer auf dem Relegationsrang 16 landet.  

Der SV Sandhausen steht schon länger als erster Absteiger fest. Der SSV Jahn Regensburg hat bei drei Punkten Rückstand auf den vorerst rettenden Rang und bei einer um 15 Treffer schlechteren Tordifferenz nur noch sehr theoretische Chancen.

Ein Punkt reicht Bielefeld nicht

Auf dem Relegationsrang steht vor dem großen Abstiegs-Finale Arminia Bielefeld mit 34 Punkten. Das Team aus Ostwestfalen muss auf jeden Fall beim 1. FC Magdeburg gewinnen, um Platz 16 noch verlassen zu können, da der 1. FC Nürnberg (Platz 15) und Eintracht Braunschweig mit je 36 Punkten zwei Zähler mehr auf dem Konto haben. Ein Punkt reicht der Arminia nicht.

Gewinnen Nürnberg (beim SC Paderborn) und Braunschweig (bei Hansa Rostock), spielen sie auch nächste Saison in der 2. Liga. Bei einem Remis und einem Bielefelder Sieg würde die Tordifferenz entscheiden - hier geht die Arminia (minus 8 Tore) mit Vorteilen gegenüber Nürnberg (minus 18) und Braunschweig (minus 16) in den Showdown.

Für Hecking geht es um gleich zwei Jobs

Nürnberg hatte in den vergangenen Wochen gleich dreimal die Chance, sich eine solche Situation am letzten Spieltag zu ersparen. Doch erst zuletzt reichte es daheim gegen Hansa Rostock nur zu einem 0:0. In Magdeburg hieß es am Ende 2:2, und gegen den 1. FC Kaiserslautern führte der "Club" bis zur 88. Minute mit 3:1, bevor er dann doch noch zwei Gegentreffer kassierte.

Seit seiner Rückkehr auf die Trainerbank hat es Dieter Hecking nicht geschafft hat, die erhoffte Wende herbeizuführen. Der 58-Jährige ist ja eigentlich Sportdirektor bei den Franken. Im Falle eines Abstiegs wäre er wohl gleich zwei Jobs los. Als sich Hecking im Februar selbst als Nachfolger des glücklosen Markus Weinzierl bis Saisonende installiert hatte, machte Aufsichtsratschef Thomas Grethlein bereits deutlich, dass sein wichtigster Angestellter mit dieser Aktion "in gewisser Weise All-in geht. Er stellt seinen Job damit zur Disposition".

Braunschweigs Ujah: "Haben es noch in der eigenen Hand"

Braunschweig stellte sich ergebnistechnisch nicht besser an als die Nürnberger. Am vergangenen Wochenende ließen die "Löwen" die große Chance liegen, den Klassenerhalt einzutüten. Sie verloren daheim nach 1:0-Führung noch mit 1:2 gegen Regensburg. "Wir haben es immer noch in der eigenen Hand und geben nicht auf", sagte Stürmer Anthony Ujah. "Jetzt müssen wir diese Niederlage aufarbeiten, abhaken, positiv bleiben und die nötigen Punkte in Rostock sichern", erklärte auch Trainer Michael Schiele.

Bielefelds Jäkel: "Voll auf Sieg"

Auch Bielefeld lag erst zuletzt gleich zweimal gegen Paderborn in Führung, brachte den Vorsprung aber nicht ins Ziel. "Das Spiel darf nie im Leben Unentschieden ausgehen. Das ist unfassbar. Wir wollten mit zwei Siegen den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen, das haben wir heute nicht geschafft", sagte Kapitän Fabian Klos. Frederik Jäkel gibt sich derweil kämpferisch: "Jetzt fahren wir nach Magdeburg und spielen da einfach voll auf Sieg."