FC Bayern beim Angstgegner vom Niederrhein

Bayerns Thomas Müller hadert bei der jüngsten Niederlage in Mönchengladbach

Bundesliga-Spitzenspiel in Mönchengladbach

FC Bayern beim Angstgegner vom Niederrhein

Nirgendwo sonst hat der FC Bayern München so viele Niederlagen kassiert wie bei Borussia Mönchengladbach. Auch jetzt rechnen sich die "Fohlen" gegen die Bayern etwas aus - in dem Wissen, dass es auch ganz anders laufen kann.

Wenn der FC Bayern München nach Mönchengladbach kommt, dann wird Rainer Bonhof immer ein wenig nostalgisch. Das kann man ihm auch nicht verdenken. Bonhof hat als Spieler die 1970er Jahre mitgemacht, in denen die "Fohlen" den großen Bayern fast ein Jahrzehnt lang Paroli boten und fünf deutsche Meisterschaften holten. Da ist es klar, dass sich der Vizepräsident des Klubs freut auf dieses "traditionelle, immer sehr bedeutende" Duell.

Das darf er auch. Zwar haben sich die Wege der beiden Vereine nach der großen Gladbacher Zeit getrennt - während die Bayern zum Weltklub aufstiegen, landeten die Borussen zwischenzeitlich in der zweiten Liga - doch zumindest im Borussia-Park sind die Klubs bis heute auf Augenhöhe geblieben.

Bayerns Angstgegner - zumindest auswärts

Denn die "Fohlen" sind der Angstgegner der Bayern. 21 Niederlagen kassierten die Münchner in Mönchengladbach - so viele wie nirgendwo sonst. Auch die 84 Auswärts-Gegentore sind aus Sicht der Bayern Negativrekord. In der jüngeren Vergangenheit ist die Borussen-Bilanz besonders eindrucksvoll. In den vergangenen fünf Jahren feierten die Gladbacher drei Heimsiege gegen die Bayern. Da ist es klar, dass sich nicht nur Bonhof auch am Freitag (08.01.2021) zum Auftakt des 15. Spieltages erneut etwas ausrechnet.

Historie - die Dauerfehde zwischen Gladbach und Bayern in den 70ern Sportschau 02.12.2019 01:50 Min. Verfügbar bis 02.12.2021 Das Erste

Natürlich ist die Borussia Außenseiter. Sie bleibt in dieser Saison ein wenig hinter den Erwartungen zurück und liegt schon zwölf Punkte hinter den Bayern. Die Verantwortlichen sprechen dann gerne davon, dass alles passen und ein perfekter Tag her muss. Rainer Bonhof tut das auch. "Jedes der kleinen Rädchen muss funktionieren", sagt der 68-Jährige und vergleicht Spiele gegen die Bayern mit einer "Schwingtüre". "Das kann zu jeder Seite ausschlagen", sagt Bonhof.

Durch die Türe huschen

Will heißen, dass die Gladbacher nur durchhuschen müssen, wenn die Türe zu ihrer Seite hin aufgeht. Trainer Marco Rose will den Tabellenführer dann treffen, wenn er am meisten anbietet: Wenn es noch 0:0 steht. "Die Bayern verteidigen sehr gerne sehr hoch, weil es ihnen auch hilft vorne", sagt Rose: "Das verursacht in anderen Räumen die Chance, als Gegner reinzustoßen. Das ist ein offenes Geheimnis." Dies allerdings gelte es, "gut und konsequent und konstant zu nutzen", sagt Rose und erinnert an die 21 Gegentore, die die Bayern in dieser Saison schon kassiert haben.

Rose: "Wissen natürlich, dass wir gegen Bayern München spielen" Sportschau 07.01.2021 00:38 Min. Verfügbar bis 07.01.2022 Das Erste

Geklappt mit der "Schwingtüre" hat es im vergangenen Jahr. Da schoss Ramy Bensebaini die Gladbacher mit zwei Toren zum 2:1-Erfolg. Dass die Borussen fast die gesamte Spielzeit komplett unterlegen waren, interessierte hinterher niemanden mehr. "Wenn du nicht die richtige Haltung findest, nicht frech genug bist und nicht jeden Meter gehst, kannst du auch chancenlos sein", sagt Rose in Sachen "Schwingtüre". So erging es den Gladbacher im März 2019 beim 1:5.

Pléa ein Startelf-Kandidat, Gnabry fehlt

Apropos Bensebaini. Der algerische Linksverteidiger ist gerade von einer Coronavirus-Infektion genesen, für 90 Minuten reicht es laut Rose nicht. Fehlen wird auch Valentino Lazaro wegen einer Muskelverletzung, dafür ist Stürmer Alassane Pléa wieder ein Startelf-Kandidat. Bei den Bayern könnte Nationalspieler Serge Gnabry wegen einer Prellung ausfallen. Dafür kehrt Kingsley Coman in den Kader zurück.

In München ist der Respekt vor dem Gastspiel beim ungeliebten Gegner groß, die Statistik ist bekannt. Zudem stehen aufseiten der Gladbacher in Florian Neuhaus und Denis Zakaria zwei Spieler auf dem Platz, die der FC Bayern recht weit oben auf der Einkaufsliste haben soll.

vdv/sid/dpa | Stand: 07.01.2021, 18:30

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