Augsburg bejubelt Klassenerhalt nach Sieg gegen Bremen

Augsburger Jubel im Spiel gegen Werder Bremen

FC Augsburg - Werder Bremen 2:0

Augsburg bejubelt Klassenerhalt nach Sieg gegen Bremen

Der FC Augsburg darf nach dem Dreier gegen Bremen für ein weiteres Jahr in der Fußball-Bundesliga planen. Werder muss dagegen bis zum letzten Spieltag zittern.

Nach dem 0:2 (0:0) in Augsburg droht Bremen weiter der zweite Absturz in die Zweitklassigkeit nach 1980. Augsburgs Held des Tages war Rani Khedira mit seinem Führungstor in der 57. Minute, als beide Mannschaften nur noch zu zehnt spielten. Es war das schönste Abschiedsgeschenk, das der am Saisonende zu Union Berlin wechselnde Mittelfeldspieler seinem aktuellen Arbeitgeber machen konnte.

Kurz vor Schluss erhöhte der eingewechselte Daniel Caligiuri mit einem wuchtigen Elfmeter zur Entscheidung (89.). André Hahn war von Milot Rashica im Strafraum gefoult worden. Beim Torjubel stürmte auch FCA-Coach Markus Weinzierl auf den Rasen. Der Nachfolger von Heiko Herrlich hat seinen Job mit der geglückten Rettung erfüllt.

Werders Florian Kohfeldt braucht "eine Nacht" Sportschau 15.05.2021 00:19 Min. Verfügbar bis 15.05.2022 Das Erste

Bremer Angriffe zu harmlos

Es war von Beginn an ein hektischer, mit allen kämpferischen Mitteln geführter Existenzkampf auf dem Platz, der in zwei Platzverweisen gipfelte: Augsburgs Angreifer Ruben Vargas sah für eine Tätlichkeit Rot (13. Minute), Bremens Abräumer Christian Gross bekam für wiederholtes Foulspiel die Gelb-Rote Karte (49.). Doch Werder konnte aus der mehr als 30-minütigen Überzahl keinen Vorteil ziehen.

"Ich muss ganz ehrlich sein. Nach 13 Minuten hätte ich fast angefangen zu heulen. Da bist Du in Unterzahl, aber wir fighten. Wenn man sieht, was wir da geleistet haben, dann muss ich echt den Hut ziehen vor der Mannschaft" sagte Augsburgs Florian Niederlechner in der ARD-Sportschau.

Augsburgs Niederlechner "zieht den Hut" vor der Mannschaft

Sportschau 15.05.2021 02:39 Min. Verfügbar bis 15.05.2022 ARD Von Rene Kirsch


Bremen konnte dagegen in dieser Phase keinen Vorteil aus der Überzahl ziehen. "Uns hat die Kaltschnäuzigkeit, die Ruhe vor dem Tor gefehlt. Wenn Du ein Spiel gewinnen willst, musst Du ein Tor schießen", sagte Werders Leon Bittencourt in der ARD. Das gelang der Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt nicht. Lediglich durch den krachenden Distanzschuss von Bittencourt, der an den Innenpfosten prallte (72.), kamen die Bremer dem Ausgleich noch einmal nahe. Ansonsten ließ Werder wirkliche Torgefahr über weite Teile des Spiels vermissen.

Augsburg verteidigte verbissen und geschickt. Tatsächlich gelangen den Gastgebern auch in Unterzahl immer wieder Entlastungsangriffe, die auch gefährlich waren. So musste Jiri Pavlenka im Bremer Tor einen Schuss aus spitzem Winkel von Marco Richter entschärfen (45.+2).

Werder-Endspiel gegen Gladbach

Nach der Gelb-Roten Karte für Bremens Groß legte Augsburg sofort zu und nutzte nach einer Ecke die Verwirrung in der Bremer Abwehr zur Führung. Die Antwort der Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt war wenig überzeugend. Bis auf Bittencourts Pfostenschuss kam zu wenig.

Bittencourt: "Die Kaltschnäuzigkeit hat gefehlt"

Sportschau 15.05.2021 01:29 Min. Verfügbar bis 15.05.2022 ARD


Bremen hat nun wie schon in der vergangenen Saison ein echtes Endspiel um den Klassenerhalt. "Wir haben es bis hierhin verbockt. Aber wir haben jetzt immer noch die Möglichkeit, es in die richtige Richtung zu drücken. Dazu gehört: Kopf hoch, Brust raus und marschieren", so Bittencourt vor dem Duell mit Borussia Mönchengladbach am nächsten Samstag (22.05.2020) um 15.30 Uhr. Parallel kann der FCA entspannt beim deutschen Meister in München antreten.

jüb/sid/dpa | Stand: 15.05.2021, 17:25

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